Walliser Ostern

Die Idee zu dieser Wanderung wurde im Januar geboren. Ein vorgängiges Fühler ausstrecken ergab, dass durchaus Interesse bestand, an Ostern einen Mehrtäger zu machen. Also legte ich los, plante, klärte ab und heraus kam Folgendes:

Am Karfreitag fahren wir mit dem Zug bis Martigny und folgen von dort zuerst dem Verlauf der Dranse und anschliessende der Rhone, bis wir auf die andere Talseite gelangen können.

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Dort geschieht das, was auch in den nächsten zwei Tagen mehrmals vorkommen wird: Ich schlage den falschen Weg ein.

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Dieser Umweg von einer guten Stunde erweist sich jedoch als sehr lohnend, kommen wir doch – was wir nicht ahnen konnten – einzig auf diesem Abschnitt in landwirtschaftlich ungenutztes Gebiet. Entsprechend vielfältiger ist die Flora.

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Mittagsrast inmitten von Orchideen – hoch über dem Rhonetal.

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Irgendwann fädeln wir doch noch in die vorgesehene Route ein. Was für eine grandiose Reben-Arena!

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Der Kastanienwald bei Fully mit seinen bis 300 Jahre alten Bäumen strahlt irgendwie Würde und Gelassenheit aus.

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In krassem Kontrast dazu stehen die Apfel-Plantagen, die kurz vor Erreichen unseres Tagesziels den Weg säumen.

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In La Sarvaz sind wir gut aufgehoben.

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Die Anlage besteht aus Campingplatz, einem etwas zu noblen Restaurant, Hotelzimmern und Massenlager. Die sauberen Sanitär-Anlagen teilt man sich mit dem Campingplatz-Gästen.

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Unser Achterschlag gleicht eher einem Möbellager mit seinen vier Etagenbetten, einem Tisch mit zwei Stühlen, einem offenen Regal (das wir in den Gang verbannen und dort unsere fein duftenden Schuhe hinstellen) und dem Schrank mit dem einen Kleiderbügel.

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Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf, der beim üppigen Frühstücksbuffet für viel Gesprächsstoff sorgt, machen wir uns auf den Weg nach Saillon. Der alte Ortskern über dem Rhonetal ist eine Perle.

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Was für ein Wetterglück wir doch haben! Kein Tropfen Regen ist angesagt, auch wenn es hier dringend wieder mal regnen müsste, damit die Natur in die Gänge kommt.

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Wie nicht anders zu erwarten war, bewegen wir uns meist in den Weinbergen. Mal auf asphaltierten Wegen, mal schlängelt sich ein schmaler Pfad mitten durch die Rebstöcke, mal wird der Weinberg in der Falllinie durchschnitten.

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Bei der Mittagsrast wird bereits Schatten zum Thema.

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Nach fast sieben Stunden reiner Wanderzeit erreichen wir Sion, unser nächstes Etappenziel.

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In der Jugendherberge stimmt das Verhältnis zwischen Unterkunft und Verpflegung. Einer geräuschvollen Nacht im Doppelzimmer steht nichts mehr im Wege.

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Am dritten Morgen fahren wir zwei Haltestellen weit mit dem Postauto und ersparen uns so den Marsch durch die Innenstadt von Sion.

Es fängt gut an. Der erste Abschnitt führt entlang der Bisse de Clavau und ist landschaftlich sehr lohnend.

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Bei St. Léonard wird der Weg wegen eines Erdrutsches über eine asphaltierte Strasse umgeleitet.

Solche Abschnitte sind am heutigen Tag leider eine Seltenheit.

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Bei Petit-Ollon drängt sich dieser lauschige Sitzplatz zum Verweilen auf.

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Endlich gibt’s Eiertütschis.

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Zu unserer freudigen Überraschung bringt uns die Frau, der dieser Platz offensichtlich gehört, nicht nur eine Karaffe Wasser, sondern auch eine Flasche Weisswein. Was für eine grosszügige Geste!

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Beinahe schon sinnbildlich für diese drei Tage: Der Blick auf Karte und Handy. Häufig stimmt die Beschilderung nicht mit der auf Schweiz Mobil eingezeichneten Route überein. Ich bin etwas genervt, würde ich mich doch gerne der Bequemlichkeit hingeben und den Wegweisern folgen.

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Nach viel zu vielen Asphalt-Kilometern erreichen wir bei Muraz die Standseilbahn, die Sierre mit Montana verbindet. Sie nimmt uns die letzten paar Höhenmeter Abstieg und einen weiteren Kilometer Hartbelag ab. Mit staubigen Schuhen und der Erinnerung an ein paar Hunderttausend Rebstöcke besteigen wir den Zug und treten die Heimreise an.

