Dekadenz im Schlafzimmer

Wir glaubten unseren Augen nicht zu trauen. Wir hatten doch nur ein Stück Zuger Kirschtorte gegessen. Davon kann man beim besten Willen nicht beschwipst sein! Wir standen weder vor einer Fata Morgana, noch halluzinierten wir. Was meine Kollegin und ich beim Bummel durch Zug in einem Schaufenster erblickten, liess uns an der Menschheit zweifeln.

Eine Bettdecke mit eingearbeiteten LED-Leuchten. Und zu allem Übel auch noch made in Switzerland.

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Nebst der Tatsache, dass wohl die wenigsten von uns eine Dachterrasse in Zürich haben und unter dem Sternenhimmel schlafen können, dürfte auch der Preis der als “Innovation” angepriesenen Textilie leicht umhauend sein: über dreitausend Franken pro Duvetanzug…!!!

Sobald sich die kluge Hausfrau von diesem Frankenschock erholt hat, stellt sie sich unweigerlich die Frage: Und wie wäscht man so etwas?

Die Antwort darauf, weitere Produkteinformationen und selbstverständlich ein Bestellformular gibt es unter diesem Link.

Im Advents-(Über)Fluss

Die Reaktionen auf meinen letzten Blog-Beitrag waren – na wie waren sei eigentlich? – ziemlich ambivalent. Sie reichten von Verstand anzweifelndem Gedankengut über ironisches Zuzwinkern bis zu Schenkelklopfen. Eine Nachbarin stand sogar vor unserer Türe und wollte mit sorgenvollem Blick wissen, ob es uns gut gehe.

Diese Frage sei wie folgt beantwortet: Danke, es geht uns gut, jedenfalls den Umständen entsprechend. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich können nämlich der ganzen Adventszeit nicht viel Positives abgewinnen. Dem ganzen Kommerz, der damit einher gehenden Hektik, der– sorry – Fresserei und allem was unter dem Label “Besinnung” geheuchelt wird, können wir nicht viel abgewinnen.

Ich war gestern Abend in Zürich. Die Stadt erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz. Die einzelnen Dekorationselemente mögen schön sein, aber die schiere Masse an Lichtern, Kränzen, leuchtenden Rentieren und Tannenbäumen aller Art ist letztlich des Guten zu viel. Jedes Quartier scheint seinen eigenen Weihnachts-Markt abzuhalten. Wer kauft denn das alles?

Mit diesem Abend in der Stadt ist mein Bedarf an vorweihnachtlicher Stimmung grundsätzlich wieder weit über das Jahresende hinaus gedeckt. Sollte ich trotzdem nochmals in einen Christchindli-Märt hinein geraten, gibt es notfalls statt Glühwein ja noch so etwas:

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PS: Es hat nicht ernsthaft jemand damit gerechnet, dass ich bis am 24. Dezember keinen einzigen Beitrag mehr veröffentlichen werde???

Munteres Putzen

Drei Beispiele aus der Welt des Überflüssigen:

Waschmittel-Box, Polier-Finkli, Abwaschmittel-Schössli

Falls jemand sich berufen fühlt, für so etwas Geld auszugeben: bei Tchibo erhältlich.