Henne mit Rucksack

Es war fast so etwas wie ein Novum. Jedenfalls für mich und in dieser Gruppe, die sonst überwiegend vom weiblichen Geschlecht bestückt wird. Ich als einzige Frau mit vier Wanderern unterwegs. Henne im Korb.

G a c k e r !

Dennoch trug mich niemand auf Händen. Und es ermahnte mich am Morgen auch niemand, meinen Fotoapparat einzustecken. So kommt es, dass dieser Blog-Beitrag nur mit Handy-Fotos oder Fotos Provenienz “Fremde Federn”  bestückt ist.

G a c k e r !

Das ist unser Ziel: Der Roggenstock. Während unten im Tal noch Nebel liegt, fahren wir mit der Luftseilbahn Weglosen-Seebli dem tiefblauen Himmel entgegen.

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Während wir nach gut einer Stunde Aufstieg vom Gipfel aus das umwerfende Panorama bewundern können

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kann sich unten im Tal der Nebel noch nicht so richtig entscheiden, ob er vor- oder zurückrücken will.

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Diese zwei Bilder habe ich innert 10 Minuten aufgenommen.

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Unser Weg dagegen ist klar: Runter vom Gipfel, diesen im Gegenuhrzeigersinn umrunden und den kulinarischen Höhepunkt anstreben.

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Damit ist allerdings nicht das Picknick gemeint,

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sondern das im Bergbeizli Adlerhorst in Aussicht gestellte Angebot an Kuchen. Der Kürbis-Pie wird nicht nur sehr ansprechend serviert, er schmeckt auch hervorragend.

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Die Altherren-Runde sitzt zufrieden vor ihrem kulinarischen Hochgenuss.

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Von nun an geht es nur noch relativ gemütlich bergab nach Oberiberg.

Für eine kurze Show-Einlage sorgt ein Hase, der in einem Affenzahn über diese abgemähte Wiese hoppelt. Bergauf, wohlbemerkt!

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Als allerletzte Herausforderung müssen wir unmittelbar vor der Postauto-Haltestelle eine tropfnasse Treppe aus schmierigen, zum Teil abschüssigen Eisenbahn-Schwellen hinunter steigen. Wo die Sonne nicht mehr hingelangt, bleibt es trotz ausbleibendem Regen dauerhaft feucht. Wir gehen wie auf Eiern. Damit ist auf wunderbare Weise, wenn auch mit flohnmobilschem Humor-Verständnis und deshalb nicht für Alle nachvollziehbar, der Bogen zum Anfang gespannt.

G a c k e r !

Vielen Dank an Beat für die Organisation und Durchführung der Tour und allen Güggeln für den friedlichen Tag.

G a c k e r !

Das volle Sortiment an Fotos dieser schönen Herbstwanderung und weitere Infos finden sich HIER.

Karte

Ausgepfiffen

Kaum der achtplätzigen Luftseilbahn Emmetten – Niederbauen entstiegen, hat Frau Flohnmobil schon eine neue Frisur. Der Föhn pfeift unserem heute sehr übersichtlichen Wandergrüppchen ganz schön um die Ohren.

Der einstündige Aufstieg auf den Niederbauen Kulm verläuft fast ausschliesslich im Gegenwind. Kaum zu glauben, dass es auf dem Gipfel nahezu windstill ist. Was für eine Aussicht!

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Nach ausgiebiger Rast und Umeluege machen wir uns an den Abstieg. Der Niederbauen Chulm ist zwar der Höhepunkt, jedoch erst das Zwischenziel des Tages.

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Etwas nervig im Abstieg sind die demontierten Stacheldrähte. Stets drei neben einander liegen mitten auf dem Weg! Natürlich bringe ich den Älplern Verständnis entgegen, dass sie diese Arbeit nicht erst machen können, wenn der hinterletzte Wanderer vom Berg verschwunden ist.

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Der weitere Weg verläuft mal in der Sonne, mal im Schatten. Es aussichtet gewaltig!

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Blick zurück zum Niederbauen Chulm.

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Der zunehmende Gegenverkehr an Wanderern könnte zwei Gründe haben, a) da ist irgendwo ein Nest oder b) eine Bergbahn.

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Auf der Wanderer-Autobahn kommt man uns mit Kinderwägen, Turnschuhen, Handtäschli, Kind und Kegel entgegen.

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Wir haben es bald geschafft.

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Die Klewenalp kommt in Sicht.

