Soooo viel Brot!

Als erstes wurden wir alle neu eingekleidet. Chic, nicht?

Dann begann – nach einer standesgemässen Runde Kafi und Gipfeli – der Betriebsrundgang durch die Produktion. Der Steiner-Beck ist, gemäss eigenen Angaben, nach den industriellen Grossbäckereien von Migros und Coop, die grösste Bäckerei des Landes. Wir kamen vorbei an hunderten von Zöpfen, frisch gebackenen Berlinern, ein paar Quadratmetern Cremeschnitten, an mannshohen Backöfen, filigranen Confiserie-Artikeln und einem Sternenmeer von Mailänderli.

Es war sehr eindrücklich, zu sehen, wie das alles gefertigt wird und wir erhielten eine leise Ahnung, was es alles braucht, um einen derart grossen Betrieb (mit mittlerweile 25 Filialen) am Laufen zu halten. Das überaus grosszügige Bhaltis am Schluss war das Tüpfchen auf dem I.

Wer sich für eine solche Besichtigung interessiert: Jeden 1. Mittwoch im Monat führt Bernhard Steiner höchstpersönlich eine Gruppe von 20 Personen durch die riesigen Anlagen.

Weitere Infos zu den kommenden Besichtigung gibt es HIER.
Und Bilder zur Besichtigung und anschliessenden Wanderung übers Rosinli nach Bauma HIER.

Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

Aprilwetter im September

Schirm auf – Schirm zu. Das war das Motto der Mittwochs-Wanderung im Züri Oberland. An keinem Fleck in der Schweiz konnte man sich laut Prognosen darauf verlassen, dass es trocken bleiben würde, so unternahmen wir eine Wanderung in der Nähe.

Noch bevor es losging, hatten wir bereits einen Verlust zu beklagen. Der Besagte war eine Station zu früh dem Zug entsprungen und mochte sich auch im späteren Verlauf des Tages nicht mehr zu uns zu gesellen. So starteten wir zu siebt in Saland und streiften durch feuchte Wiesen, entlang dichter Wälder, gurgelnden Bächlein und vorbei am Panorama, das wir nur erahnen konnten, Richtung Pfäffikon. Unser ständiger Begleiter war der Schirm, den wir in lockerer Folge auf und zu machten.

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Im Sinne eines veritablen Senioren-Ausflugs (man kann nie früh genug beginnen, dies zu üben…) verpflegten wir uns für einmal nicht aus dem Rucksack, sondern speisten warm und trocken im unkonventionellen Lokal Cucina Piccante

Und dann – endlich – riss es gehörig auf und wir traten den zweiten Teil unserer Wanderung an.

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Anspruchslos im Gelände, dafür endlich mit etwas Sonne und Aussicht, umwanderten wir einen Teil des Pfäffikersees (wo niemand Anstalten machte, sich ins Wasser zu stürzen, obschon dieses noch immer wärmer gewesen wäre als sämtliche Bergseen, die im Verlauf des Sommers heimgesucht wurden), machten einen Abstecher zum Rummelplatz bei Jucker

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und retteten uns punktgenau vor der nächsten Front ins Cafi Steiner in Kempten, wo unsere Wanderung auch bei schönstem Sonnenschein zu Ende gewesen wäre.

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Eine unaufgeregte Wanderung in der näheren Umgebung mit netter Begleitung. Danke euch Allen fürs Mitkommen.

Mehr Bilder und Infos zur Wanderung gibt es HIER.

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Eine teure Wanderung

Es war zum vornherein klar gewesen, dass diese Wanderung anders werden würde als bisherige Wanderungen. Es war auch klar gewesen, dass sie etwas kosten würde. Aber so viel…!

Dabei fing alles so gut an. Egal ob ausgeschlafen oder nicht, wir mussten in aller Herrgottsfrühe aus den Federn, damit wir kurz nach 9.00 Uhr in Zernez waren. Ein Prachtstag stand in den Startlöchern.

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In Zernez wartete nicht nur unser zehnköpfiges Wandergrüppchen, sondern noch weitere sieben Personen darauf, mit zwei Kleinbussen zur Alp Zeznina hochgekarrt zu werden. Die Exkursion “Seenplatte Macun” konnte beginnen.

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Im Aufstieg hielten wir Ausschau nach Tieren. Doch man konnte schauen, so lange mal wollte, da liess sich kein Bein blicken.

