Mein uBu-Tag

Eigentlich wollte ich gar nichts über meine heutige Velotour schreiben.

Ich wollte weder schreiben, dass es ziemlich viele Velofahrer unterwegs hatte, noch, dass es ziemlich wenige waren, die mit reiner Muskelkraft vorwärts kamen.

Ebenso wenig wollte ich hier verlauten lassen, dass ich mich masslos darüber geärgert hatte, wie viel Unrat an den Strassenrändern und in den angrenzenden Wiesen herumliegt.

Es sollte hier auch nicht breitgeschlagen werden, dass es offenbar der Tag der Testosteron geschwängerten Boliden mit Harry-Hasler-Fahrern am Steuer war.

Und wen interessiert schon, dass ich Pilze vom Velo aus sah?

Nein, eigentlich wollte ich nur schreiben, dass ich mit mir und meiner kleinen Welt nach der heutigen Velotour um de Bachtel ume ganz zufrieden bin. Und dir DANKE sagen, dass du im Flohnmobil mitliest.

IMG_3374

Diese Pilze waren es zwar nicht. Aber das merkt ja hier keiner.

Wer wird denn sein Velo heim tragen?

Nach der Velotour, die schon gute 50 Kilometer lang war, folgte ein letztes Piece de Résistance. Ein kleines Högerli nur – ein paar hundert Kilometer weiter nördlich würde man ihm zwar das Attribut “Berg” verleihen. Ich war nicht mehr taufrisch, ist schliesslich erst Anfang Saison, und ich hatte bereits 900 Höhenmeter in den Beinen. Dieses kleine Högerli hat seit jeher die unsympathische Eigenschaft, dass es gegen oben immer steiler wird.

Fünfzig Meter bevor es wieder flacher wurde, ertönte ein undefinierbares Geräusch. Ich blickte nach hinten. Nein, da war noch Luft im Reifen, aber dennoch schien es immer strenger zu gehen. War ich wirklich so ausgebrannt? Klar, ein kleines Hüngerchen machte sich bemerkbar, aber es waren nur noch gut drei Kilometer bis nach Hause. Die würde ich wohl noch schaffen. Dennoch stieg ich ab, drückte mit dem Daumen auf den Reifen. Kein Platten. Also wieder aufsteigen. Ich kam fast nicht mehr vom Fleck. Irgend etwas stimmte nicht. Bei der nächstbesten Gelegenheit stieg ich wieder vom Rad. Das Hinterrad war blockiert. Aber wieso?

Ich versuchte, die Bremse zu lösen. Nichts. Das Bremskabel zu verlängern. Immer noch blockiert. Was um alles in der Welt war los? Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Ich entsprach wohl so ziemlich dem Klischee der technisch völlig unbegabten Frau, als ich am Strassenrand hantierte. So konnte ich das Rad nicht mal nach Hause schieben, geschweige denn fahren. Und drei Kilometer heim tragen? Ich würde mich doch nicht zum Affen machen!

Ich aktivierte meinen Notfallplan. Handy raus und jemanden anrufen, von dem ich hoffte, er würde an diesem Samstagnachmittag zu Hause sein. Ich habe mehrere Freunde, bei denen ich es versucht hätte, aber das Glück war mir schon beim ersten Anruf hold. Keine Viertelstunde später stand mein Taxi da.

In der Zwischenzeit hatte ich entdeckt, wo das Malheur lag: Eine Speiche war gebrochen. Mein lieber Freund brachte mich und das malträtierte Velo direkt zum Velomech. Dort wird nun abgeklärt, ob es für dieses doch schon einige Jahre alte Rad überhaupt noch Speichen gibt.

Meine Sorge beim Radfahren galt immer der Frage, ob ich es alleine schaffen würde, unterwegs einen platten Reifen zu flicken, bzw. den Schlauch auszuwechseln. Mit einer gebrochenen Speiche bin ich in all den Jahren noch nie konfrontiert worden. Immerhin bin ich glimpflich davongekommen. Aber einmal mehr frage ich mich: Was hätte mein Mann in dieser Situation gemacht?

