Nochli normaler

Der Anfang der Wanderung ist etwas harzig. Wegen drohender Gewitter-Gefahr hatte ich den Start um eine Stunde vorverlegt, doch weil einer der Züge ein technisches Problem hat, kommen zwei Wanderinnen zu spät an, sodass wir in den nicht ganz freiwilligen Genuss eines laaaangen Startkafis kommen, bevor wir das nächste Postauto Richtung Alpthal besteigen.

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Weit und breit nichts, das auf eine Verschlechterung an der Wetterfront hindeutet, wir schreiten frohen Mutes auf unterschiedlich breiten Wegen voran.

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Vorbei in der Nähe des Mittelpunkts des Kantons Schwyz (den aufzusuchen sich wohl niemand freiwillig antun mag) ist das Gelände mal schroff, dann wieder anmutig und von entzückendem Wollgras gespickt.

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Welcher Hobbyfotograf würde sich diesen Anblick entgegen lassen?

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Auf dem Spital empfängt uns eine herrliche Rundsicht.

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Und im Mösliwald eine määrlihafte Stimmung.

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Nebst den zahlreichen, leicht verrotteten Stegen hat der Mensch hier nicht viel Hand angelegt.

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Nach dem Hummel wird es nur noch bergab gehen. Und zwar ziemlich ruppig!

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Eigenwillige Deko am Wegesrand. Nachdem uns den ganzen Tag keine 10 Wanderer begegnet sind, sind wir wieder in der Zivilisation zurück. Trocken!

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Eine gelungene Wanderung mit motivierten Teilnehmern. Schon fast wie früher. Danke euch allen fürs Mitkommen!

Mehr Infos und Fotos zur Wanderung gibt es HIER.

Ein Bisschen Normalität

Es war zwar keine Wahnsinns-Wanderung, aber immerhin eine Wanderung, die unter den gegenwärtig herrschenden Einschränkungen möglich ist. Möglich sowohl in Bezug auf die Anreise, wie auch auf die Teilnehmerzahl.

Zu fünft wandern wir ab Samstagern zum Hüttnersee,

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durchqueren das Moorgebiet auf dem Weg nach Hütten,

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überqueren die Sihl und steigen bergan Richtung Rossberg,

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wo wir artig zu fünft an zwei Tischen sitzen und uns ein Dessert genehmigen,

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um frisch gestärkt den letzten Aufstieg zum Dreiländerstein in Angriff zu nehmen.

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Es aussichtet gleich auf mehrere Seen.

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Eine unaufgeregte Wanderung bei guter Unterhaltung und prächtigem Wetter mit Ziel in Biberbrugg.

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Best of Corona

Kurz nachdem klar wurde, dass es mit Wanderungen in der Gruppe für längere Zeit gelaufen sein würde (was für ein absurdes Wortspiel…), rief ich einen WhatsApp-Chat unter dem Namen “WmF Anti-Viren-Koller” ins Leben. Ziel war es, in Kontakt zu bleiben, einander gegenseitig aufzumuntern, für Unterhaltung zu sorgen. Nicht alle haben den Chat gleich fleissig genutzt, den einen wurde das Geplapper schlicht zu viel.

Dennoch hat der Chat, und diese Zwischenbilanz kann man nach 6 Wochen durchaus ziehen, das Ziel bei weitem übertroffen. Er hat in den vergangenen 6 Wochen für regen, sehr regen Austausch gesorgt. Hatte ich mal ein paar Stunden keine Zeit, aufs Handy zu schauen, kam es vor, dass ich 40 neue Nachrichten hatte!

Mittlerweile droht mir der Chat, mit all seinen Bildern und Videos den Speicher des Handys zu füllen. Bevor ich den Verlauf leere, mache ich hier einen kleinen Rückblick.

Anfangs überwog das Thema WC-Papier. Ganz erstaunlich, was da alles herumgeisterte. Hier drei Beispiele aus mehreren Dutzend.