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Plötzlich geht alles rassig. Kaum haben wir die Bergstation der Luftseilbahn erreicht, schweben wir schon zu Tale. In Beckenried stehen wir vor der Wahl: mit Postauto und Bahn nach Luzern oder mit dem Schiff. Ersteres scheint weniger kompliziert. Schlanke Anschlüsse in Stans, Luzern und Zürich, dafür ein Kafi ohne Aussicht, bescheren uns eine rekordverdächtig frühe Heimkehr aus der Innerschweiz.

Danke, Beat, für diese gelungene Herbstwanderung.

Mehr Infos und Fotos gibt es HIER.

Karte

Auf einem der vielen roten Hörner

Es gibt Rothörner, die kann man bequem mit der Bahn erreichen. Das Brienzer Rothorn (2’350 m) beispielsweise. Ebenso das Parpaner Rothorn (2’899 m). Dann gibt es das Zinal Rothorn (4’221 m), das ich vor wenigen Tagen in natura, wenn auch nur aus der Ferne, sah. Und dann gibt es Rothörner, von denen weiss ich nichts. Gestern habe ich so einen roten Hoger bestiegen, von dem ich bis vor kurzem noch nicht mal wusste, dass es ihn gibt.

In Sigriswil ist erst Zwischenstation. Noch wartet eine weitere kurze Postauto-Fahrt, bevor wir den Gipfelsturm aufs Sigriswiler Rothorn (2’051 m) in Angriff nehmen können.

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Der grösste Teil des Anstiegs liegt der Weg im Schatten. Wir sehen den ganzen Sigriswiler Grat, doch wo führt der Weg durch? Welches ist der Gipfel?

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Blick über den unteren Thunersee. Mit Niesen und Stockhorn sehen wir grad zwei Gipfel, auf denen wir innerhalb der letzten 12 Monate waren. Und weiter hinten waren wir dieses Jahr auch mehrmals.

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Das gesamte Mittelland liegt unter einer Nebeldecke.

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Wir kämpfen uns im steilen Gelände bergan.

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Die Landesverteidigung war schon vor uns zur Stelle.

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Wow, solche Wege mag ich!

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Endlich an der Sonne!

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Föhnwalze über dem Berner Oberland. Sie ist uns den ganzen Tag erhalten geblieben.

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Der weitere Wegverlauf ist ganz nach meinem Geschmack.

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Was für ein umwerfend schönes Panorama!

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Die letzten Meter vor dem Gipfel.

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Dies ist der ultimative Beweis, dass man den Gipfel von Sigriswil aus nicht sehen kann, denn wir sehen den Ort vom Gipfel aus auch nicht.

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Der Gipfel-Gueni.

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Frau Flohnmobil übt mal wieder mit PeakFinder.

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Und das ist dabei rausgekommen:

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Uns stehen 1’300 Höhenmeter Abstieg in unterschiedlich anspruchsvollem Gelände bevor.

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Ich hab sie erwischt: Die einzige Wolke am Himmel!!!

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Auf den letzten Metern runter nach Sigriswil.

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Eine prächtige Herbstwanderung! Vielen Dank, Barbara, für die tolle Idee und die Durchführung dieser Wanderung.

Etwas getrübt wird der Genuss auf dem Heimweg. Der Bus von Sigriswil nach Thun bleibt im Stau stecken (was wohl dem Normalfall entspricht), und wir verpassen den anvisierten Zug um mehr als 20 Minuten. Zusätzlich hat der Zug in Zürich einige Minuten Verspätung, sodass ich erneut fast eine halbe Stunde auf meine S-Bahn warten muss.

Mehr Fotos und Informationen zur Wanderung gibt es unter diesem Link.

Karte

Mehr Wasser und weniger Wanderer

Dies ist die Fortsetzung unserer Wanderung auf dem Chemin des Bisses vom 1. bis 4. Oktober.

Hier der morgendliche Blick aus dem alten Pfarrhaus, wo wir übernachtet haben:

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Es ist so kalt am Morgen, dass ich doch tatsächlich für eine knappe halbe Stunde meine dünnen Handschuhe anziehe.

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Spätestens nach dem Besuch in der Bäckerei von Nax wird es uns Allen warm ums Herz.

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Ab Nax verläuft der Weg wieder grösstenteils im Schatten. Von einer Bisse ist weit und breit nichts zu sehen.

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An Aussicht fehlt es nicht.

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Ein Versuch mit Peak Finder.

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Der Blick zurück aus dem tief eingeschnittenen Val de Réchy.

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Nach einem steilen Aufstieg, grösstenteils in der Diretissima, erreichen wir

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die Alpage de La Lé.

