Wandern zwischen Himmel und Erde

Nach einer vierstündigen Fahrt quer durchs Land kommen wir in Grimentz an. Husch die Koffer im Hotel deponiert und schon geht es mit der Gondelbahn hoch nach Sorebois.

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Das Wetter ist okay um nicht zu sagen ideal zum wandern, doch mein besorgter Blick gilt in schöner Regelmässigkeit dem Radarbild. Wird es noch vier Stunden halten?

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Die erste halbe Stunde befinden wir uns noch im Bereich der Skipisten, dem entsprechend langweilig planiert ist auch das Gelände.

Das ändert sich schlagartig, als wir beim Col de Sorbois ins nächste Tal blicken können. Wow! Der kitschig türkisfarbene Stausee Lac de Moiry war mir gleichentags einen kurzen Blog-Beitrag wert.

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Die Wanderung auf dem Chemin 2500 ans Ende des Stausees begeistert mit ihren Blumenwiesen, der Aussicht und der Linienführung.

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Wir kommen trocken zurück ins Hotel. Erst in der Nacht beginnt es kräftig zu schütten, begleitet von Blitz und Donnern. Am nächsten Tag ist ein Alternativprogramm angesagt, die vorgesehene Wanderung würde niemandem Spass machen unter dem Regenschirm.

Wir schlendern zuerst durch das malerische Dorf Grimentz. Das tat ich übrigens im letzten Herbst schon einmal und beschloss damals, hier mal mehrere Tage zu verbringen. (-> Blogbeitrag).

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Obschon es von Anfang an regnet, beschliessen wir zu sechst, eine kurze Wanderung zu machen.

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Der Weg nach Vissoie auf der anderen Talseite ist auch bei Regenwetter gut zu begehen. An seinem Ende werden wir mit einer amächeligen Bäckerei/Café belohnt.

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Am dritten Tag können wir durchstarten. Nach einer Fahrt im vollgestopften Postauto (unsereins komfortabel im Sitzen) besteigen wir bei Chandolin die Sesselbahn nach Le Tsapé.

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Kaum sind wir oben, bleibt die Bahn – aus welchem Grund auch immer – für längere Zeit stehen. Wir möchten nicht tauschen mit all denen, die noch auf den Sesseln sitzen!

Obschon noch etwas Feuchtigkeit in der Luft hängt, sind wir auf Anhieb begeistert von den Ausblicken, die sich uns bieten.

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Der Weg – kurze Zeit noch im Bereich der Skipisten – schlängelt sich dem Hang entlang.

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Im Bereich der Standseilbahn von St. Luc nimmt die Personendichte rapide zu.

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Im historischen Hotel Weisshorn auf 2’337 m genehmigen wir uns eine Kaffeepause.

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Danach wird der Weg schmaler, abwechslungsreicher und noch aussichtsreicher.

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Nach 19 Kilometern, 5 1/2 Stunden und einem finalen Abstieg über mehrere hundert Höhenmeter mit glühenden Bremsmuskeln erreichen wir Zinal. Dort wird morgen auch der Zieleinlauf sein des berühmt-berüchtigten Bergrennens von Sierre nach Zinal. Wir haben schon mal vorgegriffen und sind über weite Strecken auf dieser Route gelaufen.

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Nach dieser herrlichen Wanderung, auf der ich vor Freude die ganze Welt hätte umarmen können, hätte ich nicht gedacht, dass noch eine Steigerung möglich ist. Weit gefehlt!

Am vierten und letzten Tag lassen wir uns von der Gondelbahn nach Bendolla fahren. Anfänglich geht es relativ flach auf einer Fahrstrasse immer knapp im Bereich der Waldgrenze entlang, dann wird der Weg schmaler und steigt an.

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Es ist nahezu wolkenlos. Was sind wir doch für Glückspilze, an so einem Prachtstag wandern zu können!

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Bei La Brinta beginnt der absolut begeisternde Abschnitt dem Grat entlang zum Roc d’Orzival.

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Blick zurück. Über weite Teile sind wir dem Grat von rechts her gefolgt.

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Es folgt der Abstieg, teilweise über Skipisten, zurück nach Bendolla.

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Wir machen eine regelrechte Ziellandung und huschen ohne jegliche Wartezeit in eine der Gondeln, die nur alle Stunden fahren.

