Weltbewegend

Es waren gleich zwei Grossereignisse, die die gestrige Welt bewegten. Und beide lösten in mir ein gewisses Unbehagen aus.

In Luzern ertönte der Urknall und läutete damit die närrischen Tage ein. In Wien schwebte gestern die Prominenz anlässlich des Opernballs übers Parkett.

Fasnacht finde ich das aller-aller-allerschrecklichste Ereignis des Jahres. Mit dieser lärmigen Tradition und den grässlichen Konfetti kann ich absolut nichts anfangen. Glücklicherweise wohne ich in einer Region, wo die Fasnachts-Tradition nicht sonderlich gross geschrieben wird. Das Positivste an der Fasnacht fand ich ohnehin seit eh und je der arbeitsfreie Montag.

Und der Opernball? Nun, soll sich dorthin begeben, wer will und die nötige Kohle hat. Mich schreckt alles, was mit Tanzen zu tun hat, von Grund auf ab. Müsste ich mich für den Opernball oder die Fasnacht entscheiden, wäre trotz allem die Fasnacht wohl das kleinere Übel.

Dennoch scheint es Leute zu geben, die an beidem Gefallen finden. Diese Fasnächtler jedenfalls waren so gekleidet, dass sie nach dem Umzug durch die Altstadt von Luzern durchaus auch in Wien eine gute Figur gemacht hätten.

Foto: Sigi Tischler (Keystone)

Cowboys and -girls im Bündner Oberland

Impressionen von der heutigen Alpabfahrt in Brigels.

Ich finde es schön und wichtig, dass solche Traditionen gepflegt werden. Trotzdem ist mein Bedarf an Kühen und Kuhfladen bis auf weiters gedeckt.

Hier und heute

Wenn’s auf dem Rütli singt und dudelt,
Der Tell sein Sackgeld für Feuerwerk verjubelt.

Wenn Haustiere Angst und Schrecken durchleben,
Während sich ihre Besitzer dem Suff hingeben.

Der ehrfürchtige Bürger sich zum Schweizerpsalm erhebt
Derweil der Cervelat-Dunst sich allmählich legt.

Muss ein besonderer Tag sein für dieses kleine Land,
In dem man nebst Taschenmesser und Abfallsack-Gebühren auch Riii-cooo-la erfand.