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Nach rund zwei Stunden Fussmarsch erreichten wir den Rand des Nationalparks.

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Längst nicht alle Teilnehmer waren so fit wie unsere Truppe. Wir mussten immer wieder warten und das Feld zog sich in die Länge. Echli müehsam!

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Am Lai d’Immez auf 2’613 m machten wir eine ausgiebige Pause.

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Unser Wanderführer erzählte uns etwas über Blockgletscher, die Entstehung des Nationalparks, dessen Werte und Gesetze.

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Dann nahm das Übel seinen Lauf.

Einige von uns stiegen noch ein paar Meter auf, um einen besseren Überblick über die Seenplatte zu haben. Gar passend bot sich dabei die Anhöhe mit dem von weither sichtbaren Steinmann an.  Und tatsächlich war der Blick auf die in die Landschaft eingesprenkelten Seen begeisternd schön.

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Als wir von diesem kurzen Abstecher zurück kamen, wurden wir von einem Parkwächter in Empfang genommen. Mit freundlichen aber bestimmten Worten machte er uns darauf aufmerksam, dass wir im wahrsten Sinn des Wortes eine grobe Übertretung begangen hatten. Im Nationalpark darf man sich nämlich nicht von den bestehenden Wegen entfernen! Bei netten Worten blieb es leider nicht. Der Ranger zückte seinen Block und nahm die Personalien auf. Es wird eine saftige Busse folgen. Au weia, das werden teure Fotos! Der Bitte des Rangers, keine der gemachten Bilder zu posten, kamen wir kleinlaut nach.

Natürlich war damit das Gesprächsthema für den Rest der Tour gegeben. Ohne Zweifel, unser Führer hatte uns schon mehrmals, aber offenbar mit zu wenig Nachdruck, darauf aufmerksam gemacht, dass man auf dem Weg bleiben muss. Gewohnt, auch mal weglos zu gehen, hatten wir uns gegenseitig verleiten lassen. Wäre nicht dieser Steinmann gewesen, der schon stand, bevor die Macun Seenplatte 2010 zum Nationalpark erklärt wurde, wäre vielleicht alles anders gekommen.

Auch unser Führer muss wohl einen Schuh voll rausgezogen haben. Künftig dürfte er seinen Gruppen kaum mehr so viel Auslauf gewähren.

Nachdem wir wieder vollzählig waren, begingen wir die kleine Runde an einigen der Seelein vorbei – wohlbedacht keinen falschen Schritt zu machen.

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Dann erfolgte der Abstieg auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren. Das Feld zog sich einmal mehr endlos in die Länge und ich sah längst den anvisierten Zug ohne uns davonfahren.

Alles in allem kann ich die geführte Exkursion zu der Macun Seenplatte empfehlen. Sie ist landschaftlich einmalig schön. Ohne Taxifahrt auf den bewilligungspflichtigen Strassen mutiert die Wanderung zu einer achtstündigen Mammut-Tour. Allerdings stimmen die Angaben, die das Tourismus-Büro macht, nicht. Die Exkursion fällt entschieden länger aus. Insgesamt sind es 11 km und je 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, was für manchen Wanderer schlicht zu viel ist.

Natürlich ist die Busse jetzt nicht gerade das, worauf wir gewartet haben. Aber letztlich sind wir Alle wieder gesund und wohlbehalten am Bahnhof Zernez angekommen. Und nur das zählt.

Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spass gemacht.

Mehr Bilder und Infos zur Tour gibt es HIER nachzulesen.

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Wandern zwischen Himmel und Erde

Nach einer vierstündigen Fahrt quer durchs Land kommen wir in Grimentz an. Husch die Koffer im Hotel deponiert und schon geht es mit der Gondelbahn hoch nach Sorebois.

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Das Wetter ist okay um nicht zu sagen ideal zum wandern, doch mein besorgter Blick gilt in schöner Regelmässigkeit dem Radarbild. Wird es noch vier Stunden halten?

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Die erste halbe Stunde befinden wir uns noch im Bereich der Skipisten, dem entsprechend langweilig planiert ist auch das Gelände.

Das ändert sich schlagartig, als wir beim Col de Sorbois ins nächste Tal blicken können. Wow! Der kitschig türkisfarbene Stausee Lac de Moiry war mir gleichentags einen kurzen Blog-Beitrag wert.

