Fan von Fantasie

Ich weiss, ich bin manchmal mit etwas zu viel Fantasie gesegnet. Bei Wanderungen entdecke ich auf Schritt und Tritt Figuren. Meine Fantasie lässt mir dabei freien Lauf. Mal ist es der Osterhase, mal Elvis (wie hier), dann wieder ein Frosch oder sonst ein Getier.

Mit meinem Abruzzen-Bären habe ich offenbar den Bogen eurer Fantasie etwas überspannt. Zugegeben, als ich den Bären zum ersten Mal sah, dachte ich auch eher, ich hätte es mit einer Wildsau zu tun. Ich liess mich dann aber vom Rest der Gruppe überzeugen, es handle sich hier um einen Bären…

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den euch aufzubinden ganz gewiss nicht meine Absicht war. 

Versteinert

In den Abruzzen, wo ich jüngst eine Woche wandernd Ferien machte, soll es rund hundert Braunbären geben. Ursus arctos marsicanus, um genau zu sein.

Dass man Meister Petz zu Gesicht bekommt, dürfte wohl eher selten sein.

Aber ! hallo !  ich habe ihn gesehen. Leibhaftig. Etwas statisch vielleicht. Aber ohne Zweifel ein Bär.

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Ihr erkennt ihn auch auf dem Bild, oder?

Wie denn? Wo denn? Was denn?

Wenn wir uns für einen Housesitting Job bewerben, dann müssen diverse Bedingungen erfüllt sein. Zuallererst müssen die geografischen Voraussetzungen unseren Vorstellungen entsprechen. Wir würden nie irgendwo ein Housesitting antreten oder nur schon in Betracht ziehen, das an einem Ort liegt, wo wir selber nicht in die Ferien fahren würden. Wäre ja schön doof…

Dann muss es natürlich zu einer Jahreszeit sein, wo wir vor Ort auch etwas anfangen können. Ich will ja nicht im Dezember in einem ehrwürdigen Schloss in Schottland Socken stricken und Kreuzworträtsel lösen!

Die Aufgaben, die an uns gestellt werden, müssen in einem vertretbaren Rahmen sein. Manchmal wird die Housesitting Platform nämlich als Vermittlung für billige Arbeitskräfte missbraucht. “Sie können in wunderbarer Umgebung wohnen, dafür erwarten wir von Ihnen, dass sie 25 Stunden Gartenarbeit pro Woche verrichten.” Nein Danke!

Und dann müssen natürlich auch die Tiere behütbar sein. Auf einen Job mit Schlangen oder Ratten würden wir uns nicht bewerben. Katzen kommen auch nicht in Frage, denn ich reagiere auf Stubentiger allergisch. Und aus unserem jüngsten Housesitting haben wir gelernt, dass drei Hunde – vor allem, wenn sie getrennt gehalten werden müssen – wohl ein Hund zu viel ist.

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Dennoch, wir werden weiter Ausschau halten nach geeigneten Angeboten. Wir finden noch immer, dass Housesitting für uns ein idealer Zeitvertrieb ist. Und eine wertvolle Erfahrung dazu.

Für die Unhandwerker und Tierfreunde unter uns

Es gibt Länder, in denen würde man für 545 Franken ein ganzes Haus bauen. Vielleicht nicht mit Fussbodenheizung und dreifach verglasten Fenstern, aber immerhin ein Dach über dem Kopf für eine halbe Sippschaft.

Hierzulande ist für dieses Geld eine Luxusabsteige für Kaninchen erhältlich. Ein “Nagerstall”, wie auf dem Preisschild steht.

Früher zimmerte der Grossvater so etwas übrigens selber. Und den Kaninchen ging es deswegen nicht schlechter.

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Immer wieder mal hört man am Radio die Durchsage: „Autobahn A99, zwischen Hinterpfupfikon und Vorderhausen, Fahrtrichtung Überalldorf. Vorsicht, es befinden sich Kühe auf der Fahrbahn.“

Es könnten auch Schafe sein. Giraffen oder Rehe. Die Durchsage würde immer ähnlich tönen. Anders in Mexiko. Nein, ich meine hier nicht den Umstand, dass die Verkehrsmeldung in spanisch durchgegeben würde. Ich bin im Gegenteil der Meinung, dass Tiere auf der Strasse dort fast zum normalen Alltag gehören. Wir glaubten damals, unseren Augen nicht zu trauen, als wir bei einer doppelspurigen, autobahnähnlich ausgebauten Strecke plötzlich Kühe sahen. Und nicht etwa neben der Fahrbahn, nein, die Rindviecher weideten ganz genüsslich auf dem Mittelstreifen! In Mexiko stört sich niemand daran. Schliesslich war ein Hirte dabei und die Rindviecher waren sich offenbar an die für unsere Verhältnisse doch sehr spezielle Fresserei gewohnt.