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Nach vier erlebnisreichen Tagen machen wir uns – gesättigt von vielen Eindrücken – auf den langen Heimweg.

Danke allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft. Ihr seid eine so pflegeleichte Truppe, dass es eine wahre Freude ist, mehrtägige Touren zu organisieren. Bis bald!

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Mehr Infos und Bilder zu diesen vier Wandertagen im Val d’Anniviers gibt es HIER.

Walliser Ostern

Die Idee zu dieser Wanderung wurde im Januar geboren. Ein vorgängiges Fühler ausstrecken ergab, dass durchaus Interesse bestand, an Ostern einen Mehrtäger zu machen. Also legte ich los, plante, klärte ab und heraus kam Folgendes:

Am Karfreitag fahren wir mit dem Zug bis Martigny und folgen von dort zuerst dem Verlauf der Dranse und anschliessende der Rhone, bis wir auf die andere Talseite gelangen können.

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Dort geschieht das, was auch in den nächsten zwei Tagen mehrmals vorkommen wird: Ich schlage den falschen Weg ein.

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Dieser Umweg von einer guten Stunde erweist sich jedoch als sehr lohnend, kommen wir doch – was wir nicht ahnen konnten – einzig auf diesem Abschnitt in landwirtschaftlich ungenutztes Gebiet. Entsprechend vielfältiger ist die Flora.

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Mittagsrast inmitten von Orchideen – hoch über dem Rhonetal.

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Irgendwann fädeln wir doch noch in die vorgesehene Route ein. Was für eine grandiose Reben-Arena!

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Der Kastanienwald bei Fully mit seinen bis 300 Jahre alten Bäumen strahlt irgendwie Würde und Gelassenheit aus.

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In krassem Kontrast dazu stehen die Apfel-Plantagen, die kurz vor Erreichen unseres Tagesziels den Weg säumen.

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In La Sarvaz sind wir gut aufgehoben.

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Die Anlage besteht aus Campingplatz, einem etwas zu noblen Restaurant, Hotelzimmern und Massenlager. Die sauberen Sanitär-Anlagen teilt man sich mit dem Campingplatz-Gästen.

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Unser Achterschlag gleicht eher einem Möbellager mit seinen vier Etagenbetten, einem Tisch mit zwei Stühlen, einem offenen Regal (das wir in den Gang verbannen und dort unsere fein duftenden Schuhe hinstellen) und dem Schrank mit dem einen Kleiderbügel.

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Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf, der beim üppigen Frühstücksbuffet für viel Gesprächsstoff sorgt, machen wir uns auf den Weg nach Saillon. Der alte Ortskern über dem Rhonetal ist eine Perle.

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Was für ein Wetterglück wir doch haben! Kein Tropfen Regen ist angesagt, auch wenn es hier dringend wieder mal regnen müsste, damit die Natur in die Gänge kommt.

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Wie nicht anders zu erwarten war, bewegen wir uns meist in den Weinbergen. Mal auf asphaltierten Wegen, mal schlängelt sich ein schmaler Pfad mitten durch die Rebstöcke, mal wird der Weinberg in der Falllinie durchschnitten.

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Bei der Mittagsrast wird bereits Schatten zum Thema.

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Nach fast sieben Stunden reiner Wanderzeit erreichen wir Sion, unser nächstes Etappenziel.

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In der Jugendherberge stimmt das Verhältnis zwischen Unterkunft und Verpflegung. Einer geräuschvollen Nacht im Doppelzimmer steht nichts mehr im Wege.

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Am dritten Morgen fahren wir zwei Haltestellen weit mit dem Postauto und ersparen uns so den Marsch durch die Innenstadt von Sion.

Es fängt gut an. Der erste Abschnitt führt entlang der Bisse de Clavau und ist landschaftlich sehr lohnend.

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Bei St. Léonard wird der Weg wegen eines Erdrutsches über eine asphaltierte Strasse umgeleitet.

Solche Abschnitte sind am heutigen Tag leider eine Seltenheit.

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Bei Petit-Ollon drängt sich dieser lauschige Sitzplatz zum Verweilen auf.

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Endlich gibt’s Eiertütschis.