Und was hättet ihr in so einem Fall unternommen?

DSC01864

Was soll ich tun?

Es gibt Vieles, das ich an diesem prächtigen Frühlingstag hätte tun können.

  • Eine Wanderung unternehmen.
    Habe ich gestern gemacht.
  • Mich in einem Gartencenter von der Fülle und Blütenpracht inspirieren lassen.
    Muss noch warten. Und an einem Samstag tue ich mir das ohnehin nicht an.
  • Fenster putzen.
    Muss auch noch warten. Es soll ja nicht gut sein, wenn man die Scheiben bei Sonnenschein putzt.
  • Meine neue Fotokamera ausprobieren.
    Muss auch warten. Nicht so lange wie die dreckigen Scheiben, aber dennoch…
  • Mit einem Glas Prosecco auf das schöne Wetter anstossen.
    Das Glas steht unmittelbar neben dem Notebook.
  • Skifahren.
    Ist in der Pipeline.
  • Radfahren.
    Ähm… soll ich wirklich?

Genau Letzteres habe ich heute gemacht. Es hat mich etwas Überwindung gekostet. Nach fast zwei Jahren Abstinenz habe ich mich in einem symbolträchtigen Akt aufs Rennrad geschwungen. Symbolträchtig deshalb, weil ich für mich zuerst herausfinden will, ob das Hobby, das ich mit meinem Mann geteilt habe, auch mein Hobby bleibt. Früher war das Fahrrad für mich nur Transportmittel. Erst durch meinen Mann habe ich es als Sportgerät kennengelernt. Er, der selber von einem ehemaligen Veloprofi und mehrfachen Tour-de-France-Teilnehmer in die Geheimnisse des Radsports eingeweiht wurde, hatte mich sachte an das neue Hobby herangeführt. Mehr als zwei Jahrzehnte lang haben wir gemeinsam Radtouren unternommen. Sind über hohe Alpenpässe, entlang  von tiefen Schluchten, über Hochebenen und Küstenstrassen gefahren. Entlang von Rebbergen, Olivenplantagen, Wasserfällen und den verhassten Rapsfeldern.

Es wird nie mehr sein wie früher. Aber der Fahrtwind um die Ohren hat sich heute gar nicht so schlecht angefühlt.

DSC09492

Hurra, wir haben’s endlich geschafft!

Endlich.

Endlich!

Nach einer gefühlten Ewigkeit,
und nachdem offenbar gar nix anderes mehr in den Zeitungen stand und am Fernsehen kam,
ist diese Fussball-EM endlich entschieden.

Ich trauere ihr keine Träne nach. Fussball interessiert mich hinten und vorne nicht. Immerhin konnte ich mich ab und zu davonschleichen, wenn der Mitbewohner vor der Glotze sass (das tat er in den vergangenen Wochen ausgiebig), und mich meinem Blog widmen.

Es ist mir  piepegal, wer gestern Abend Europameister geworden ist. Okay, vielleicht hätte ich mich für das Resultat interessiert, wenn unsere Jungs im Final gestanden wären. Aber selbst dann wären wir gestern Abend nicht vor der Glotze gesessen. Wir waren nämlich bei Freunden eingeladen. Und im dortigen Haushalt wird (meines Wissens zumindest seitens der Köchin) auch nicht viel von Fussball gehalten. Ich musste also nicht damit rechnen, in ein Semi-Public Viewing zu geraten.

Dabei bin ich nicht grundsätzlich gegen Sport am Fernsehen. Ski- und Langlaufrennen beispielsweise sehe ich mir zusammen mit meinem innig geliebten Mitbewohner gerne an. Allerdings ist nicht gerade die Zeit dazu. Ganz im Gegensatz zum berühmtesten Radrennen der Welt, der Tour de France, das momentan ausgetragen wird. Interessant zum zuschauen ist es besonders dann, wenn der Rennkurs durch Regionen führt, die wir mit dem Wohnmobil bereist haben. Noch interessanter, wenn die Gümmeler über Pässe fahren, die der Mitbewohner und ich auch mit dem Rennvelo gemacht haben. Das ist zwar ein paar Jährchen her, aber die Erinnerung daran können wir an der diesjährigen Tour de France einmal mehr auffrischen.