Diese Begebenheit – und es blieb in Mexiko nicht bei der einen – kam mir wieder in den Sinn, als ich das folgende Schild zum veröffentlichen erhielt.

Fotografiert hat Urs (wo steckst du eigentlich?) die Verkehrstafel in Polen. Wo man offenbar auch im 21. Jahrhundert noch speziell darauf hinweisen muss, dass Pferdefuhrwerke auf der Autobahn nichts verloren haben. Im Gegensatz zu Mexiko scheint es dort immerhin Leitplanken zu geben.

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Dieses Schild ist vielleicht fast etwas makaber nach meinem letzten Blog-Beitrag….

… aber es stammt ja nicht von mir sondern aus dem grossen Fundus von Urs. Er hat es fotografiert am Eingang zum Slovinski National Park in Rowy/Polen.

Seid ihr auch auf ein Schild gestossen, das auf ganz spezielle Art speziell ist? Schickt es mir! Ich bin durchaus geneigt, hier auch weniger makabre Schilder zu veröffentlichen.

Finde den Fuchs!

Ich weiss nicht, wer mehr erschrak, die kleine Rasselbande oder ich. Sicher nicht mein innig geliebter Mitbewohner, der mich auf dem Frühlingsspaziergang begleitete. Er steht über solchen Sachen. Trotzdem liess er sich dazu verleiten, still zu stehen, um zu schauen, ob sich die kleinen Füchse, die sich alle mit ein paar Sätzen vor uns in Sicherheit gebracht hatten, nochmals blicken liessen.

Es müssen etwa fünf Jungtiere an der Zahl gewesen sein, die wir beim Geniessen der Frühlingssonne gestört hatten. Leider liessen sich nur eineinhalb dieser kleinen Flaumhaufen wieder blicken.

Zugeben, von blossem Auge kaum auszumachen, deshalb hier etwas herangezoomt.

Ich schlich mich vorsichtig etwas näher heran.

Aber mehr als dieses Bild brachte ich mit meinem bescheidenen Fotoapparätchen nicht fertig. Als ich noch einen Schritt näher ging, sah mich das Füchslein, und schlau wie es ist, versteckte es sich wieder.

Dennoch: Meine allererste Begegnung mit Jungfüchsen und ein totales Highlight.

Doch nicht so dumm?

Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Ja, man lernt nie aus.

Hättet ihr gewusst, dass eine Kuh – meinetwegen auch ein Rind, mit Sicherheit ebenso ein Stier, ein Ochse und vermutlich sogar ein Kalb – asynchron mit den Ohren wackeln kann? Ich hab letzthin beobachtet, wie eine Kuh abwechselnd mal mit dem linken und dann wieder mit dem rechten Ohr Fliegen verscheucht hat. So viel Feinmotorik hätte ich von einem Kuhohr nicht erwartet.

Dermassen dumm, wie ich die Rindviecher kürzlich dargestellt habe, sind sie vielleicht gar nicht.

Die nagende Entdeckung

„Komm, schau mal!“ Die Stimme meines innig geliebten Mitbewohners liess vermuten, dass da etwas Besonders im Gang sein musste. Er deutete auf die Wasseroberfläche. „Ein Biber.“ Sofort erinnerte ich mich, dass ich bei der Stellplatzbeschreibung im Wohnmobilforum gelesen hatte, dass es hier Viecher geben musste, die oft mit Bibern verwechselt werden. Nein, mein lieber Mitbewohner, einen Biber haben wir hier nicht vor uns. Bloss, wie heisst das Vieh hier?

Wir beobachteten ihr Treiben, sie zeigten keinerlei Scheu, wenn man an den Rand des Hüninger Kanals trat. Biber waren es schon deshalb nicht, weil Biber einen flachen Schwanz haben und üblicherweise nur nachtaktiv sind. Ausser, man hat die Gelegenheit, sie in Alaska zu beobachten, wo es im Sommer immer hell bleibt.

Später sahen wir so ein Vieh am Land. Es graste wie ein Kaninchen, sah aber aus wie eine zu gross geratene Ratte. Oder ein Murmeltier, das sich ins Flachland verirrt hat. Als „Flachlandmungg“ bezeichneten wir es fortan. Richtigerweise heisst das Tier aber Nutria oder Biberratte. Es ist eine aus Südamerika eingebürgerte Nagerart, wie in Wikipedia zu lesen ist.

Für uns bleibt es ein Flachlandmungg und damit basta!