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Zu unserer freudigen Überraschung bringt uns die Frau, der dieser Platz offensichtlich gehört, nicht nur eine Karaffe Wasser, sondern auch eine Flasche Weisswein. Was für eine grosszügige Geste!

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Beinahe schon sinnbildlich für diese drei Tage: Der Blick auf Karte und Handy. Häufig stimmt die Beschilderung nicht mit der auf Schweiz Mobil eingezeichneten Route überein. Ich bin etwas genervt, würde ich mich doch gerne der Bequemlichkeit hingeben und den Wegweisern folgen.

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Nach viel zu vielen Asphalt-Kilometern erreichen wir bei Muraz die Standseilbahn, die Sierre mit Montana verbindet. Sie nimmt uns die letzten paar Höhenmeter Abstieg und einen weiteren Kilometer Hartbelag ab. Mit staubigen Schuhen und der Erinnerung an ein paar Hunderttausend Rebstöcke besteigen wir den Zug und treten die Heimreise an.

Fazit dieser Tour: Sie ist teilweise schlecht oder gar nicht markiert. Häufig stimmt die Markierung nicht mit der Strecke von Schweiz Mobil überein. Der grosse Anteil an Hartbelag ist nicht zu unterschätzen. Meine malträtierten Füsse werden jedenfalls die kommenden paar Tage keine Wanderschuhe aus der Nähe sehen.

Dennoch: Es hat einmal mehr Spass gemacht, in der Gruppe zu wandern. Auch wenn ich ab und zu in den Schilf raus gelaufen bin, so hoffe ich doch, dass sich mir auch für eine weitere mehrtägige Tour wieder so aufgestellte Wanderinnen und Wanderer anschliessen werden.

Weitere Infos und Fotos zur dreitägigen Osterwanderung unter diesem Link.

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Wasser und Wanderer

Die geplante viertägige Wanderung entlang dem Chemin des Bisses im Wallis fing mit einer Programmänderung an. Diese war dem Wetter geschuldet, hatte es doch am Vortag bis an die Waldgrenze geschneit und war auch an diesem Montag noch kühl, windig und insgesamt eher unfreundlich. So besichtigte unser siebenköpfiges Grüppchen zuerst den unterirdischen See bei St. Léonard. Ich ging davon aus, das wir dort drin den Regenschirm nicht benötigen würden. Und sollte Recht behalten.

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Wieder zurück am Tageslicht war eine Entscheidung vonnöten. Die ursprünglich vorgesehene Route ab Nendaz war aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich. Wir einigten uns darauf, in Veysonnaz einzufädeln und eine Zusatzschlaufe einzubauen, damit noch etwa drei Wanderstunden daraus würden.

Doch zuvor gab es an einem überaus lauschigen Ort Mittagspause, anschliessend einen Startkafi und endlich ging die Wanderei gegen 14.00 Uhr los.

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Wie man unserer Bekleidung entnehmen kann, war es ziemlich frisch, aber durchaus wanderbar.

Im Relais Mayens-de-Sion waren wir gut untergebracht und genossen ein feines Nachtessen.

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Der nächste Tag begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.

In Hérémence schockte mich/uns der Anblick dieser Kirche, die nach dem Erdbeben 1946 erstellt wurde.

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Drum herum gibt es aber eine ganze Ansammlung schmucker, typischer Walliser-Häuser.

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Nach Hérémence waren wir (völlig geplant) nur noch zu sechst unterwegs. Unterhalb des Dorfs lief die Tourenleiterin (ich!!!) mal wieder den falschen Wegzeichen nach. Vorteil 1) die Tour wurde etwa eine halbe Stunde kürzer. Vorteil 2) wir kamen näher an die Pyramiden von Euseigne heran. Nachteil: Schandfleck in meinem Reinheft, ansonsten mutmasslich keine Spätfolgen. Abgesehen von einem kurzen Stück auf der Strasse ist der Weg sehr schön zu begehen.

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Voilà: Die Pyramiden von Euseigne:

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Wir liessen nicht nur unsere Fantasie, sondern auch unsere Muskeln spielen.

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Im Café du Relais gab es eine Pause, aber leider keine Tartelettes au Citron.

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Dafür ist die Aussicht geradezu berauschend.