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Hier, zuhinterst im Tal, wird die Bisse de Vercorin gefasst.

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Endlich mal eine Bisse, die Wasser führt!

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Mal gurgelnd als nahezu natürliches Bächlein,

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auf kurzen Strecken eingedolt geführt,

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mit Schiebern, um das Wasser abzuleiten,

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als schnell fliessendes Gewässer in Metall-Kanälen.

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Die Bisse de Vercorin hat viele Gesichter und ist sehr unterhaltsam zu begehen.

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Am Ende erwartet uns das Glöckchen, dessen Geläut dem früheren Bisse-Wächter anzeigte, dass alles in Ordnung war.

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Vercorin kommt in Sicht. Noch wissen wir nicht, was uns im Hotel alles bevorsteht. Dieses Erlebnis ist mir einen eigenen Blog-Beitrag wert (hier nachzulesen).

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Auch das touristische Vercorin hat einen gut erhaltenen, alten Ortskern.

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Wir schätzen es, dass unser Weg am Morgen schon in der Sonne liegt.

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Bald wird sich herausstellen, dass die Bisse des Sarrasins seit ein paar Tagen (genauer seit 1830…) nicht mehr in Betrieb ist. Der Weg entlang der alten Bisse wurde vor wenigen Jahren wieder instand gestellt.

Was folgt, ist Wandergenuss der Sonderklasse!

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Hier oben ist etwas vom ganz alten Weg erhalten. Keine Panik, der heutige Weg führt unten durch.

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Insgesamt 17 Infotafeln vermitteln dem Wanderer Eindrücke der früheren Zeit.

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Und uf einisch wird’s besonders kurzweilig!

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Mit viel Gelächter robben wir unter dem Fels durch.

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Der Blick ins hintere Val d’Anniviers mit dem Zinal Rothorn. Was sind wir doch für Glückspilze, bei solchem Wetter in solch toller Umgebung wandern zu können!

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Der Unterhalt des Weges ist ein ewiges Werk. Die Treppe scheint ziemlich neu.

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Weit unterhalb von Pinsec befindet sich die alte Wasserfassung und damit der Anfang der seinerzeitigen Bisse.

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Nach einem schweisstreibenden Aufstieg gibt es Mittagspause und Tenue-Erleichterung.

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Unser Ziel ist noch immer zwei Stunden entfernt. Der Weg bleibt einigermassen abwechslungsreich.

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Entlang der Grand Bisse de St. Jean erreichen wir Grimentz.

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Von diesem Dorf hatte ich schon viel gehört, entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Grimentz verfügt über einen gut erhaltenen, schmucken Ortskern.

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Es gibt noch viel Arbeit. Val d’Anniviers, je reviendrai!

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Fazit dieser viertägigen Tour: Ich habe mich an der Routenführung von Schweiz Mobil orientiert. Da die dort vorgeschlagenen Tagesetappen etwas unausgeglichen sind (zwischen drei und acht Stunden!), habe ich mich bemüht, Etappen von etwa gleicher Länge zu planen. Wir haben rund zwei Drittel (64 km, 3’273 m Aufstieg, 3’015 m Abstieg) der Original-Route gewandert. Ich ging davon aus, dass man mehr entlang der alten Wasserwege wandert. Insgesamt ist es aber eine sehr lohnende Weitwanderung, auch wenn wir den Anfang aus organisatorischen Gründen ausgelassen hatten. Die letzte Etappe ist absolut sensationell!

Ich danke meinen drei Mitwanderern für die Kameradschaft und stets gute Stimmung, auch wenn es mal nicht so rund lief.

Hier noch der Link zur aufgezeichneten Route von Etappe drei und Etappe vier.

Der Anfang der Route mit der ersten und zweiten Etappe ist HIER beschrieben.

Ich habe noch ein paar sehr aufschlussreiche Informationen zur Bisse des Sarrasins gefunden. Malheuresement seulement en français.

Wasser und Wanderer

Die geplante viertägige Wanderung entlang dem Chemin des Bisses im Wallis fing mit einer Programmänderung an. Diese war dem Wetter geschuldet, hatte es doch am Vortag bis an die Waldgrenze geschneit und war auch an diesem Montag noch kühl, windig und insgesamt eher unfreundlich. So besichtigte unser siebenköpfiges Grüppchen zuerst den unterirdischen See bei St. Léonard. Ich ging davon aus, das wir dort drin den Regenschirm nicht benötigen würden. Und sollte Recht behalten.