Fazit dieser Tour: Sie ist teilweise schlecht oder gar nicht markiert. Häufig stimmt die Markierung nicht mit der Strecke von Schweiz Mobil überein. Der grosse Anteil an Hartbelag ist nicht zu unterschätzen. Meine malträtierten Füsse werden jedenfalls die kommenden paar Tage keine Wanderschuhe aus der Nähe sehen.

Dennoch: Es hat einmal mehr Spass gemacht, in der Gruppe zu wandern. Auch wenn ich ab und zu in den Schilf raus gelaufen bin, so hoffe ich doch, dass sich mir auch für eine weitere mehrtägige Tour wieder so aufgestellte Wanderinnen und Wanderer anschliessen werden.

Weitere Infos und Fotos zur dreitägigen Osterwanderung unter diesem Link.

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Da standen wir und staunten

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Soooo gross!

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Ich staune immer wieder, dass so etwas fliegen kann. Aber glaubt mir, der Kahn hob tatsächlich ab.

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Die Besichtigung des Flughafens mit unserer Wandergruppe war ein voller Erfolg. Nicht nur, weil es zeitlich passte, dass wir von der Terrasse aus den Abflug des grössten Passagierflugzeugs der Welt bestaunen konnten.

Zur Nachahmung empfohlen! Weitere Infos HIER.

Die Ballenberg-Wanderung

Als uns das Postauto beim Altersheim in Kühlewil ausspuckt (hier möchten wir aller Beschaulichkeit zum Trotz aus verschiedenen Gründen nicht leben), ist es ganz schön frisch. Wer hat, zieht Mütze und Handschuhe an.

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Mit dem leichten Nebel verbreitet sich eine mystische Stimmung.

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Als zum ersten Mal der Blick auf die Berner Alpen frei wird, entfährt wohl Jedem von uns ein “boah!”.

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Wir wandern durch die beschauliche Landschaft und erfreuen uns an den zahlreichen schönen Anblicken, die die Natur für uns bereit hält.

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Aber nicht nur, denn auch der Mensch hat hier seit Jahrhunderten Hand angelegt und entstanden sind prächtige Gehöfte, die für die Gegend so typisch sind.

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Ganz besonders erfreut uns der Anblick derartiger Gebäude. Wer würde sich angesichts dieses Stöcklis nicht gleich ins Freilichtmuseum Ballenberg versetzt fühlen?

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Das überwältigende Panorama rückt immer näher und der Himmel hält so manche Überraschung für uns bereit.

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Allerdings ist auch der Weg nicht gänzlich überraschungsfrei. Wegen eines Felssturzes wird der Original Gürbetaler Höhenweg grossräumig umgeleitet. Die Alternative führt etwas weniger attraktiv und und heute reichlich matschig durch den Wald.

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Unverhofft stossen wir auf ein Restaurant und entschliessen uns spontan, dort etwas Kleines zu essen.

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Der Weg führt buchstäblich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

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Eine Holunder-Plantage? Haben wir noch nie gesehen. Aber wer hat’s erfunden…?

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Wir nehmen hier zwar nur den Schrott zur Kenntnis, nicht aber Platz, finden dennoch die Idee ganz sympathisch.

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Wir nähern uns unserem Ziel in Riggisberg.

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Dort steht die Kirche nicht im Dorf, sondern erhaben darüber.

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Und der Beck hat nicht nur eine sonnige Terrasse, sondern auch leckere Sachen, die uns die Wartezeit aufs Postauto in angenehmster Weise verkürzen.

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Mein Dank gebührt Beat, der einen lange gehegten Wandertraum von mir umgesetzt hat und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

Weitere Infos und Fotos zum (nicht ganz im Original gewanderten) Gürbetaler Höhenweg gibt es HIER.

Karte


Alte Freuden mit neuem Gerät

Unsere Wanderung in der Jurassischen Hauptstadt Delémont beginnt dort, wo es sommers ziemlich nass sein dürfte: Auf dem aktuell stillgelegten Wasserspiel.

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Die paar hundert Meter durch die Altstadt machen Lust darauf, diesem Städtchen mal einen ausführlicheren Besuch abzustatten.

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Heute jedoch haben wir ein anders Ziel und streben durch Wohnquartiere dem freien Feld entgegen.

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Nach welchem System wohl hier die Bepflanzung vorgenommen wurde?

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Mehr breit als hoch, diese Föhre, und deshalb im Fokus meiner Kamera.

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Im Jura sind die nächsten Felsen nie weit entfernt.

