Alter Ärger im neuen Jahr

Punkt 9.00 Uhr – immerhin zu rechtschaffener Zeit aber genau genommen noch an einem Feiertag – klingelte gestern das Telefon.

Hellouu, ei äm Rosie from de tecknikal Dipartment of Meicrosofft.

Ei äm kalling rigarding your Kompjuter.

Ich war ab dem schwachsinnigen Inhalt des Anrufs nicht sonderlich überrascht, zeigte mein Telefon-Display doch eine Nummer an, die mir nicht bekannt war (0034 929 232 28 04).

Was tun?

  • Rosie aufklären, dass ich nicht mal weiss, wie man Kompjuter schreibt, geschweige denn einen habe?
  • Sie fragen, welche kriminellen Machenschaften ihr Anruf verfolgt?
  • Höflich sein und ihr weiter und mit Engelsgeduld zuhören?
  • Rosie fragen, ob Microsoft neuerdings keine Niederlassung in der Schweiz mehr habe?
  • Laut und deutlich Kaffee schlürfen, damit sie merkt, dass sie mich beim Frühstück gestört hat?

Nichts von alledem. Ich habe – wie immer in solchen Fällen – die Notbremse gezogen und aufgelegt. Sollen die sich doch endlich mal was Neues einfallen lassen, wenn sie mich schon über den Tisch ziehen wollen.

DSC08786

Nebst einem schlechten Eindruck hat Rosie nichts hinterlassen. Das gibt mir die Gelegenheit, diesen Beitrag mit einem Bild unseres verschneiten Dorfes auszuschmücken. Allerdings hat in der Zwischenzeit Regen eingesetzt und die weisse Pracht weist ein gehöriges Pflüder-Potential auf.

Heisse Luft am Telefon

Und wer ist eigentlich diese Nervensäge, die unter der Telefon-Nummer

00929 232 22 808

seit Tagen beinahe stündlich bei uns anruft?

Ich habe der in gebrochenem Englisch sprechenden Stimme offenbar immer noch nicht deutlich genug erklärt, dass unser Computer unter keiner unheilbaren Krankheit leidet.

Vielleicht hab ich das Geschwafel aber auch falsch interpretiert und hätte etwas kaufen sollen…

… oder war da gar diese Ratte, die meinen Blog geklont hat, am anderen Ende?

DSC07435

Der Mitternachtsruf

Sie erhalte in letzter Zeit häufig mitten in der Nacht Anrufe, monierte meine Schwägerin, und wenn sie ans Telefon gehe, sei keiner dran. So etwas ist nicht nur hochgradig ärgerlich, sondern auch ungesund. Wer lässt sich schon gerne von irgendeinem unbekannten Deppen um seinen wohlverdienten Schlaf bringen?

„Heute Nacht hat es wieder geklingelt“, empfing mich meine Schwägerin vor kurzem, „aber ich bin nicht rangegangen.“ Mein Blick zu ihrem Telefon enthüllte keinen entgangenen Anruf. Noch nicht mal ein „Unbekannt“ auf der Anzeige. Ich bemühte mich, meiner Schwägerin gegenüber nett und hilfsbereit zu sein (als ob mein innig geliebter Mitbewohner und ich das in den vergangenen Wochen mit ihrem Umzug nicht ohnehin schon bis zum Umfallen getan hätten) und rief bei Swisscom an. Dort war man auch einigermassen ratlos, beschied mir aber, eingehende Telefonanrufe würden nicht aufgezeichnet, da es daran nichts zu verdienen gäbe. Es sei denn, es würde sich um eine eigentliche Überwachung im forensischen Sinn halten, was wiederum den Kunden teuer zu stehen käme.

Ratlosigkeit. Wer könnte da wohl dahinterstecken? Da meine Schwägerin 30 Jahre in den USA gelebt hat, bestand eine gewisse Möglichkeit, dass jemand von dort anzurufen versuchte. Es würde einen ja nicht wundern, wenn ein Ami noch nie etwas von Zeitverschiebung gehört hätte.

Das Problem mit den „Anrufen“ Punkt 00.00 Uhr löste sich in Luft auf, als ich die Weckfunktion am Telefon deaktivierte. Immerhin weiss ich nun, dass da Keiner ist, der Telefonterror ausübt. Dumm nur, dass meine Schwägerin das nächste Mal, wenn sie auf der Telefontastatur durchs Menu rudert, den Wecker jederzeit wieder aktivieren kann.

Virus im Telefon

Das Telefon klingelt. Rufnummer: unterdrückt. Ich: misstrauisch.

„Hello M’am, are you the owner of the computer in your house?“ Die weibliche Stimme spricht mit starkem Akzent, nicht desto trotz rattert sie ihren Vers rasend schnell runter. Sie rufe von Microsoft an, ob ich denn nun die Besitzerin des Computers sei, insistiert sie. Und weiter rattert sie. Unser Computer hätte ein schwerwiegendes Problem.

Mir wird es schon bald zu bunt, verstehen tu ich auch nicht alles. Endlich kann ich der Ratterin ins Wort fallen und mal eine Gegenfrage stellen.

„Which computer are you talking about, we have several?“

„The one, that is connected to the internet.“

Ha, ha, als ob es heutzutage noch einen PC gäbe, der NICHT am Internet-Tropf hängen würde.

Ich mag mir das nicht mehr länger anhören. Wenn es wirklich ein Anruf von Microsoft gewesen wäre, so hätte die Anruferin gewiss nicht an einem Samstag angerufen und sie hätte keinen Anlass gehabt, ihre Rufnummer zu unterdrücken. Und da Microsoft eine Niederlassung in der Schweiz hat, hätte man sich auf Deutsch verständigen können. Was wohl das wieder für eine Finte war?

Schon wieder gewonnen!

Fortuna meint es momentan wirklich gut mit mir. Nicht nur, dass seit kurzem der Pokal des Versatile Blogger Award in meinem Abstaub-Repertoire figuriert, nein, heute wollte mir schon wieder jemand einen Preis verabreichen.

Die frohe Kunde wurde mir diesmal telefonisch übermittelt. Ihre Firma feiere ein Jubiläum und ich sei eine von vierzig Auserwählten meiner Wohngemeinde, die mitfeiern dürften, erklärte mir eine männliche, hochdeutsch sprechende Stimme am Telefon.

Alarmglocken auf Sturm!!!

Mein natürliches Misstrauen und das fehlende Mass an Naivität haben mich den Anruf abrupt beenden lassen. Nicht mit mir! Das ist wohl eine neue Masche, mich auf eine Kaffeefahrt zu locken. Sorry, aber dafür bin ich definitiv zu jung. Werde es immer sein, selbst mit 111 Jahren.

Ein paar Stunden später wieder ein Anruf mit ähnlicher Rufnummer. Ich verzichte darauf, überhaupt abzunehmen. Doch ich schreibe mir die Nummer auf und schaue später im Internet nach. Haben wir’s doch! Unter www.tellows.ch ist die Telefon-Nummer 021 588 02 63 als unseriös bewertet. Die Telefon-Nummer vom Vormittag 021 533 14 12 ist zwar nicht verzeichnet, rangiert aber mit Sicherheit in der gleichen Schublade. Wie seriös tellows.ch ist, weiss ich zwar auch nicht, aber immerhin habe ich erleichtert festgestellt, dass es mich bzw. meine Telefon-Nummer dort gar nicht gibt.