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Der Blick geht zurück nach Hérémence, wo die Beton-Kirche mitten im Dorf gut auszumachen ist.

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Er würde auch nach St. Martin reichen. Bis dorthin standen uns noch etwa 2 Stunden Wanderzeit mit einem 450 m langen Aufstieg bevor.

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Der weitere Verlauf des Wegs nervte mich ziemlich. Zu viel auf Asphalt der Strasse entlang! Das Ziel, Mase, erreichten wir über einen weiten Bogen zuhinterst in den Krachen.

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In Mase wollte sich ursprünglich der grössere Teil der Gruppe verabschieden und heim reisen. Zu meiner grossen Freude entschlossen sich Zwei, uns weiter zu begleiten.

Wir waren noch nicht ganz am Ende. Das letzte Teilstück nach Vernamiège liess wieder uneingeschränkte Wanderfreuden aufkommen.

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Und schon kommt das Dörfchen in Sicht. Wir waren im alten Pfarrhaus untergebracht.

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Das waren die ersten zwei von total vier Wandertagen.

Hier ein paar Links:

Routenbeschreibung Tag eins. Tag zwei.

Erste Übernachtung im Relais Mayens-de-Sion. Lasst euch nicht von der Nervosität der Website abschrecken! Die Zimmer sind ordentlich, die Bedienung freundlich, das Essen hervorragend.

Zweite Übernachtung im alten Pfarrhaus von Vernamiège, wo wir sehr nett empfangen wurden, obschon ich erst eine Stunde vor Ankunft meldete, dass wir uns auf wundersame Weise von zwei auf vier vermehrt hätten.

Weitere Fotos und Infos.

Danke an alle, die diese zwei Tage mit von der Partie waren. Wohl waren wir auf dem Chemin des Bisses unterwegs, aber allzu viel Wasser wurde uns nicht präsentiert.

Fortsetzung folgt HIER.

Über die Schwabbel-Brücke

Auch wenn beim Lesen des nachfolgenden Beitrags der Verdacht aufkeimen könnte, ich hätte mir zum Ziel gesetzt, sämtliche Hängebrücken dieses Landes zu begehen – dem ist nicht so. Dennoch habe ich gestern wiederum zwei dieser Schwabbel-Brücken überschritten.

Nach einer gefühlt ewig langen Fahrt in immer voller werdenden Zügen geht es endlich los.

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Nach wenigen Metern durch das urtümliche Walliser Dorf Randa sind wir ab der Zivilisation. Wenn auch alles andere als alleine unterwegs.

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Wir sind froh, dass der Aufstieg grösstenteils im Schatten verläuft.

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Das Weisshorn hatte ich weisser in Erinnerung. Ist aber auch schon mehr als drei Jahrzehnte her, dass ich es von so nahe gesehen habe.

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Nach rund 1 1/2 Stunden steilen Anstiegs kündigt sich uns die längste Fussgänger-Hängebrücke der Welt an. 494 m lang, 85 m über dem Boden, auf 2’080 m Höhe. Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

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Die Optik täuscht nicht, das Konstrukt hängt ziemlich durch.

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Zu unseren Füssen der Graben des so harmlos klingenden Dorfbächji.

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Diese beiden Steinschlag gefährdeten Runsen quert die Hängebrücke.

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Der Blick reicht bis runter ins Tal. Theoretisch fährt da soeben die rote Matterhorn-Gotthard-Bahn durch. Was von der Brücke aus mit blossem Auge auszumachen war, ist auf dem Bild nur unter dem Mikroskop sichtbar.

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Kreuzen auf der Brücke geht gerade so.

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Von hier aus könnte man wieder nach Randa absteigen. Wir wählen die längere Schlaufe und gehen noch hoch zur sympathischen Europa-Hütte. Dort erwarten uns nebst einem traumhaften Panorama (auf dem Weg dorthin liess sich kurz mal ein Drittel des Matterhorns blicken) traumhaft gute Kuchen  und ein perfekter Kaffee.

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Andere Berge, andere Blumen.

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Solche Wege liebe ich. Darauf könnte ich tagelang wandern.

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Überhaupt befinden wir uns hier auf dem Europa-Weg, der in zwei Etappen von Grächen nach Zermatt führt. Den muss ich mir mal vornehmen. Wer kommt mit?