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In solchen Ausnahme-Situation lässt auch der Galgenhumor nie lange auf sich warten.

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Und natürlich beginnt man, sich Gedanken um die Gestaltung der vielen freien Zeit zu machen.

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… und wie es dann mal sein wird, wenn wir uns wieder sehen dürfen.

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Aber vorerst haben wir noch andere Sorgen.

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Homeoffice machte nicht vor vielen absurden Ideen Halt.

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Im Chat landeten auch immer wieder Bilder von kleinen Glücksmomenten, die jeder Einzelne von uns trotz allem hatte. Sei es ein Blümlein am Wegesrand, ein Kafichränzli unter Einhaltung von Social Distancing, eine Wanderung, die in der vermeintlich gut bekannten Umgebung Neues aufdeckte.

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Und nun also erhalten wir ab heute ein Stückchen Freiheit zurück. Wie wir diese nutzen, ist vorderhand jedem selber überlassen, denn noch dürfen wir nicht gemeinsam auf Wanderschaft gehen. 

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Der Chat hat gezeigt: Ihr seid auch in Krisenzeiten eine tolle Truppe. Ich freue mich aufs Wiedersehen.

Bliebed gsund!

Die Ohneschneeschuh-Wanderung

Die Schwägalp liegt um diese Jahreszeit selbst gegen 10.30 Uhr im Schatten.

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Da hilft nur eines: Losmarschieren, der Sonne entgegen.

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Der Weg ist schon angetrampelt. Von Wanderern wie wir, aber auch von zwei Schneeschuh-Läufern.

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Im Tal schlottert man unter der Nebeldecke und wir können uns eine Tenue-Erleichterung erlauben. Handschuhe, Mütze, Jacke,  alles wird im Rucksack verstaut.

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Um ein Haar wäre mir dieses Kunstwerk der Natur plattgewalzt worden.

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An Schnee und blauem Himmel werde ich mich nie sattsehen können, aber der erste Schneekontakt des Winters hat immer wieder etwas Magisches an sich.

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Es liegt mehr Schnee als erwartet. Schneeschuhe hätten gute Dienste erwiesen.

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Kein Wölklein trübt die Sicht vom Hinderfallenchopf aus.

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Über dem Toggenburg liegt leichter Dunst, der langsam etwas ansteigt.

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Wir verbleiben bis zum Schluss in der Sonne

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und können von der Postauto-Haltestelle aus einen letzten Blick zum Alpstein werfen. Leider ist das anvisierte Restaurant vorübergehend geschlossen, sodass der ersehnte Kafi vertagt werden muss.

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Danke an Beat für die Idee und Durchführung dieser als Winterwanderung gedachten Tour. Wie erwähnt, Schneeschuhe hätten gute Dienste geleistet. Stattdessen stapften wir durch den Schnee, was mitunter etwas anstrengend wurde. Aber me isch ja fit!

Mehr Infos und Fotos zur Tour gibt es HIER.

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Soooo viel Brot!

Als erstes wurden wir alle neu eingekleidet. Chic, nicht?

Dann begann – nach einer standesgemässen Runde Kafi und Gipfeli – der Betriebsrundgang durch die Produktion. Der Steiner-Beck ist, gemäss eigenen Angaben, nach den industriellen Grossbäckereien von Migros und Coop, die grösste Bäckerei des Landes. Wir kamen vorbei an hunderten von Zöpfen, frisch gebackenen Berlinern, ein paar Quadratmetern Cremeschnitten, an mannshohen Backöfen, filigranen Confiserie-Artikeln und einem Sternenmeer von Mailänderli.

Es war sehr eindrücklich, zu sehen, wie das alles gefertigt wird und wir erhielten eine leise Ahnung, was es alles braucht, um einen derart grossen Betrieb (mit mittlerweile 25 Filialen) am Laufen zu halten. Das überaus grosszügige Bhaltis am Schluss war das Tüpfchen auf dem I.

