Das Auto-Auto

All diese Assistenz-Systeme an den modernen Autos sind ja toll. Der Tag kommt, da kann unsereins nur noch einsteigen, das Ziel bekanntgeben und los düst die High-Tech-Büchse. Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch ein wenig und vom Automobilisten wird einiges an Können und Eigeninititative erwartet – Assistenz-Systeme hin oder her.

Ich war heute bei trüben Lichtverhältnissen unterwegs. Die Meisten fuhren nur mit Tagfahrlicht. Auf der Autobahn geradezu fahrlässig, denn diese Funzeln reichen in derartigen Sicht- und Lichtverhältnissen einfach nicht aus. Aber im Zeitalter all dieser “Auto”-Auto-Funktionen verkümmert das Hirn des gemeinen Automobilisten offenbar mehr und mehr. Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben, dass Tagfahrlichter nur nach vorne leuchten.

Und solange selbst Berufs-Chauffeure nur mit Standlicht unterwegs sind, ist wohl für Otto-Normal-Verfahrer Hopfen und Malz verloren.

DSC01936

Fahrer des Grauens

20151112_142837[1]

Es sind tolle Errungenschaften der Technik, die da an unseren Automobilen eingebaut werden. Wirklich!

Der Regensensor lässt den Scheibenwischer in unterschiedlicher Intensität über die Scheibe wischen. Parksensoren piepsen wie von Sinnen, wenn wir zu nahe auf ein Hindernis auffahren. Das Navi führt uns – mehr oder weniger – direkt zum gewünschten Ziel. Eine der grössten Errungenschaften seit der Erfindung des Automobils ist sicherlich das Automatik-Getriebe. So sehe ich das zumindest.

All diese technischen Errungenschaften, die letztlich auf unseren Komfort und Sicherheit hinzielen, setzen dennoch voraus, dass der Automobilist vor dem Einstieg ins Auto sein Hirn in Betrieb nimmt. Was, wie ich immer wieder mit Erstaunen zur Kenntnis nehme, keinesfalls selbstverständlich ist.

Die Licht-Automatik am Fahrzeug ist an sich eine gute Sache. Nie mehr muss ich bei der Einfahrt ins Tunnel das Abblendlicht einschalten. Und nie mehr ist die Batterie leer, weil ich das Licht über Nacht hab brennen lassen. Allerdings merken die Sensoren nicht, wenn stockdicker Nebel herrscht. Und so fährt manch einer dieser Tage quietschfidel nur mit dem Tagfahrlicht, gerne auch nur mit Standlicht oder überhaupt keiner Beleuchtung, durch die Gegend.

Ein derartiges Mass an Nachlässigkeit kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, geht es doch um die eigene Sicherheit. Aber vielleicht merken es die Betroffenen ja erst, wenn es ihnen die Polizei erklärt. Und solche Erläuterungen gibt es in der Regel nicht umsonst.