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Wieder zurück am Tageslicht war eine Entscheidung vonnöten. Die ursprünglich vorgesehene Route ab Nendaz war aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich. Wir einigten uns darauf, in Veysonnaz einzufädeln und eine Zusatzschlaufe einzubauen, damit noch etwa drei Wanderstunden daraus würden.

Doch zuvor gab es an einem überaus lauschigen Ort Mittagspause, anschliessend einen Startkafi und endlich ging die Wanderei gegen 14.00 Uhr los.

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Wie man unserer Bekleidung entnehmen kann, war es ziemlich frisch, aber durchaus wanderbar.

Im Relais Mayens-de-Sion waren wir gut untergebracht und genossen ein feines Nachtessen.

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Der nächste Tag begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.

In Hérémence schockte mich/uns der Anblick dieser Kirche, die nach dem Erdbeben 1946 erstellt wurde.

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Drum herum gibt es aber eine ganze Ansammlung schmucker, typischer Walliser-Häuser.

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Nach Hérémence waren wir (völlig geplant) nur noch zu sechst unterwegs. Unterhalb des Dorfs lief die Tourenleiterin (ich!!!) mal wieder den falschen Wegzeichen nach. Vorteil 1) die Tour wurde etwa eine halbe Stunde kürzer. Vorteil 2) wir kamen näher an die Pyramiden von Euseigne heran. Nachteil: Schandfleck in meinem Reinheft, ansonsten mutmasslich keine Spätfolgen. Abgesehen von einem kurzen Stück auf der Strasse ist der Weg sehr schön zu begehen.

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Voilà: Die Pyramiden von Euseigne:

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Wir liessen nicht nur unsere Fantasie, sondern auch unsere Muskeln spielen.

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Im Café du Relais gab es eine Pause, aber leider keine Tartelettes au Citron.

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Dafür ist die Aussicht geradezu berauschend.

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Der Blick geht zurück nach Hérémence, wo die Beton-Kirche mitten im Dorf gut auszumachen ist.

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Er würde auch nach St. Martin reichen. Bis dorthin standen uns noch etwa 2 Stunden Wanderzeit mit einem 450 m langen Aufstieg bevor.

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Der weitere Verlauf des Wegs nervte mich ziemlich. Zu viel auf Asphalt der Strasse entlang! Das Ziel, Mase, erreichten wir über einen weiten Bogen zuhinterst in den Krachen.

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In Mase wollte sich ursprünglich der grössere Teil der Gruppe verabschieden und heim reisen. Zu meiner grossen Freude entschlossen sich Zwei, uns weiter zu begleiten.

Wir waren noch nicht ganz am Ende. Das letzte Teilstück nach Vernamiège liess wieder uneingeschränkte Wanderfreuden aufkommen.

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Und schon kommt das Dörfchen in Sicht. Wir waren im alten Pfarrhaus untergebracht.

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Das waren die ersten zwei von total vier Wandertagen.

Hier ein paar Links:

Routenbeschreibung Tag eins. Tag zwei.

Erste Übernachtung im Relais Mayens-de-Sion. Lasst euch nicht von der Nervosität der Website abschrecken! Die Zimmer sind ordentlich, die Bedienung freundlich, das Essen hervorragend.

Zweite Übernachtung im alten Pfarrhaus von Vernamiège, wo wir sehr nett empfangen wurden, obschon ich erst eine Stunde vor Ankunft meldete, dass wir uns auf wundersame Weise von zwei auf vier vermehrt hätten.

Weitere Fotos und Infos.

Danke an alle, die diese zwei Tage mit von der Partie waren. Wohl waren wir auf dem Chemin des Bisses unterwegs, aber allzu viel Wasser wurde uns nicht präsentiert.

Fortsetzung folgt HIER.

Alvier zum zweiten

Man schaut ihn immer wieder an, wenn man vom Bündnerland heim fährt. Aber man weiss nicht, wer er ist. Ausser, man sei schon mal oben gewesen. Ich war gestern bereits das zweite mal oben. Auf dem Alvier. Als ich das erste Mal den 2’341 m hohen Gipfel bestieg, war die Palfries-Seilbahn noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Mein Mann und ich nahmen damals den Aufstieg vom Tal aus in Angriff und übernachteten in der Gipfelhütte. Mann, muss ich gut gewesen sein!

Nach etwas verzettelter Anreise finden wir uns alle bei der Gipfelstation der Palfries-Bahn ein.

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Es empfängt uns der blauste Himmel, den man sich vorstellen kann.

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Durch die nahezu kahlgefressene Weide-Landschaft geht es anfänglich sanft aufwärts.

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Dann folgt der steile Teil des Aufstiegs, der um diese Jahres- und Tageszeit im Schatten liegt.