DSC05971

Wie dieses Jahr war der Pyrenäen-Ort Bagnères de Luchon auch 2010 Etappenort der Tour de France. Als wir zwei Monate später dort durchkamen, war das Rathaus noch immer geschmückt.

Die teuerste Schoggi der Welt

Eigentlich würde ich jetzt lieber nicht am PC sitzen und diesen Blog schreiben. Viel lieber wäre ich jetzt am wandern. Über Felder und Wiesen. Auf einen Berg mit toller Aussicht. Am Waldrand entlang. Einem gurgelnden Bächlein folgen. Unterwegs Blumen bestaunen, dem Vogelgezwitscher zuhören, unvermittelt stehen bleiben, in der Hoffnung, das Reh noch etwas länger betrachten zu können.

Die Realität sieht leider anders aus. Nach den ergiebigen Niederschlägen sind viele Wege patschnass. Seen und Flüsse treten über die Ufer. Aus den Hängen läuft das Wasser. Dennoch beschäftige ich mich dieser Tage intensiv mit möglichen Wanderungen. Schliesslich will ich gewappnet sein, wenn’s denn endlich losgehen kann!

Eine der Wanderungen, die ich schon lange gerne machen möchte, führt dem Doubs entlang. Der über weite Strecken unverbaute Fluss bildet über viele Kilometer die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Allerdings ist die Zeit für die Doubs-Wanderung in meinen Augen schon abgelaufen. Es wäre eine typische Frühlings-Tour gewesen. Und eine mehrtägige dazu.

Immerhin, beim Planen ist mir eine Episode in den Sinn gekommen, die ich hier gerne zu besten geben möchte. Sie ereignete sich zu einer Zeit, da waren mein innig geliebter Mitbewohner und ich noch richtig gut im Saft. Wir unternahmen eine Radtour im Jura, die uns mehrmals am Doubs vorbei führte. Das letzte Mal, als wir in Goumois die Grenze von der Franche Comté zurück ins Heimatland überschritten.

Unsere über 100 km lange Velotour durch die ländliche Region mit guten Strassen und wenig Verkehr hatte einen Haken: Es gab nur wenig Einkehrmöglichkeiten am Wege. Und diese passierten wir allesamt zur Unzeit. Wohl hatten wir eine Zwischenverpflegung in Form eines Sandwichs dabei gehabt, aber diese Kalorien waren längst verbrannt, als wir im Grenzort einfuhren. Der Mitbewohner verkündete, er habe ein zu grosses Loch im Bauch, als dass er noch die anstehenden 500 Höhenmeter rauf nach Saignelégier bewältigen könne, wo unser Wohnmobil auf uns wartete. Er müsse unbedingt etwas essen. Und zwar sofort. Zugegeben, mein Magen war noch nicht am reklamieren, aber ob ich den Anstieg ohne Hungerast bewältigt hätte, weiss ich bis heute nicht.

Es war Mitte Nachmittag. Kein Restaurant offen und wenn, dann dessen Küche geschlossen. Das Knurren des Mitbewohners Magens übertönte das Rauschen des Flusses. Es musste etwas geschehen, wollten wir nicht in Goumois versauern.

Unsere Rettung war ein Souvenir-Laden. Ein solches Etablissement würden wir sonst mit schnöden Worten abtun. Aber dort wurde zumindest etwas Essbares verkauft. Vielleicht nicht gerade die ideale Sportler-Nahrung, aber immerhin etwas, das den Magen beschäftigte. So kauften wir eine Tafel Ragusa und setzten uns auf ein Bänklein am Ufer mit Blick auf die rauschenden Wasser. Mit diesem traumhaften Anblick verdrückten wir die lebensrettenden Kalorien. Die Tatsache, dass wir im Supermarkt für diese Schoggi nur einen Viertel des Preises bezahlt hätten, spielte in dem Moment keine Rolle mehr.

ragusaa

Und irgendwann werde ich wiederkommen. Mit Wanderschuhen statt Rennvelo. Mir das Bänklein anschauen und auf dieser Route dem Doubs entlang wandern.