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Die Wanderung auf dem Chemin 2500 ans Ende des Stausees begeistert mit ihren Blumenwiesen, der Aussicht und der Linienführung.

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Wir kommen trocken zurück ins Hotel. Erst in der Nacht beginnt es kräftig zu schütten, begleitet von Blitz und Donnern. Am nächsten Tag ist ein Alternativprogramm angesagt, die vorgesehene Wanderung würde niemandem Spass machen unter dem Regenschirm.

Wir schlendern zuerst durch das malerische Dorf Grimentz. Das tat ich übrigens im letzten Herbst schon einmal und beschloss damals, hier mal mehrere Tage zu verbringen. (-> Blogbeitrag).

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Obschon es von Anfang an regnet, beschliessen wir zu sechst, eine kurze Wanderung zu machen.

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Der Weg nach Vissoie auf der anderen Talseite ist auch bei Regenwetter gut zu begehen. An seinem Ende werden wir mit einer amächeligen Bäckerei/Café belohnt.

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Am dritten Tag können wir durchstarten. Nach einer Fahrt im vollgestopften Postauto (unsereins komfortabel im Sitzen) besteigen wir bei Chandolin die Sesselbahn nach Le Tsapé.

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Kaum sind wir oben, bleibt die Bahn – aus welchem Grund auch immer – für längere Zeit stehen. Wir möchten nicht tauschen mit all denen, die noch auf den Sesseln sitzen!

Obschon noch etwas Feuchtigkeit in der Luft hängt, sind wir auf Anhieb begeistert von den Ausblicken, die sich uns bieten.

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Der Weg – kurze Zeit noch im Bereich der Skipisten – schlängelt sich dem Hang entlang.

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Im Bereich der Standseilbahn von St. Luc nimmt die Personendichte rapide zu.

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Im historischen Hotel Weisshorn auf 2’337 m genehmigen wir uns eine Kaffeepause.

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Danach wird der Weg schmaler, abwechslungsreicher und noch aussichtsreicher.

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Nach 19 Kilometern, 5 1/2 Stunden und einem finalen Abstieg über mehrere hundert Höhenmeter mit glühenden Bremsmuskeln erreichen wir Zinal. Dort wird morgen auch der Zieleinlauf sein des berühmt-berüchtigten Bergrennens von Sierre nach Zinal. Wir haben schon mal vorgegriffen und sind über weite Strecken auf dieser Route gelaufen.

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Nach dieser herrlichen Wanderung, auf der ich vor Freude die ganze Welt hätte umarmen können, hätte ich nicht gedacht, dass noch eine Steigerung möglich ist. Weit gefehlt!

Am vierten und letzten Tag lassen wir uns von der Gondelbahn nach Bendolla fahren. Anfänglich geht es relativ flach auf einer Fahrstrasse immer knapp im Bereich der Waldgrenze entlang, dann wird der Weg schmaler und steigt an.

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Es ist nahezu wolkenlos. Was sind wir doch für Glückspilze, an so einem Prachtstag wandern zu können!

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Bei La Brinta beginnt der absolut begeisternde Abschnitt dem Grat entlang zum Roc d’Orzival.

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Blick zurück. Über weite Teile sind wir dem Grat von rechts her gefolgt.

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Es folgt der Abstieg, teilweise über Skipisten, zurück nach Bendolla.

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Wir machen eine regelrechte Ziellandung und huschen ohne jegliche Wartezeit in eine der Gondeln, die nur alle Stunden fahren.

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Nach vier erlebnisreichen Tagen machen wir uns – gesättigt von vielen Eindrücken – auf den langen Heimweg.

Danke allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft. Ihr seid eine so pflegeleichte Truppe, dass es eine wahre Freude ist, mehrtägige Touren zu organisieren. Bis bald!

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Mehr Infos und Bilder zu diesen vier Wandertagen im Val d’Anniviers gibt es HIER.

Verflixt und zugewandert

Nach langer Anreise begannen die Wanderfreuden auf der Alp Flix. Das Wetter zeigte sich anfangs noch etwas zugeknöpft.

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Als geübte Wanderer erkannten wir jedoch rasch, was die Gegend für ein optisches Potential hat.

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Nicht ganz klar war dagegen, wo hier ein Weg durchführen sollte.