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Durch die vielen Kehren arbeiten wir uns hoch. Der Weg ist anspruchsvoll, verlangt wegen dem vielen losen Geröll Vorsicht und Trittsicherheit.

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Unschwer zu erkennen, weshalb dieser Wegabschnitt “Leiterli” heisst.

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Wir sind begeistert – sowohl vom Weg als auch vom Panorama.

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Auch im oberen Wegabschnitt hat es nochmals Passagen, die mit Drahtseilen abgesichert sind.

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Geschafft! Der Barfussmann macht ein Gipfelfötteli von uns.

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Der Alvier-Hütte liegt wenige Meter unterhalb des Gipfels.

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Dieses Bild hat Beat nicht etwa am Strandbad Mythenquai gemacht, sondern auf dem Alvier-Gipfel. Ein ca. 75-jähriger Mann ist die Strecke, die wir gleich im Abstieg gewältigen werden, barfuss hochgelaufen. Unglaublich!

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Nach ausgiebiger Rast und Einkehr in der Hütte machen wir uns an den Abstieg.

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Der Barfussmann – für den Abstieg mit Trekking-Sandalen aufgerüstet – hat uns wieder eingeholt.

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Der Beweis: Ein Ross kann nicht lesen.

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Nach fast 1’000 Metern Abstieg geht es wieder bergan.

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Aber nicht nur. Unterhalb der Felsen von Flidachöpf wird der Weg nochmals richtig anspruchsvoll und interessant. Genau das Terrain von Frau Flohnmobil!

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Doch auch der anspruchsvollste Weg endet einmal und wir finden uns wieder auf einem breiteren Weg – wo das Fotografieren nicht mehr unter Absturzgefahr stattfindet.

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Der Weg führt noch etwas durch den Wald, zwischendurch kurz auf der Fahrstrasse Richtung Palfries, dann über offene Weiden.

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Nach rund fünf Stunden Wandern freut uns der Anblick der Seilbahn-Station. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen: Wir müssen über eine Stunde warten, bis wir runterfahren können. Was lernen wir daraus: Das nächste Mal unbedingt auch die Talfahrt reservieren!

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Das war eine anspruchsvolle, lohnende Wanderung bei perfektem Wetter mit perfekter Begleitung.

Vielen Dank an Beat für die Planung und Durchführung dieser Tour. Ich bin immer wieder gerne mit dabei!

Mehr Infos und Bilder gibt es HIER.

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Auf Umwegen in den Nebel

Es hätte eine wunderbare Wanderung auf den Höhen des Berner Juras werden sollen. So jedenfalls hatte ich mir das vorgestellt, als ich im Frühling die Tour vorschlug. Nun, die Tour musste Woche für Woche genauso schönen Wanderungen Platz machen, bis sie schliesslich – mitten im Sommer – definitiv fehl am Platze gewesen wäre. Für mich ist der Jura ein Klassiker, wenn es im Osten regnet und vom Westen her schon wieder schönes Wetter nachrückt. Soviel zur Theorie.

Die Praxis begann gestern damit, dass die SBB-Strecke bei Aarau wegen eines Personenunfalls unterbrochen war. Viele ratlose Gesichter, wenig Lautsprecher-Durchsagen. Reorganisation war das Zauberwort der Stunde. Wir stiegen in den Zug nach Basel, von dort fuhren wir weiter nach Moutier. Mit einer Stunde Verspätung konnten wir die – reorganisierte – Wanderung antreten.

Kurz durch ein Wohnquartier am Rande Moutiers (das noch nie eine Augenweide war), schon verschwinden wir im von Felsen durchsetzten Wald.

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In angenehmer Steigung geht es bergan. Der Mont Raimeux ist auch mit Fahrstrassen erschlossen, wie man unschwer erkennen kann. Typisch für die Gegend: die gelbliche Färbung des Kalkstein-Schotters.

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Tankstelle am Weg.

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Die gwundrige Frau Flohnmobil muss es mal wieder genau wissen.

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Aha, so sieht das aus.

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Der Nebel kommt näher.

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Und schon bald verschluckt er uns.

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Bei der SAC-Hütte Cabane de Raimeux knabbern wir an unserem Picknick. Dann wollen wir drinnen einen Kaffee trinken. “Complet”, tönt es von verschiedener Seite, als wir die Hütte betreten. Da ist wohl so etwas wie eine geschlossene Gesellschaft im Gang. Der Wirt winkt uns durch die Küche. Wir denken zuerst, er wolle uns in ein Chambre séparée führen, doch er geht mit uns durch die Hintertüre und weist uns einen Tisch bei einem Unterstand zu. Non, merci.