Humor auf zwei Rädern

Das Bild, das sich meinem innig geliebten Mitbewohner und mir gestern auf der Tour mit dem Rennrad bot, war typisch. Sowas von typisch. Wir radelten auf ein Paar mittleren Alters zu. Er auf einem spartanisch ausgerüsteten, nichts desto trotz sackteuren Fahrrad, das seine sportlichen Ambitionen verriet, sie auf einem Drahtesel mit dem vollen Programm: Schutzblech, Licht, Speichenschutz und – für sie wahrscheinlich das Wichtigste – das Postichörbli (Einkaufskorb) auf dem Gepäckträger.

Als wir das ungleiche Gespann überholten, konnte ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen. „De Migros hätt aber hütt zue.“ Etwas deutscher: Der Supermarkt hat heute geschlossen. Sie richtete ihren etwas fragenden Blick auf mich und nickte zaghaft.

Nun ist es ja mit dem Humor so eine Sache. Ich selber attestiere mir eine gehörige Portion Humor. Ich mag schrägen, schwarzen, skurrilen, fadengeraden Humor.

Aber wie kommt mein Humor an? Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt, der von sich behauptet hätte, er sei humorlos. In diesen Unterhaltungskeller will sich niemand manövrieren. Mein Freundeskreis besteht nur aus Leuten, die über eine gesunde Portion Humor verfügen. Ich lache gerne und viel und mag mich in meinem Privatleben nicht mit trüben Tassen abgeben. Indes habe ich schon diverse Leute getroffen, die meinen Humor nicht verstanden haben. Oder solche, die ich – obschon sie selber das nicht so sehen – als humorlos bezeichnet habe.

Drum muss ich manchmal etwas nachhelfen, so auch der armen Velofahrerin am gestrigen Sonntag. Bevor wir ausser Hörweite waren, rief ich ihr deshalb noch zu: „Ich meine bloss wegen Ihrem Postichörbli.“

„Ach so“, langsam erhellte sich ihre Miene und sie begann in mein Lachen einzufallen. „Es ist halt angeschraubt.“

Aha, die Schrauben waren also Schuld. Die Schrauben schweizerischer Gründlichkeit und Vorsicht.

Im Land der 1000 Seen

Nein, sie ist bei uns nicht so wirklich bekannt, die Mecklenburgische Seenplatte im Nordosten Deutschlands. Die Landschaft ist so gänzlich anders als zu Hause. Viel Wasser, angeblich deren 1000 Seen (ich hab sie nicht nachgezählt), grosse Anbauflächen mit Getreide, viele sumpfige Brachflächen, alles tätschflach.

Mein innig geliebter Mitbewohner und ich waren letztes Jahr schon hier und beeindruckt von den Wasserwegen. Von dieser Region aus kann man nämlich mit Haus- und Motorbooten kreuz und quer durch die Gegend schippern. Sie ist durch zahlreiche Schleusen verbunden mit Berlin, Hamburg, der Ostsee. Also eigentlich mit der ganzen Welt. Heute haben wir beispielsweise mit einem Rheinländer gesprochen, der jeden Sommer mehrere Monate mit seinem Motorboot unterwegs ist.

Und was machen wir Landratten hier? Mit dem Kanu durch die Gegend paddeln? Mit einem schwimmenden Gartenhäuschen die Seen abklappern? Nein, wir fahren Rad. Wasser ist für uns eigentlich nur zum anschauen da. Doch das mit dem Radfahren hat hier in der ehemaligen DDR so seine Tücken. Es gibt ein dichtes Netz an Radwegen, auch Radfernwegen. Diese aber sind für Rennräder nur bedingt geeignet. Man tut gut daran, sich nicht auf die ausgeschilderten Radwege zu verlassen, sondern einen gründlichen Blick in die Radkarte zu werfen, um nicht plötzlich auf einem Feldweg oder – viel schlimmer – auf original Mecklenburgischen Kopfsteinpflaster zu landen.