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Noch ist es im Wald ziemlich kahl. Doch mit geschärftem Auge lässt sich das eine oder andere Grünzeug entdecken.

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Solche schmalen Wege liebe ich!

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Mittagspause beim Naturfreundehaus bei Haute Borne

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mit einem Panorama, das irgendwo weit weg selbst die Jungfrau im Dunst versteckt.

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Ohne diese Tafel würde man glatt verpassen, dass man auf dem höchsten Punkt angelangt ist.

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Der Weg zeigt sich recht vielfältig. Mit Dreck, Laub, Panorama.

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Auf dem Aussichtspunkt Le Béridier.

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Nur noch eine Ruine: Château du Vorbourg

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Ich bin entzückt ab den Narzissen, die mitten im Wald wachsen.

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Und natürlich auch ab den Blausternchen. Und dem Bärlauch, aber den haben wir ja selber.

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Krönender Abschluss dieser schönen Frühlings-Wanderung ist der Besuch in der Konditorei Werth in Delémont.

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Herzlichen Dank an Beat für die Organisation dieser Tour und allen Mitwanderinnen für die gute Unterhaltung.

Falls sich jemand nun wider Erwarten noch an den Titel des Beitrags erinnern sollte, hier die Auflösung: Das neue Gerät sind Frau Flohnmobils Wanderschuhe. Sie haben sich in den gut vier Stunden Wanderung bewährt und dürfen fortan auch auf längere bzw. mehrtägige Touren mitkommen, pardon mitgehen.

Mehr Infos und Fotos gibt es HIER anzuschauen.

Karte

Tunnel-Wanderung mit Panorama-Blick

Ausschlafen und wandern – das ist eine eher seltene Kombination. Gestern ward sie dank kurzer Anreise wahr.

In der Badener Altstadt schreiten wir die Marktstände ab. Es frühlingt allenthalben!

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Nach wenigen hundert Metern lassen wir die Stadt hinter uns. Soooo viele Wegweiser!

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Der Weg durch den Tüfels-Chäller fasziniert mich. So also sieht ein Wald aus, der seit 1999 nicht mehr bewirtschaftet wird.

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Immer wieder ein besonderer Anblick: der erste Seidelbast des Jahres.

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Lungenkraut – der violette Zwilling des Schlüsselblüemlis – habe ich schon mehrere Jahre nicht mehr angetroffen. Gemäss Kurt nennt man den Frühlingsboten in der Ostschweiz “Schlotterhose”.

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Die intensiven Niederschläge der vergangenen beiden Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Im Grossen Ganzen aber ist der Weg erstaunlich trocken.

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Dass wir auf unserem Weg gleich über mehrere Tunnels schreiten – die drei Röhren des Bareggs und den Heitersberg-Eisenbahntunnel – merken wir natürlich nicht. Hier der Blick über die Lägern.

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Auf der anderen Seite des Högerlis empfängt uns nicht nur ein giftiger Wind,

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sondern vor allem ein fantastisches Panorama über die Alpen.

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Die Suche nach dem optimalen Mittags-Plätzli gestaltet sich etwas schwierig, scheint doch die Sonne aus der gleichen Richtung wie der Wind pfeift.

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Wenn die Temperaturen so hoch bleiben, wird diese Wiese wohl bald goldgelb vor lauter Löwenzahn sein.

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Nur wenige Fahrstrassen queren den Heitersberg. Wir sind praktisch unbehelligt vom Verkehr.

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Wieder was dazugelernt: Die Aargauer haben auch einen Egelsee. Im Sommer vermutlich ein stark beanspruchtes Naherholungsgebiet.

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Der Üetliberg für einmal aus anderer Perspektive.

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Unseren Kafi-Gelüsten können wir in der sympathischen Selbstbedienungs-Cafeteria des Behindertenheims Morgenstern nachkommen.

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Ein Wanderer erzählt uns von den vielen Blausternen, die wie ein Teppich oben am Heitersberg vorkommen müssen. Da wir den Weg über den Egelsee statt über den Grat gewählt haben, haben wir sie verpasst. Oder doch nicht? Unterhalb der Cafeteria entdecken wir auch ein Wäldchen, wo es hüben wie drüben blaut.

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Unsere Wanderung endet an der Station Widen Heinrüti der Dietikon-Bremgarten-Bahn.

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Dort stehen auch die einzigen Miezen, die wir den ganzen Tag antreffen.

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Vielen Dank an Beat für diese Wanderung; es war genau passend für diesen Frühlingstag.

