Frau Flohnmobil spielt Lego

Legosteine. Wer würde sie nicht kennen! Auch ich habe als Kind damit gespielt. Damals gab es noch keine Offroader und keine Kriegsmaschinen, die man aus hunderten von Teilchen zusammensetzen konnte. Rädchen gab es. Und das war bereits ziemlich das Höchste der Gefühle in Sachen Technik. Beim Lego spielen konnte ich meiner Fantasie immer Lauf lassen und ich erinnere mich bestens, wie ich schon als Kind aus Legos Wohnwagen-Grundrisse konstruiert habe.

An Legosteine erinnert mich auch das neuste Werk aus meiner Backstube. Zuerst deutete jedoch noch nichts darauf hin, als ich aus Mehl, Zucker, Backpulver, Gewürzen, Wasser, Rahm und Kirsch eine Teigplatte buk.

Diese schnitt mein innig geliebter Mitbewohner in Würfel. “Ziemlich hart, meinst du, daraus wird etwas?” Die Skepsis war nicht zu überhören. Mein lieber Mann, wenn ich immer nur das backen würde, was ich schon immer gebacken habe, würden wir jahraus jahrein nur Gugelhopf und Rüeblitorte essen. Mit etwas kulinarischem Risiko muss man schon leben.

Die Würfel wurden mit einer Schokolade-Glasur überzogen und zum Trocknen über Nacht auf Gitter ausgelegt. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Und mein Spieltrieb ist mal wieder befriedigt worden.

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Betty Bossi, die allgegenwärtige Institution Schweizerischer Kochkunst, nennt das Konstrukt übrigens “Vanille-Magenbrot”. Wer es nachbacken will, findet das Rezept hier. Ist narrensicher!