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Weil wir nicht damit rechnen, hier oben dem Nebel zu entkommen, kürzen wir die Wanderung ab und verlassen das (ansonsten garantiert aussichtsreiche!!!) Plateau.

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Einen gewissen Lichtblick bieten diese Wiesen-Champignons. Es hätte genügend für einen Znacht gehabt.

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Auf dem feuchten Weg ist im Abstieg etwas Vorsicht angebracht.

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Wow, so viele Pilze! Dummerweise Schönfuss-Röhrlinge. Giftig!

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Unter dem Nebel wird es wieder etwas gemütlicher.

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In Moutier schliesst sich der Kreis. Es sind trotz allem noch 17 Wanderkilometer und 700 Höhenmeter zusammengekommen.

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Auf der Suche nach einem netten Beizli führt uns eine Zusatzschlaufe nochmals etliche hundert Meter ins Städtchen. Das einigermassen nette Café finden wir dann auch, aber – passend zum Tag – ist die Auslage in der Konditorei leer.

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Damit dieser etwas vermurxte Tag einen würdigen Abschluss findet, hat der Zug in Solothurn eine Viertelstunde Verspätung. So muss ich mir wenigstens keine Gedanken machen, ob ich meinen Anschlusszug in Zürich mit dem kurzen Übergang noch erwische.

Trotz aller –verkraftbaren – Widrigkeiten, es war einmal mehr eine Wanderung mit Freunden. Und die machen immer Spass. Danke an Alle!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Freistil-Wandern in Flims

Es gibt Blog-Beiträge, die sind längst geschrieben. und ich hirne immer noch an einem passenden Titel rum. Heute ist es umgekehrt. Ich habe noch nichts Gescheites geschrieben, kein Bild eingefügt, wüsste aber X Titel.

Über sieben Brücken
Singing in the Rain
Ausgeschlafen wandern
Freistil-Wandern

Da ich die letzten Tage in Brigels bei meiner Mutter verbrachte, war der Anfahrtsweg zur Wanderung in Flims, die ich selber initiiert hatte, erfreulich kurz. Mein Wecker klingelte, da sassen die Wander-Kollegen schon im Zug nach Chur. Ausgeschlafen wandern.

Nach einer Irrfahrt durch das neu erstellte, noch gespenstisch anmutende Parkhaus in Flims gelangte ich durch einen ebenso gespenstisch anmutenden Lift, vorbei an künftigen Ladenlokalen, wo noch emsig gearbeitet wurde, zum vereinbarten Treffpunkt. Und da kamen sie auch schon.

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Mit dem Sessellift fuhren wir hoch nach Naraus. Kurzes umschauen. Durchstarten. Und nach ein paar Hundert Meter kam Beat und machte mich drauf aufmerksam, dass wir nicht auf der von mir vorgesehenen Route wanderten. Huch, das wird wohl Abzug geben, Frau Tourenleiterin. Disappointed smile  Nach kurzem Kartenstudium war auch mir klar, dass wir einen Weg zu tief unterwegs waren. Dabei wäre es hier so gemütlich gewesen.

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Was dann kam, wird unter der Bezeichnung Freistil Wandern in die Annalen eingehen.

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Und dann hatten wir ihn wieder, den richtigen Weg.

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Kurz vor Erreichen der Schwemmebene Plaun Segnas Sut.

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Boah!

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Wir machten einen kurzen Abstecher über die Ebene, denn…

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… ihn wollten wir uns nicht entgehen lassen.

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Auf dem gleichen Weg ging es wieder zurück.

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Chan ich im Fall au!!!

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Wer hätte gedacht, dass man am Rande der Schwemmebene Segnes Honig chrömle kann? Okay, dem Preis nach ist da zwar eher flüssiges Gold in den Gläsli. Ich verbuche es unter “Entwicklungshilfe”.

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Der eigentliche “Flimser Wasserweg” hat noch nicht begonnen. Hier nimmt das Wasser allmählich Fahrt auf.

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Tief hat sich die Flem in die Landschaft eingefressen…

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… und die Felsen geformt.

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Es Natur-Brüggli.

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Und da kommt das erste Designer-Brüggli des, Zitat, “berühmten Bündner Brückenbauers Jürg Conzett” zum Vorschein.