Wer sich für eine solche Besichtigung interessiert: Jeden 1. Mittwoch im Monat führt Bernhard Steiner höchstpersönlich eine Gruppe von 20 Personen durch die riesigen Anlagen.

Weitere Infos zu den kommenden Besichtigung gibt es HIER.
Und Bilder zur Besichtigung und anschliessenden Wanderung übers Rosinli nach Bauma HIER.

Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

Aprilwetter im September

Schirm auf – Schirm zu. Das war das Motto der Mittwochs-Wanderung im Züri Oberland. An keinem Fleck in der Schweiz konnte man sich laut Prognosen darauf verlassen, dass es trocken bleiben würde, so unternahmen wir eine Wanderung in der Nähe.

Noch bevor es losging, hatten wir bereits einen Verlust zu beklagen. Der Besagte war eine Station zu früh dem Zug entsprungen und mochte sich auch im späteren Verlauf des Tages nicht mehr zu uns zu gesellen. So starteten wir zu siebt in Saland und streiften durch feuchte Wiesen, entlang dichter Wälder, gurgelnden Bächlein und vorbei am Panorama, das wir nur erahnen konnten, Richtung Pfäffikon. Unser ständiger Begleiter war der Schirm, den wir in lockerer Folge auf und zu machten.

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Im Sinne eines veritablen Senioren-Ausflugs (man kann nie früh genug beginnen, dies zu üben…) verpflegten wir uns für einmal nicht aus dem Rucksack, sondern speisten warm und trocken im unkonventionellen Lokal Cucina Piccante

Und dann – endlich – riss es gehörig auf und wir traten den zweiten Teil unserer Wanderung an.

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Anspruchslos im Gelände, dafür endlich mit etwas Sonne und Aussicht, umwanderten wir einen Teil des Pfäffikersees (wo niemand Anstalten machte, sich ins Wasser zu stürzen, obschon dieses noch immer wärmer gewesen wäre als sämtliche Bergseen, die im Verlauf des Sommers heimgesucht wurden), machten einen Abstecher zum Rummelplatz bei Jucker

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und retteten uns punktgenau vor der nächsten Front ins Cafi Steiner in Kempten, wo unsere Wanderung auch bei schönstem Sonnenschein zu Ende gewesen wäre.

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Eine unaufgeregte Wanderung in der näheren Umgebung mit netter Begleitung. Danke euch Allen fürs Mitkommen.

Mehr Bilder und Infos zur Wanderung gibt es HIER.

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Eine teure Wanderung

Es war zum vornherein klar gewesen, dass diese Wanderung anders werden würde als bisherige Wanderungen. Es war auch klar gewesen, dass sie etwas kosten würde. Aber so viel…!

Dabei fing alles so gut an. Egal ob ausgeschlafen oder nicht, wir mussten in aller Herrgottsfrühe aus den Federn, damit wir kurz nach 9.00 Uhr in Zernez waren. Ein Prachtstag stand in den Startlöchern.

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In Zernez wartete nicht nur unser zehnköpfiges Wandergrüppchen, sondern noch weitere sieben Personen darauf, mit zwei Kleinbussen zur Alp Zeznina hochgekarrt zu werden. Die Exkursion “Seenplatte Macun” konnte beginnen.

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Im Aufstieg hielten wir Ausschau nach Tieren. Doch man konnte schauen, so lange mal wollte, da liess sich kein Bein blicken.

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Nach rund zwei Stunden Fussmarsch erreichten wir den Rand des Nationalparks.

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Längst nicht alle Teilnehmer waren so fit wie unsere Truppe. Wir mussten immer wieder warten und das Feld zog sich in die Länge. Echli müehsam!

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Am Lai d’Immez auf 2’613 m machten wir eine ausgiebige Pause.