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Diese Hängebrücke begehen wir nur noch als Dreingabe, denn unser Weg führt unmittelbar davor wieder zurück ins Tal.

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Andere Leute gehen dieses Wochenende ans Albani-Fest und erkaufen sich für viel Geld ihr Vergnügen. Mir macht die Begehung dieser zugegeben sehr wackeligen Brücke mehr Spass als irgend eine Chilbi.

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Dafür graut mir nun vor den 1’000 Höhenmetern Abstieg.

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Dank gemächlichem Tempo, trockenen Verhältnissen und sorgsamen Schritten stellt sich der Abstieg in dieser wilden Szenerie aber als nicht so schlimm heraus.

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Wattebäuschchen in verschiedenen Stadien.

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Ich bin begeistert von diesem Alpenrosen-Lärchen-Wald.

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Solche verschlungene Strukturen beherrscht nur die Natur.

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Auch das bringt nur die Natur fertig: Der gigantische Schuttkegel des Bergsturzes von 1991, in dessen Folge das halbe Dorf unter Wasser stand.

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Nochmals der Blick hoch. Ich möchte betonen, dass wir über die Hängebrücke, nicht die Hochspannungs-Leitung gelaufen sind.

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Als Zückerchen dieser wunderprächtigen Wanderung dürfen wir in einem hochmodernen Zugswaggon ins brütend heisse Visp fahren.

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War das wieder ein toller Wandertag!

Vielen Dank an Beat für die Idee, Organisation und Durchführung dieser Wanderung und allen Mitwanderern ein herzliches Dankeschön für die tolle Kameradschaft.

Mehr Bilder und Infos gibt es HIER nachzulesen.

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Auf schwindelerregenden Pfaden

Im Wallis heissen sie “Suonen”, der deutsche Begriff lautet gänzlich nüchtern “Wasserleiten” und auf französisch sind sie “Bisses”. Egal wie man sie nennt, die heute noch bestehenden Bisses sind Garant für tolle, teils sogar spektakuläre Wanderungen. Erstellt wurden die Wahrzeichen der Walliser Landschaft ab dem 13. Jahrhundert, um das Wasser aus den Seitentälern ins niederschlagsarme Haupttal zu leiten.

Schon lange wollte ich mal so eine Suonen-Wanderung machen. Leider liegt das Wallis nicht gerade vor meiner Haustüre, so dass es bis anhin nie dazu gekommen ist. Das hat sich gestern geändert. Ausgangspunkt für meine Premiere war St. Léonard. Sollte man es nicht schon während der Anfahrt bemerkt haben, so weist einem spätestens dieses Schild darauf hin, dass wir mitten im Walliser Weinbaugebiet sind.

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Durch dieses Weinbaugebiet führt auch der Anfang der Wanderung.

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Die Trauben sind zwar grösstenteils schon gelesen, doch die Winzer haben für mich noch ein Trauben-Blüemli stehen gelassen.

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Und endlich die erste Suone. Leider trockengelegt, da die Rebstöcke an den Flanken des Tales Mitte Oktober offenbar nicht mehr bewässert werden.

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Die Spannung steigt! Bald sollte der spektakulärste, ausgesetzte Teil der Bisse de Sillonin folgen. Der Automobilist tut gut daran, das Fahrverbotsschild zu beachten.

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Spätestens hier wird klar: Das ist ein reiner Fussweg.

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Ich flippe aus! So wunderbar ausgesetzt. Ich will jetzt ja nicht überheblich sein, aber für mich als ehemalige Klettergeiss sind solche Strecken der reinste Spaziergang.

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Das Filetstück der Strecke, die übrigens durchgehend mit soliden Seilen oder Geländern versehen ist.

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Wir sind alle kurzärmlig unterwegs, die ganz Mutigen zeigen sogar Bein. Nach einer längeren Strecke am Schatten sind wir aber alle froh, wieder die Sonne zu sehen.

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Am Wald, so scheint es mir, wird grad nur noch so viel gemacht, dass der Weg begehbar bleibt. Viel dürres Holz liegt ungenutzt herum. Vor wenigen Jahrzehnten noch hätte man das gesammelt und damit den Ofen beheizt.