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Aus der Nähe erwies sich dieser aber als gut erkennbar.

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Unterhalb der Fuorcla dil Leget wurde es immer karger.

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Doch selbst auf 2’700 m wachsen noch Pflänzchen.

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Nichts für zarte Pflänzchen war ein Bad in diesem See. Frau Flohnmobil verzichtete leicht fröstelnd.

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Der höchste Punkt war erreicht.

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Am Julierpass endete der erste Wandertag und wir bestiegen das Postauto nach St. Moritz.

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In der Jugendherberge waren wir preisgünstig und verkehrstechnisch relativ gut untergebracht. Der nächtliche Lärm der Zimmernachbarn war im Preis inbegriffen.

Der zweite Wandertag begann mit einer Postauto-Fahrt über den Julier. In Bivio folgten wir der alten Handelsstrasse bis zum Septimerpass. Schon zu Römers Zeiten wurde dieser Pass begangen. Damals sah es wohl hier noch etwas weniger technisch aus.

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Statt dem Septimer weiter ins Bergell zu folgen,

bogen wir zum Pass Lunghin ab.

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Auf der einzigen dreifach Wasserscheide Europas tummelten sich derart viele Leute, man hätte meinen können, der nächste Parkplatz liege nur ums Eck.

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Auf 2’485 m lockte der Lägh dal Lunghin zum Bade.

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Frau Flohnmobil – bei derartigen Wassertemperaturen bekennend wasserscheu – freute sich derweil lieber an der winzigen Flora.

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Das Panorama beim Abstieg nach Maloja war absolut begeisternd schön.

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Und so endete dieser Tag wie er begonnen hatte: mit einer Postautofahrt.

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Am dritten Tag wollte das Wetter nicht mehr so recht. Improvisationstalent bei der Routenwahl war angesagt.

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Die immergleichen Unentwegten liessen sich auch im Regen nicht von einem Bad im Lägh da Cavloc abhalten.

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Hier entschieden wir aufgrund des Radarbildes, die Tour abzubrechen und nach Maloja zurückzukehren.

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Während die Einen noch einen Abstecher nach Chiavenna machten um violette Teigwaren zu kaufen

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entschied ich mich für den direkten Heimweg, der auch so noch lang genug wurde.

Ein lustiges Trüppchen waren wir. Vielen Dank an Barbara für die Idee und Organisation dieser dreitägigen Wanderung und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

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Mehr Infos und Fotos zu den Wanderungen gibt es HIER.

Natur trifft Technik

Die gestrige Wanderung begann in Splügen. Dieses Dorf wurde 1995 mit dem Wakker-Preis des Schweizerischen Heimatschutzes ausgezeichnet.

Die Gemeinde Splügen GR hat ein beachtenswertes Zusammenwirken zwischen Ortsbilderhaltung und Tourismus erreicht. Durch einen strikten Schutz für den alten Ortskern bewahrt sie ihre baukulturelle Substanz, und ermöglicht gleichzeitig durch eine rationale Zonenplanung eine wirtschaftlich vernünftige Weiterentwicklung.

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Wir verlassen den schmucken Ort, von dem in diesen Tagen viele der nach Süden strebenden Urlauber gar nichts bemerken, und fädeln in den Wanderweg ein.

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Sehr grosszügig betrachtet, führt uns die Route Richtung Nordsee. Etwas kleinräumiger gesehen folgt als erstes der Sufnersee, der das Wasser des Hinterrheins aufstaut.

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Das Unwetter vom 12. Juni hat ordentlich Schwemmholz in den See transportiert.

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Pilzschutz dürfte damals das geringste Problem gewesen sein.

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Berge von Schwemmholz bei der Staumauer.

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Auf die andere Seite der Mauer sieht es so aus:

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Die Landesverteidigung lässt grüssen.

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Der Weg, bis anhin recht zahm, wird nun etwas anspruchsvoller und verdient sich seine rot-weisse Markierung.

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Habe ich schon erwähnt, dass es zünftig warm ist? Vorübergehende Abkühlung verschaffen die Felslöcher am Weg, aus denen unvermittelt herrlich kühle Luft strömt. Beim “Eisloch” ist es gar derart kalt, dass der Atem kondensiert.

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Parallel zum Weg entlang des Hinterrheins verläuft auch die A13 und die Kantonsstrasse.