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Unser Wanderführer erzählte uns etwas über Blockgletscher, die Entstehung des Nationalparks, dessen Werte und Gesetze.

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Dann nahm das Übel seinen Lauf.

Einige von uns stiegen noch ein paar Meter auf, um einen besseren Überblick über die Seenplatte zu haben. Gar passend bot sich dabei die Anhöhe mit dem von weither sichtbaren Steinmann an.  Und tatsächlich war der Blick auf die in die Landschaft eingesprenkelten Seen begeisternd schön.

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Als wir von diesem kurzen Abstecher zurück kamen, wurden wir von einem Parkwächter in Empfang genommen. Mit freundlichen aber bestimmten Worten machte er uns darauf aufmerksam, dass wir im wahrsten Sinn des Wortes eine grobe Übertretung begangen hatten. Im Nationalpark darf man sich nämlich nicht von den bestehenden Wegen entfernen! Bei netten Worten blieb es leider nicht. Der Ranger zückte seinen Block und nahm die Personalien auf. Es wird eine saftige Busse folgen. Au weia, das werden teure Fotos! Der Bitte des Rangers, keine der gemachten Bilder zu posten, kamen wir kleinlaut nach.

Natürlich war damit das Gesprächsthema für den Rest der Tour gegeben. Ohne Zweifel, unser Führer hatte uns schon mehrmals, aber offenbar mit zu wenig Nachdruck, darauf aufmerksam gemacht, dass man auf dem Weg bleiben muss. Gewohnt, auch mal weglos zu gehen, hatten wir uns gegenseitig verleiten lassen. Wäre nicht dieser Steinmann gewesen, der schon stand, bevor die Macun Seenplatte 2010 zum Nationalpark erklärt wurde, wäre vielleicht alles anders gekommen.

Auch unser Führer muss wohl einen Schuh voll rausgezogen haben. Künftig dürfte er seinen Gruppen kaum mehr so viel Auslauf gewähren.

Nachdem wir wieder vollzählig waren, begingen wir die kleine Runde an einigen der Seelein vorbei – wohlbedacht keinen falschen Schritt zu machen.

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Dann erfolgte der Abstieg auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren. Das Feld zog sich einmal mehr endlos in die Länge und ich sah längst den anvisierten Zug ohne uns davonfahren.

Alles in allem kann ich die geführte Exkursion zu der Macun Seenplatte empfehlen. Sie ist landschaftlich einmalig schön. Ohne Taxifahrt auf den bewilligungspflichtigen Strassen mutiert die Wanderung zu einer achtstündigen Mammut-Tour. Allerdings stimmen die Angaben, die das Tourismus-Büro macht, nicht. Die Exkursion fällt entschieden länger aus. Insgesamt sind es 11 km und je 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, was für manchen Wanderer schlicht zu viel ist.

Natürlich ist die Busse jetzt nicht gerade das, worauf wir gewartet haben. Aber letztlich sind wir Alle wieder gesund und wohlbehalten am Bahnhof Zernez angekommen. Und nur das zählt.

Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spass gemacht.

Mehr Bilder und Infos zur Tour gibt es HIER nachzulesen.

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Wandern zwischen Himmel und Erde

Nach einer vierstündigen Fahrt quer durchs Land kommen wir in Grimentz an. Husch die Koffer im Hotel deponiert und schon geht es mit der Gondelbahn hoch nach Sorebois.

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Das Wetter ist okay um nicht zu sagen ideal zum wandern, doch mein besorgter Blick gilt in schöner Regelmässigkeit dem Radarbild. Wird es noch vier Stunden halten?

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Die erste halbe Stunde befinden wir uns noch im Bereich der Skipisten, dem entsprechend langweilig planiert ist auch das Gelände.

Das ändert sich schlagartig, als wir beim Col de Sorbois ins nächste Tal blicken können. Wow! Der kitschig türkisfarbene Stausee Lac de Moiry war mir gleichentags einen kurzen Blog-Beitrag wert.