A propos Radwege: Hier entwickeln die Deutschen eine mitunter unverständliche Sturheit beim Benutzen der Radwege. Diese sind teilweise von miserabler Qualität, schittere Waldwege, zugewachsene Teerbänder. Da ziehen wir eine schwach befahrene Strasse vor. Was noch mehr irritiert: Hier wird auf den Gehsteigen gefahren. Das ist für uns umso ungewöhnlicher, als es in der Schweiz verboten ist.

Im Moment sind hier die Blaubeeren reif. Die Wälder sind voll davon. Leider lauert auch hinter jedem Heidelbeer-Stüdeli eine Zecke, was das Vergnügen etwas schmälert. Der Mitbewohner und ich haben für 2 x Dessert gesammelt. Im Anbetracht der Zeckendichte geben wir uns damit wohl zufrieden.

Velofahren macht alt

Herr und Frau Flohnmobil hatten das gemacht, was man heutzutage so macht, bevor man sich für eine Investition entscheidet: Man surft im Internet und informiert sich über das Angebot. In unserem Fall handelte es sich um einen Veloträger.

Wir wussten einigermassen, was wir wollten, als wir das Geschäft betraten und äusserten unseren Wunsch. „Das wird wohl für E-Bikes sein“, beeilte sich der ohnehin nicht sehr sympathisch wirkende Verkäufer zu fragen.

Ja du verbrännti Zeine! Hatte sich seit meinem letzten Blick in den Spiegel wirklich so viel verändert? Sehen wir wirklich schon sooo alt aus, dass man davon ausgehen muss, dass wir nur noch mit Hilfsmotörli einen Berg rauf zappeln können?

Lieber Herr Verkäufer, lassen Sie sich eines gesagt sein: Sollte es um unsere Fitness dereinst so schlimm stehen, gehen wir lieber nur noch zu Fuss. Und dann brauchen wir auch keinen Veloträger mehr. Jawohl!!!

Hilfe, mein Computer weigert sich mitzufahren!

Hätte man meinen Grossvater in seiner Jugendzeit gefragt, was es braucht zum Radfahren, hätte er mich den Fragesteller vermutlich zuerst entgeistert angeschaut und danach in einer Selbstverständlichkeit geknurrt:

„Na ein Velo natürlich, was denn sonst!“

Heute ist das ein kleines Bisschen anders. Nur wenige Leute brauchen ihr Zweirad noch, um von A nach B zu kommen. Ein Velo ist längst zum Sportgerät mutiert. Und damit man im 21. Jahrhundert Velofahren kann, braucht es

  • eine Radhose mit Einsatz
  •  ein farblich passendes Velohemd
  • Veloschuhe mit Klickpedalen
  • den passenden farblichen Übergang von den Veloschuhen zu den gestählten Waden in Form von kaum mehr über den Schuhrand herausragenden Söckchen
  • Handschuhe mit Geleinsatz für die verweichlichten Bürolistenfingerchen
  • einen Helm zwecks Schutz des Oberstübchens
  • je nach Robustheit der Augen eine Sonnenbrille

Habe ich etwas vergessen?

Und ob! Der moderne Mensch kommt auch auf dem Velo nicht mehr ohne Computer aus. Ich bilde da keine Ausnahme. Auf der letzten Radtour streikte mein Velocomputer. Und obschon ich wusste, dass er nichts mehr anzeigt, ertappte ich mich gefühlte 200 Mal innert drei Stunden, wie ich auf das Display schaute. Reine Gewohnheitssache so ein Computer also? Möchte man meinen, denn ich fahre ja keinen Hauch schneller, nur weil ich weiss, wie schnell ich fahre.

Ein kleiner Trost bleibt mir: Wenn bei meinem Velo mal der Computer nicht mehr tut, kann ich immerhin noch ausfahren. Probiert das mal bei einem neuzeitlichen Auto…