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Über weite Teile übertönt das Tosen des Wassers den Strassenlärm.

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Leider nicht immer. Und bei dieser Wegpassage hoch über dem Tal ist es alles andere als lauschig.

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Hier führt der Wanderweg über eine Strassen-Galerie,

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die wir nur dank viel Technik verlassen können.

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Die Suche nach einem Mittagsplatz gestaltet sich schwierig. Mit der Zeit sinken die Ansprüche und es muss in erster Linie schattig sein.

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Im Restaurant Rofflaschlucht erkaufen wir uns für vier Franken den Eintritt zur Schlucht. Ich habe mein Geld schon dümmer ausgegeben.

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Ganz zuhinterst sieht man den Wasserfall, unter dem man hindurch gehen kann.

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Der Wasserfall von hinten.

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Nebst der Hochwassermarke von 4.10.2006, als das Wasser den Weg grösstenteils zerstörte,

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sehen wir auch den Schluchtgeist.

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Der Rest ist schnell erzählt. Wir kämpfen uns in der Hitze nochmals 120 Höhenmeter durch den Wald empor, freuen uns an jedem Lüftchen, das uns entgegenweht und noch mehr an den zahlreichen Brünnen in Andeer, in die wir uns am liebsten reingesetzt hätten.

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Danke Beat, für die Idee und Durchführung dieser Wanderung und den beiden Mitwanderinnen für die coole Unterhaltung.

Mehr Fotos und Infos zur Wanderung gibt es HIER anzuschauen.

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Ein Versuch, der Hitze zu trotzen

Es hätte eine eher einfache Tour mit nicht allzu vielen Höhenmetern werden sollen. Deshalb war der Plan, die Luftseilbahn Brunni – Holzegg zu benutzen. Doch ohalätz – ausgerechnet heute gelüstete es den Verantwortlichen nach Revision. In der Website war davon übrigens am Vortag nichts zu lesen gewesen.

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Nix mit 250 Höhenmetern einsparen! Wir steuern Zwischenmythen notgedrungen vom Brunni aus an.

Ein einladendes Schild am Wegesrand.

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Der Weg verläuft teilweise – wie wir immer wieder dankbar feststellen – im Schatten. Es ist schon um 10.00 Uhr gehörig warm.

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Auf der Rückseite des Kirchleins auf der Haggenegg finden wir Bänke im Schatten. Wie geschaffen für eine erste Pause!

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Der Weg umrundet den Engelstock. Hin und wieder weht ein zaghaftes Lüftchen.

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Die wahre Erfrischung kommt nicht aus der Luft, sondern völlig unverhofft im Hofkafi am Blüemlisberg.

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Bei solchem Wetter gibt es nichts Normaleres als ein Glacé noch vor dem Mittagessen.

Das Abnormale ist höchstens, dass es sich um Ziegenmilch-Glacé handelt, die vor Ort produziert wird. Und wer jetzt die Nase rümpft, der sollte diese kulinarische Extravaganz zuerst mal probieren. Es gibt sie nämlich mittlerweile an diversen Orten zu kaufen. Mein Melonen-Glacé war eine kulinarische Offenbarung schlechthin. Und gmäggelet hat rein gar nichts.

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Mit gekühltem Bauch wandern wir weiter und tauchen bald ein

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in den Rummelplatz am Hohstuckli.

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Dieses akustische Hamster-Rad ist vielleicht mehr für Kinder gedacht…

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Am liebsten hätte sich wohl Jede von uns in den flachen Brunnen reingesetzt.

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Auf der einst längsten Fussgänger-Hängebrücke der Schweiz weht kurzzeitig so etwas wie ein Wind.

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Nach der Mittagsrast geht es nur noch bergab. Das Thermometer hat mit Sicherheit die 30-Grad-Marke überschritten. Wir sind froh um jeden Baum, der am Wegesrand Schatten spendet.

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In Rothenthurm endet die vermeintlich einfache Wanderung mit – je nach Quelle – zwischen 23’752 und 25’892 getschalpten Schritten.

Danke Allen, die sich trotz der Hitze aufraffen konnten, sich mir anzuschliessen.

Mehr Infos und Bilder gibt es HIER.

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Zehn kleine Negerlein im Tessin

Zehn kleine Negerlein trafen sich in Intragna. Sie alle hatten das gleiche Ziel: Monte di Comino.