Weitere Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Wanderung mit F1-Flair

Die Wanderung im Tessin beginnt sehr untypisch mit einem Kaffee. Wir warten noch auf zwei Kolleginnen – notabene diejenigen, die am wenigsten  weit haben.

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Es bleibt genügend Zeit, den in voller Blüte stehenden Kamelienbaum im nahen Garten zu bewundern.

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Der Wanderweg windet sich fantasievoll unter der Autobahn durch und knackt die Lärmschutz-Wand.

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Diverse Magnolienbäume geben ihr Bestes, um uns zu beeindrucken.

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Ausserhalb von Rivera steigt die Strasse im noch kahlen Kastanienwald steil an, bevor wir auf die erste Alp kommen und den Rundblick geniessen können.

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Einmal mehr prächtiges Wanderwetter. Unter uns die Industriegebiete und Vororte Luganos mit der Geräuschkulisse der Autobahn.

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Der Weg ist sehr abwechslungsreich, überquert so manche Rinne, ist ziemlich schmal. Trittsicherheit von Vorteil!

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Was so ein alter knorriger Kastanien-Stamm nicht alles hergibt.

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Immer wieder treffen wir verfallene, aber auch intakte Rustici an.

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Munteres Posieren für den Fotografen. “Gaht  de Beat jetzt wieter oder suecht er immer no die best Position zum abdrucke?”

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Der schmale Weg durch den unter der Woche gesperrten Abschnitt zwischen Tassera und Toricella wird nochmals kurz abenteuerlich. Er windet sich stets dem Hang entlang, ohne gross Höhenmeter zu machen. Die Geräuschkulisse der Autobahn blendet man besser aus, dort unten scheinen die Einen auch den Frühling zu spüren. 

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Was bleibt, ist der Eindruck der prächtigen blühenden Bäume im Tessin, das schöne Wetter, die Aussicht auf verzuckerte und andere Berge.

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Vielen Dank an Beat für die Idee und Durchführung dieser Wanderung und allen neuen und altbekannten Mitwanderern für die nette Begleitung. Jederzeit gerne wieder!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Darf es eine Mehr- oder Weniger-Schnee-Wanderung sein?

Noch auf der Anreise Richtung Thunersee war nicht ganz klar, wohin die Wanderung führen würde. Das schöne Wetter, das den Blick vom Zug aus aufs Niederhorn ohne jegliches Nebelchen Preis gab, überzeugte unseren Wanderleiter Beat jedoch augenblicklich.

Wir verlassen das Postauto bei Beatenberg-Waldegg und montieren nach den ersten rutschigen Schritten unsere Schuhspikes. Für Frau Flohnmobil, ausgerüstet mit einem “Stadt-Modell”, eine gänzlich neue Erfahrung.

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Zugegeben, auf derart besonnten Wegen hätte es nicht dringend der Spikes bedürft. Allerdings erweisen sie sich auch nicht als hinderlich.

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Den ganzen Tag werden wir von diesem bombastischen Panorama über die Berner Alpen regelrecht verfolgt.

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Der Weg ist angenehm zu begehen. Schneeschuhe wären überflüssig.

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Der “Hundschopf”, die einzige etwas längere steile Passage.

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Kurz vor dem Gipfel lassen wir uns nicht zweimal bitten, hier Platz zu nehmen.

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Das 1’950 m hohe Niederhorn ist mit seinem Sendemast sicher keine Augenweide. Aber ein Aussichtspunkt erster Güteklasse.

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Und ausserdem bequem ab Beatenberg mit diesem ulkigen Bähnli zu erreichen.

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Weil bis anhin alles so flott gelaufen ist, nehmen wir den Abstieg unter die Füsse und lassen das Bähnli links liegen. Eine Entscheidung, die niemand bereuen wird.

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Die verschiedenen Wege bzw. Pisten für Schlittler, Wanderer und Skifahrer sind gut getrennt. Man kommt sich nicht in die Quere.

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Der Schlittelweg scheint beleuchtet zu sein. Es erschliesst sich uns jedoch nicht, wie diese Beleuchtung funktioniert. Da wird doch nicht jeden Abend einer bei allen gut 80 Pfünzeli den Schalter umwerfen?

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Beim Anblick dieses Skilifts fühle ich mich grad wieder jung…

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Immer wieder der Blick über den Thunersee. In den unteren Luftschichten ist die Luft etwas feuchter geworden.

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Unten in Beatenberg erwischen wir mit einer Präzision, die wir gewollt nie hätten erreichen können, die Standseilbahn runter in die Beatenbucht. Dort gönnen wir uns einen Kaffeestop, bevor wir mit dem Bus nach Thun fahren.