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Die Wanderung auf dem Chemin 2500 ans Ende des Stausees begeistert mit ihren Blumenwiesen, der Aussicht und der Linienführung.

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Wir kommen trocken zurück ins Hotel. Erst in der Nacht beginnt es kräftig zu schütten, begleitet von Blitz und Donnern. Am nächsten Tag ist ein Alternativprogramm angesagt, die vorgesehene Wanderung würde niemandem Spass machen unter dem Regenschirm.

Wir schlendern zuerst durch das malerische Dorf Grimentz. Das tat ich übrigens im letzten Herbst schon einmal und beschloss damals, hier mal mehrere Tage zu verbringen. (-> Blogbeitrag).

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Obschon es von Anfang an regnet, beschliessen wir zu sechst, eine kurze Wanderung zu machen.

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Der Weg nach Vissoie auf der anderen Talseite ist auch bei Regenwetter gut zu begehen. An seinem Ende werden wir mit einer amächeligen Bäckerei/Café belohnt.

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Am dritten Tag können wir durchstarten. Nach einer Fahrt im vollgestopften Postauto (unsereins komfortabel im Sitzen) besteigen wir bei Chandolin die Sesselbahn nach Le Tsapé.

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Kaum sind wir oben, bleibt die Bahn – aus welchem Grund auch immer – für längere Zeit stehen. Wir möchten nicht tauschen mit all denen, die noch auf den Sesseln sitzen!

Obschon noch etwas Feuchtigkeit in der Luft hängt, sind wir auf Anhieb begeistert von den Ausblicken, die sich uns bieten.

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Der Weg – kurze Zeit noch im Bereich der Skipisten – schlängelt sich dem Hang entlang.

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Im Bereich der Standseilbahn von St. Luc nimmt die Personendichte rapide zu.

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Im historischen Hotel Weisshorn auf 2’337 m genehmigen wir uns eine Kaffeepause.

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Danach wird der Weg schmaler, abwechslungsreicher und noch aussichtsreicher.

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Nach 19 Kilometern, 5 1/2 Stunden und einem finalen Abstieg über mehrere hundert Höhenmeter mit glühenden Bremsmuskeln erreichen wir Zinal. Dort wird morgen auch der Zieleinlauf sein des berühmt-berüchtigten Bergrennens von Sierre nach Zinal. Wir haben schon mal vorgegriffen und sind über weite Strecken auf dieser Route gelaufen.

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Nach dieser herrlichen Wanderung, auf der ich vor Freude die ganze Welt hätte umarmen können, hätte ich nicht gedacht, dass noch eine Steigerung möglich ist. Weit gefehlt!

Am vierten und letzten Tag lassen wir uns von der Gondelbahn nach Bendolla fahren. Anfänglich geht es relativ flach auf einer Fahrstrasse immer knapp im Bereich der Waldgrenze entlang, dann wird der Weg schmaler und steigt an.

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Es ist nahezu wolkenlos. Was sind wir doch für Glückspilze, an so einem Prachtstag wandern zu können!

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Bei La Brinta beginnt der absolut begeisternde Abschnitt dem Grat entlang zum Roc d’Orzival.

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Blick zurück. Über weite Teile sind wir dem Grat von rechts her gefolgt.

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Es folgt der Abstieg, teilweise über Skipisten, zurück nach Bendolla.

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Wir machen eine regelrechte Ziellandung und huschen ohne jegliche Wartezeit in eine der Gondeln, die nur alle Stunden fahren.

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Nach vier erlebnisreichen Tagen machen wir uns – gesättigt von vielen Eindrücken – auf den langen Heimweg.

Danke allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft. Ihr seid eine so pflegeleichte Truppe, dass es eine wahre Freude ist, mehrtägige Touren zu organisieren. Bis bald!

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Mehr Infos und Bilder zu diesen vier Wandertagen im Val d’Anniviers gibt es HIER.