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Und dann, am oberen Teil der Grand Bisse de Lens, doch noch die eine oder andere Pfütze. Aber auch hier fliesst kein Wasser mehr.

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Am Lac Louché in Lens gibt es Mittagshalt vor verschwenderischem Panorama, bevor wir uns “Chez Valérie et Karin” ein Dessert genehmigen.

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Lens ist der Wendepunkt unserer Wanderung. Nun geht es wieder runter ins Tal. Wir folgen der Grand Bisse de Lens.

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Und wieder beginnt mein Herz vor Freude zu hüpfen.

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Viel zu schnell sind die spektakulären Abschnitte hinter uns. Von mir aus könnte es noch lange so weitergehen.

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Nach einem steilen Abstieg durch den knochentrockenen Wald sind wir wieder zurück in den Weinbergen.

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Seit jeher haben mich die geometrischen Strukturen, die die Rebstöcke einer Landschaft verleihen, fasziniert.

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Die alten Rebstöcke wetteifern um die  skurrilste Form.

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Und schon bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt.

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Rund viereinhalb Stunden sind wir gewandert. Haben geschwitzt, gekeucht, gelacht, uns gefreut an den prächtigen Herbstfarben, dem bombastischen Panorama.

Vielen Dank an Barbara für die gute Idee und Durchführung der Wanderung und ein herzliches Dankeschön an alle Mitwanderer für die tolle Kameradschaft.

Mehr Informationen und eine weitere Auswahl der mehreren hundert Fotos, die unterwegs geschossen wurden, gibt es hier.

Wer mehr über Suonen wissen will, dem sei diese Website wärmstens empfohlen. Hier gibt es nicht nur Informationen über die Geschichte der Wasserkännel, sondern auch zahlreiche Wandervorschläge. Ich sage nur: Da wartet noch viel Arbeit.

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Ovronnaz im Rückblick

Ich muss noch ein paar Worte verlieren zu Ovronnaz, diesem Ort im Unterwallis, in dem wir 10 Tage Ferien verbracht haben. Selbst mit den modernen Mitteln wie Google Earth, Websites, Webcams und dergleichen kann man sich im voraus kein schlüssiges Bild über die auserwählte Destination machen. So stand auch uns die eine oder andere Überraschung bevor.

Ovronnaz liegt auf einer Höhe von 1’200 bis 1’360 m, hoch über dem unteren Rhonetal. Im Bild hier im Vordergrund zu sehen. Das Dorf, das zur Gemeinde Leytron gehört, verteilt sich über einen ganzen Hang. Entsprechend geht es im Ort nur bergauf oder bergab. Das hat unter anderem Einfluss auf die Bauten, die häufig nicht auf annähernd ebener Fläche stehen und vielfach über kriminell steile Zufahrten verfügen. Im Winter möchte ich hier nicht wohnen, auch nicht als Tourist!

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Die Zufahrtstrasse aus dem Tal ist von unterschiedlicher Güte. Gezählt habe ich sie nicht, aber es dürften über 20 Spitzkehren sein, auf denen man sich – anfänglich noch in den Rebhängen – hocharbeitet. Einen alten Ortskern sucht man vergebens. Die paar Läden, die Post das Tourismusbüro und einige Restaurants stehen dennoch relativ nahe beisammen.

Es hat zwar einige Lifte für den Skibetrieb im Winter, die Hauptattraktion von Ovronnaz aber ist das  Thermalbad. Darüber habe ich bereits im letzten Beitrag einige Worte verloren.

Wandern ist insbesondere dann interessant, wenn man sich für vergleichsweise günstige 45 Franken einen 6-Tages-Pass kauft und die Wanderungen bei der Bergstation startet.

Bergbauern sucht man in Ovronnaz vergebens. Die meisten Alpen werden nicht mehr bestossen. Teilweise liegt es daran, weil aufgrund der Trinkwasserfassungen keine Viehwirtschaft mehr erlaubt ist. Der wesentlichere Grund aber dürfte sein, dass mit Touristen schlicht und ergreifend mehr Geld zu verdienen ist als mit Kühen und Schafen.

Die Königs-Etappe

Schon als ich mir daheim die Wanderkarte angeschaut hatte, beschloss ich: Diese Wanderung müssen wir machen! Als dann im Wanderprospektchen von Ovronnaz die besagte Wanderung auch noch als “notre coup de coeur” (unsere Lieblingstour) angepriesen wurde, war der Fall sonnenklar.