Dieses erreichten sie über Treppenstufen,

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vorbei an verfallenen Häusern,

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über mehr oder weniger abschüssige Wege,

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und über Wiesen. Sie wunderten sich nicht schlecht, als ihnen auf diesem Weg jemand mit einem Roll-Köfferli entgegen kam.

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Sie freuten sich über die sympathische Unterkunft Alla Capanna, wo sie nicht nur gut untergebracht waren, sondern auch ausgezeichnet assen.

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Am nächsten Morgen trat ein Negerlein den Heimweg an; es wollte sich die lange Etappe nicht antun. Neun kleine Negerlein machten sich auf den Weg zum Pizzo Ruscada.

Der Weg auf den Gipfel war lang und sehr abwechslungsreich – und alle fürchteten sich vor dem steilen Abstieg.

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Völlig zu Recht, denn innert Kürze wurden hunderte von Höhenmetern vernichtet,

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bis endlich der Bach nicht nur hör- sondern auch sichtbar wurde.

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Die Negerlein mussten nur noch einen Gegenanstieg von läppischen zweihundert Höhenmetern bewältigen,

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bevor sie in Comologno ihr Etappenziel erreichten.

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Sieben kleine Negerlein winkten zwei ihrer Kameraden hinterher, die mit dem letzten Postauto heimwärts fuhren. Die Verbliebenen quartierten sich im historischen Palazzo Gamboni ein, wo die Einen in diesem knarrenden Schlafgemach nächtigten.

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Sechs kleine Negerlein verabschiedeten nach einem ausgiebigen Frühstück ein Gspähnli, das sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden hatte, auf die letzte Etappe zu verzichten.

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Das geschrumpfte Grüppchen setzte sich ins Postauto und fuhr nach Spruga.

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Im hintersten Onsernone-Tal, kurz vor der italienischen Grenze, schien die Zeit stehen geblieben zu sein.

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Den Negerlein gefiel, was sie hier antraffen. Jedenfalls zum wandern.

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Sie fanden die schönsten und blausten Enziane, die sie je gesehen hatten. Und sie hatten allesamt schon viele Enziane gesehen!

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Der optische Höhepunkt des Tages rückte ins Visier: der Laghetto di Salei.

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Den Einen reichte der blosse Anblick nicht, sie mussten unbedingt selber herausfinden, wie kalt sich 12 Grad anfühlten.

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Als sie wieder aufgetau(ch)t waren, marschierte das Trüppchen weiter

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und weiter

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bis es schliesslich auf dem Pizzo Zucchero stand.

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Von dort aus sah man den höchsten und den tiefsten Punkt des Landes.

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Nach dem kurzen Abstieg zur Bergstation der Funivia Zott – Alpe Salei liess jedes der Negerlein seiner Fantasie freien Lauf über den kulinarischen Abschluss der dreitägigen Wanderung. Eiskaffee  – Torta di Pane – Cappuccino – Bier. Leider hatte das in der Karte eingezeichnete Gasthaus in der Zwischenzeit dicht gemacht, sodass die tapferen Wanderer fast eineinhalb Stunden aufs Postauto warten mussten, das sie zurück in die Zivilisation brachte.

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In Locarno stürmten sie den Kiosk und alle sechs Negerlein hingen in der Folge an etwas Gefrorenem.

In Giubiasco schauten fünf kleine Negerlein zu, wie ihr jüngstes Mitglied auf den Anschlusszug rannte.

In Bellinzona trennte sich das Grüppchen erneut. Drei kleine Negerlein fuhren Richtung Norden und die verbliebenden zwei kleinen Negerlein mit dem Postauto ins Misox.

Ein kleines Negerlein schrieb diesen Blog….

… und dankt Barbara für die Idee und Umsetzung dieser tollen dreitägigen Wanderung durch abgelegene Tessiner Krächen.  Auch wenn ich diesen Garacho-Abstieg nach Comologno ganz bestimmt NIE MEHR machen werde, so hat es doch einmal mehr riesig Spass gemacht, mit der Gruppe unterwegs zu sein. Danke euch Allen!

Weitere Infos und Fotos zu den ersten beiden Tagen gibt es HIER.

Und der dritte Wandertag ist HIER nochmals beschrieben.

Will jemand nachwandern? Hier geht es zu den Kartenausschnitten:

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