An-Zug-liches

Ich bin in der Regel mehrmals pro Woche mit dem Zug unterwegs. Da ergibt es sich hin und wieder, dass man – gewollt oder ungewollt – der heimischen Transportunternehmung untreu wird. In fremdem Rollmaterial zu reisen birgt ab und an mal eine Überraschung. Experten werden anhand des Begriffs „Rollmaterial“ sofort erkennen, dass Frau Flohnmobil über gewisses Insider-Wissen verfügt. Für Alle, denen das nicht aufgefallen ist: kein Weltuntergang!

Diese neuste Überraschung ereilte mich, als ich dem Ort entgegen eilte, wo auch der Kaiser von China zu Fuss hingeht. Mein Erstaunen war einigermassen gross, als ich sah, dass es in französischen Zügen getrennte Toiletten gibt. Ausgerechnet in dem Land, wo ich schon mehrmals auf Mini-Klos war, bei denen man als Frau am offenen Pissoir vorbeigehen musste, um auf den Topf zu können, den wiederum sich Männlein und Weiblein teilten!

Um sich über diesen Umstand wundern zu dürfen, muss man wahrlich nicht 19 Jahre mit einem Eisenbahner verheiratet gewesen sein.

Zwei perfekte Buchstaben

Die Franzosen tun sich sehr, sehr schwer damit, die zwei wichtigen Buchstaben perfekt auszustaffieren. Was haben wir in den vergangenen Tagen nicht schon alles erlebt!

Das verbreitetste Übel: Es hat kein Toilettenpapier. Dicht gefolgt auf Rang 2: Es hat weder einen Trockner noch Papier für die Hände. Ebenfalls beliebt: Es stinkt erbärmlich. Nicht weniger ärgerlich: Es hat keine Seife. Besonders originell: Die Spülung funktioniert nicht. Heute ist noch eine neue Variante hinzugekommen: Die Türe lässt sich nicht abschliessen.

In französischen Restaurants gilt die bei uns verbreitete Meinung, dass die Toilette die geheime Visitenkarte des Lokals sei, leider nicht. Ich sage nur:

G R U U U S I G ! ! !

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Beschildert geschildert (98)

Heute ein Schilderduo, vor dem wir alle früher oder später mal stehen. Nun, vielleicht nicht gerade in dieser besonders originellen Version.

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Toiletten-Schilder gibt es dermassen viele verschiedene, man könnte ihnen glattweg einen eigenen Blog widmen. Ich suche noch nach einem geeigneten Namen. WC-Blog erscheint mir etwas – ähm – versch… einfältig.

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Es ist immer wieder erfreulich zu vernehmen, dass dieser Blog so viele aufmerksame Leserinnen und Leser hat, die mit offenen Augen und einem Handy durchs Leben gehen.

Vielen Dank, Rosmarie!

Dialog hinter verschlossenen WC-Türen

Im öffentlichen Raum wird man mitunter Zeuge von Gesprächen, auf die man nicht sonderlich erpicht ist. Das gilt auch für öffentliche WC-Anlagen. An so einem Ort durfte ich – vom Thron aus – den Dialog zwischen Grosi und Enkelin mithören.

Jonas. Jooo-nas?
(öffnet die Türe in den Korridor raus und schreit sich die Seele aus dem Leib)
Dein Bruder ist wieder mal verschwunden. Kann ich dich kurz alleine lassen?

Ja-ja. (unverkennbare Geräusche)

Kannst du denn dein Fudi selber putzen?

Ja, ich schon. (kurze Pause)
Aber Jonas noch nicht.

Der ist halt ein Mann, da dauert es immer länger.

Ich kann sogar mit Feuchttüchlein.

(Grosi dreht auf dem Absatz um)
Brauchst du welche?

Nein.

Ich hätte aber dabei.

Meine heutige Lektion: Die moderne Grossmutter hat zwar ein stereotypes Bild vom Mann, aber sie hat Feuchttüchlein in ihrer Handtasche.

Bildergebnis für wc comic

Beschildert geschildert (77)

Diese Schilder-Bilder hat Helga vom Travelstory Blog in China aufgenommen und ich darf sie hier zwecks Erheiterung meiner Leserschaft publizieren.

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Fremdsprachen scheinen nicht gerade zu den Stärken der Chinesen zu gehören.

Bei dem Zeichensalat überfällt mich allerdings auch nicht zwingend das Bedürfnis, mir die Chinesische Sprache anzueignen.

china schild (2)

Das Rollenspiel

Es gibt bestimmt sinnvollere, geistreichere, interessantere, witzigere, tiefschürfendere, wichtigere Themen um darüber zu schreiben. Dennoch beschäftigte mich kürzlich, und das wiederum nur sehr kurz, die Frage:

Wieso zum Teufel braucht es auf einer Toilette (in einem Hotelzimmer notabene) zwei Toiletten-Papier-Rollen-Halter? Also mir vermiest diese Qual der Wahl höchstens das Geschäft.

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Beschildert geschildert (61)

Und hier noch ein wichtiger Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag:

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… und damit Sie’s gleich wissen, es hat unterwegs keinen einzigen Baum und die Blumen sind zwar schön anzuschauen, aber definitiv zu klein, um einen Popo ab Grösse 34 dahinter zu verstecken.

… und die wandelnde Einerkolonne, die es hier an schönen Wochenenden gibt, macht die Sache selbst mit dem kleinen Geschäft zu einer grossen Sache.