Ausgangspunkt für die lohnende Unternehmung ist einmal mehr die Bergstation der Jorasse-Sesselbahn auf 1’939 m. Von dort ist die Tour du Grand Chavalard als 6-stündige Runde angegeben. Unser Weg führt uns über Petit Pré zu Euloi, einer Hochebene, wo Trinkwasser gefasst wird. Hier kommt uns eine junge Frau entgegen, die an ihren sonst schon grossen Rucksack einen Geigenkasten geschnallt hat. Was es nicht alles gibt!

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Es folgt der Aufstieg zum Col de Fenestral, mit 2’453 m der höchste Punkt der Wanderung.

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Dort erwartet uns ein umwerfendes Panorama rüber zum Mont Blanc und das Trient-Massiv. Im Vordergrund die Cabane Fenestral, die Übernachtungsmöglichkeiten und einfache Verpflegung anbietet. Unten der obere Lac de Fully.

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Ein tolles Panorama begleitet uns auf dem weiteren Weg. Zuerst gehts auf gutem Weg runter zum unteren Lac de Fully, dann steigt es wieder an. Nicht steil, dafür umso imposanter.

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Der steilen Flanke des Grand Chavalard entlang führt der breite Weg, der relativ häufig begangen wird. Über 1’600 m tiefer liegt das Rhonetal im leichten Dunst.

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Was für eine Wegführung – der füdliblutte Wahnsinn!

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Da lacht mein Wandererherz, während das Auge einen Blick  zurück wirft.

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Im letzten Abschnitt zurück nach Petit Pré wird’s nochmals etwas ruppiger. Wie immer bei längeren Wanderungen schleicht sich allmählich eine gewisse Sättigung ein. Vom Durst gar nicht zu sprechen. Diesen löschen wir in der Gite de Lui d’Août.

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Mitsamt aller Pausen sind wir sechs Stunden später wieder beim Sessellift und sind ganz froh, dass wir mit mechanischer Unterstützung zu Tale schweben können und die Höhenmeter runter nach Ovronnaz nicht auch noch zu Fuss machen müssen.

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Eine absolut empfehlenswerte Wanderung. 15 km Wegstrecke, knapp 1’000 Höhenmeter, reine Laufzeit 5 1/4 Stunden.

Weitere Infos zu dieser Wanderung gibt’s hier: http://www.wandersite.ch/Tageswanderung/620_Unterwallis.html

 

Die Schokolade-Kuh

Ihr kenne sicher alle diese lilafarbene Kuh, die von der Milka-Schokolade.

Schon lange habe ich mir die Frage gestellt, welcher Kuh wir wohl die schwarze Schoggi zu verdanken haben. Die Erleuchtung erfolgte vor kurzem, als ich im Wallis beim Wandern an einer Kuhherde vorbeikam.

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Logo, die Milch muss von den schwarzen Eringer-Kühen stammen, dieser kampflustigen, stämmigen Rinderrasse, die so typisch fürs Wallis ist.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden….?

Auf dem Weg der tausend Blumen

Ich bin euch noch schuldig, wo ich das horizonterweiternde Bild vom gestrigen Beitrag geschossen habe. Kenner wie Werner haben das breite Tal sicher erkannt. Allen anderen sei geflüstert: Es ist das Wallis.

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Unsere prächtige Panorama-Wanderung führte uns auf dem Sentier botanique Mille Fleurs bei Ovronnaz auf den äussersten Punkt, den Grand Garde, von dem aus wir nahezu 2’000 Meter tiefer ins breite Tal der Rhone blicken konnten.

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Die Blumenvielfalt war trotz fortgeschrittenem Sommer immens und immens beeindruckend. Beinahe noch beeindruckender waren all die stattlichen und zum Teil uralten Lärchen. Genauso wie die Lärchenleichen, die uns fast auf dem ganzen Weg begleiteten. Bzw. wir an ihnen vorbei wanderten, um bei der Wahrheit zu bleiben.

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Wahrlich ein gelungener Einstieg, um endlich mal im Wallis auf Wanderschaft zu gehen.