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Wahnsinnig, zu was die Natur fähig ist! Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Bei der Mittagspause ging plötzlich das Gerücht um, es beginne zu regnen…

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… was sich bald als Wahrheit herausstellen sollte. Zum Glück war die Ustria Startgels schon in Sichtweite. Bevor es wie aus Eimern schüttete, waren wir bereits am Trockenen.

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Nach intensivem und wiederholtem Studium aller verfügbarer Wetterberichts-Quellen, einem Kaffee bzw. rekordverdächtig teuren Cappuccino, entschieden wir uns, die Wanderung trotz leichtem Regen fortzusetzen. Der ausgelassenen Stimmung tat das Wetter keinen Abbruch. Singing in the Rain.

An dieser Stelle nochmals besten Dank an Beat, dass du mir deinen Schirm geliehen hattest. Ich war froh drum, auch wenn er farblich nicht 100 % zu meinem T-Shirt passte. Be right back

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Der Weg führt weiter am Rande der teils wilden Schlucht. Über sieben Brücken.

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Längst hatte es aufgehört zu regnen. Die Schirme waren nur noch zum Trocken aufgespannt.

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Gegen Ende des Wasserwegs kamen wir an einem beinahe zu perfekt eingerichteten Picknick-Platz mit Wasserspiel und Grillstellen vorbei.

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Ich habs schon lange geahnt, dass Internet-Zugang früher oder später ein Menschenrecht wird.

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Das nächste Wegstück führt durch ein wahres Labyrinth an Felsblöcken und Bäumen. Ohne Markierung hätten wir hier nie mehr rausgefunden!

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Furchterregende Gestalt am Wegesrand.

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Ein letzter Blick auf die wilde Flem. So viel Wasser wie an diesem Tag hatten wir Alle schon lange nicht mehr gesehen.

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Nach 4 1/2 Stunden reiner Wanderzeit und viel herumschauen und staunen waren wir wieder zurück in Flims, wo ich meine Wandergspänli verabschiedete und – ausnahmsweise – mit dem Auto heim fuhr.

Danke euch Allen, das ihr mit mir den Trutg dil Flem gewandert seid. Nun kann ich wieder eine Wanderung aus meiner Wunschliste abhaken.

Weitere Infos und Bilder zur gestrigen Unternehmung gibt es HIER.

Karte

Panoramaweg mit und ohne Panorama

Ich wollte schon lange mal auf die Griesalp. Um die steilste Postauto-Strecke der Schweiz zu befahren, hätten wir im gäle Wägeli sitzen bleiben müssen. Doch unser Ziel ist ein anderes. Begleitet vom herrlichen Anblick der Blüemlisalp fahren wir mit dem Sessellift von Kiental nach Ramslauenen.

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Der Sessellift erschreckt wahrhaftig niemanden. Ich gehe davon aus, dass wir alle ausgeschlafen sind, bis wir oben ankommen.

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Kurzes Studium von Karte und Wegweiser und es kann losgehen. Unsere Route ist mit 6 Stunden 10 Minuten angegeben. Das ist eine Stunde mehr als SchweizMobil. Wenn das stimmt, wird meine Planung über den Haufen geworfen.

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Wir folgen dem gut ausgeschilderten Weg, der anfänglich etwas ansteigt, aber keine grossen Gümpe macht.

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Blick auf meinen Heimatort. Ich war noch immer nie dort. Ich muss mir Aeschi wohl mal als baldiges Wanderziel vormerken.

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Etwas ganz Neues: Nach unzähligen Wanderungen, in denen es vor Trockenheit gestoben hat, waten wir hier etwas im Dreck umher (Variante Bea),  bzw. versuchen, dem Morast auszuweichen (alle Anderen) …

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… denn die Rindviecher haben dem Weg zugesetzt.

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Der Anblick von Tau – und erst noch auf Augenhöhe – versetzt mich in Entzücken.

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Längere Passagen des Lötschberg Panoramawegs verlaufen unspektakulär und – vor allem ohne Aussicht – durch den Gebirgswald,

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ganz kurze Passagen auch auf asphaltierter Strasse.

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An den Abhängen über uns hängt plötzlich Nebel. Ist das bereits die erste Herbst-Wanderung?

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Ein paar wenige ausgesetzte Meter sind mit Drahtseilen gesichert.

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Zum exakt richtigen Zeitpunkt taucht der Rastplatz am Bundergrabe auf.

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An den besonnten Hängen wird es ganz schön warm. Wir begrüssen jedes einzelne Lüftchen mit Handkuss.

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Mitten auf der Wanderung erfährt Lia, dass sie zum ersten Mal Grossmutter geworden ist.

Herzlich willkommen, kleine Eva!

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Die paar Bäche, die wir bis anhin überquert haben, sind allesamt ausgetrocknet. Der Stägebach bildet eine Ausnahme.

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Wir blicken auf die Höger, wo das Aushub-Material des Lötschberg-Basistunnels deponiert wurde.

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Der Weg führt hartnäckig immer wieder mal ein paar Meter bergauf.

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Dieser Abschnitt der Wanderung wäre in Sachen “Idylle” durchaus zu toppen. Wir sind kurz vor Kandersteg.

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Geschafft! Während wir uns noch an riesengrossen Eiskaffees laben, füllt sich der Bahnsteig unaufhaltsam mit Leuten. Im Zug nach Bern gibt es anschliessend ein ziemliches Gstungg. Ich schreibe es mir mal wieder hinter die Ohren: An einem Sonntag sollte man eigentlich nicht wandern gehen.

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Das war sie, unsere Wanderung auf dem Lötschberg Panoramaweg. Wir haben fünf Stunden benötigt für die 17 km, 660 m Auf- und 925 m Abstieg.

Vielen Dank an meine Mitwanderinnen und Mitwanderer. Ich hoffe, ihr kommt wieder mal mit auf eine meiner Wandertouren.

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Hei….. die Heidelbeeri!

Fast jede Wanderung beginnt …. mit einem Pipi. Das weiss man auch in der Göscheneralp und hat deshalb die entsprechende Infrastruktur errichtet.

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Nix mit einlaufen, vom ersten Meter an geht es bergauf.

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Der Postauto Chauffeur hat den Passagieren geraten, die Göscheneralpsee Umrundung von links her anzugehen. Es sei einfacher. Diesen Rat schlagen wir in den Wind und halten uns an den ursprünglichen Plan, sind uns aber nicht einig, ob linksum nicht doch das ist, was wir machen. Ich bin der Ansicht: Wir sind rechtsum unterwegs.

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Letzte Wolkenreste vom Regen der vergangenen Nacht hängen noch an den Berggipfeln.

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Noch ist die ganze Gruppe zusammen.

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Im hinteren Bereich des Sees hat es viel Heidelbeeren, denen niemand widerstehen kann. Man könnte sich allerdings bequemere Stellungen vorstellen, um die Ernte einzufahren.

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Zu viert verbleiben wir – wie vorgesehen – in den sich verfärbenden Heubbeeri-Stüdeli und weiden diese mehr oder weniger systematisch ab. Nicht jedes mitgebrachte Schäleli wird voll. Das erklärt sich einerseits mit der Grösse derselben und andererseits mit der Ausdauer der Pflückerinnen. Mein Schäleli wird mir für drei Desserts reichen.

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Weit unter uns ist im See gerade eine Enten-Regatta im Gang. Oder üben die Viecher Synchronschwimmen?

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Wir überqueren die Chelenreuss

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und geraten kurz darauf in eine Ziegenherde, der wir einige Zeit zuschauen.

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Über Stock und Stein geht es weiter. Der Weg verlangt Aufmerksamkeit.

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Vor bombastischer Kulisse machen wir vier Frauen Mittagshalt.

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Dort, wo der Weg zur Dammahütte abzweigt, erhält unser Trüppli männliche Verstärkung. Der Rest unserer neunköpfigen Gruppe dürfte schon bald bei der Hütte oben sein. Diesen steilen Aufstieg schenken wir uns.

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Diese Wanderung bietet so viele begeisternd schöne Fotomotive, ich kann mich kaum festlegen, welche Bilder ich hier veröffentlichen soll.

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Der Weg bleibt anspruchsvoll. Auch wieder mal schön, nicht ständig Mountain-Bikern ausweichen zu müssen. Winking smile

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Unverkennbar ein Gletschertal mit der rund ausgeschliffenen Talsohle. Der Chelengletscher (rechts) und der Maasplanggfirn haben sich weit zurückgezogen.

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Was mal ewiges Eis war, dümpelt nun im Göscheneralpsee und wird früher oder später zu Elektrizität verarbeitet.

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Blick talauswärts. Das Göscheneralptal ist stark frequentiert. Ich war das letzte Mal vor 30 Jahren hier. Da gab es den Campingplatz (in der Bildmitte beim Seelein) noch nicht, dafür herrschte im ganzen Tal Campingverbot.

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Das war’s. Eine lohnende Tour in wilder Natur (auch ohne den Aufstieg zur Dammahütte).

Danke an alle Mitwanderer für die tolle Kameradschaft.

Mehr Informationen und haufenweise Bilder gibt es HIER anzuschauen.

Karte