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Die Wartezeit auf dem Perron verkürzt uns dieser Pianist. Unserer Aufforderung, Louenesee zu spielen, kommt er leider nicht nach. Unser Sing-Gegröle wär ihm gewiss gewesen!

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Eine perfekte Schneewanderung! Von Winter kann man momentan nicht mehr sprechen, erinnert die Schneekonsistenz doch eindeutig mehr an Frühling.

Herzlichen Dank an Beat für diese super Wanderung und allen Mitwanderern für die wertvolle Kameradschaft.

Mehr Bilder und Infos zur Wanderung gibt es HIER.

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Heimvorteil mit Glatteis

Für einmal war der Anfahrtsweg für mich erquickend kurz. Und das erst noch zu einer sehr christlichen Tageszeit. Daraus resultierte eine verhältnismässig kurze, dreistündige Wanderung, aber das war ja auch erst der Anfang.

Bei unserem Start in Turbenthal sind die Temperaturen zwar schon deutlich im Plusbereich, doch am Eingang zum Hutzikertobel liegt nicht nur Schatten, sondern auch Eis. Dieser lässt die Einen wie auf rohen Eiern gehen, die Anderen ihre Schuhkrallen montieren.

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Am Ende des schattigen Tobels wird es schlagartig besser. Wohl liegt noch Schnee, aber diesen haben die Temperaturen bereits so weit aufgeweicht, dass es keine Rutschpartie mehr gibt.

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Was, schon der Gipfel in Sicht?

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Aber es ist doch noch viel zu früh für den Mittagshalt! Gefuttert wird trotzdem.

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Was für ein beeindruckendes Panorama von diesem verhältnismässig tief gelegenen Hoger. Merke: Der Schauenberg – Ausflugsziel vieler Schulreisen im Sommer aber auch im Winter gut besucht – liegt auf 890 m.

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Im Abstieg auf der Nordseite ist der Schnee noch pulvrig – zumindest dort, wo ihn nicht hunderte von Schuhsohlen über die vergangenen Tage poliert haben.

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Je tiefer wir kommen, desto grösser werden die aperen Flecken.

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Beat wird plötzlich von Heimatgefühlen gepackt. Wir überschreiten in einem feierlichen Moment die Grenze zum Kanton Thurgau.

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In diesem Kanton allerdings erleben wir gar Seltsames. In der anvisierten Kneipe in Ettenhausen wird geraucht! Nach einer kurzen Kaffee- und Pippi-Runde flüchten wir wieder an die frische Luft.

Unser Tagesziel, das Areal des ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters in Tänikon, erreichen wir nach wenigen Minuten.

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Dort erwarten uns nicht nur prächtige Gebäude sondern ein Museum, in dem ich eine Führung organisiert habe.

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In höchst unterhaltsamer Art und Weise werden wir von unserem Führer durch die Sammlung alter landwirtschaftlicher Gerätschaften und Maschinen begleitet.

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Wer sich für den Arbeitsalltag unserer oft bäuerlichen Vorfahren interessiert oder generell der Landwirtschaft etwas abgewinnen kann, dem sei eine solche Führung im Agrotechnorama im thurgauischen Tänikon wärmstens ans Herz gelegt. Das Museum ist nicht öffentlich zugänglich und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Mein Dank gilt Herrn Stadler, der uns 90 Minuten lang durchs Museum begleitet hat, Beat, der die passende Wanderung herausgesucht hat und Allen, die einmal mehr durch ihre Anwesenheit zu einem unvergesslichen Tag beigetragen haben.

Mehr Infos und Bilder zu diesem Anlass gibt es HIER.

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Fünf Hühner im Tessin

Ich habe nie behauptet, dass ich mich im Tessin sonderlich gut auskenne. Immerhin, seit gestern gibt es für mich einen weissen Fleck auf der Landkarte weniger.

Unsere Wanderung startet in Gentilino. Dort besuchen wir zuerst den Friedhof mit dem Grab von Hermann Hesse und umrunden auf der gegenüberliegenden Strassenseite die Kirche, die unter Hochzeitspaaren sehr beliebt ist.

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Und alles unter strahlend blauem Himmel. Doch der Schein trügt! Am Morgen ist es auch im Tessin frisch und wir ziehen uns warm an, inklusive Röckli in vier Varianten.

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Wir sind ganz angetan von der Freundlichkeit der Bewohner. Obschon wir nicht selten laut schnädernd an ihnen vorbeigehen, grüssen sie allesamt.

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Als wir auf dem Gelände des riesigen, verlassen wirkenden Resort Collina d’Oro Mittagspause machen, ist es merklich wärmer geworden. Handschuhe und Mützen werden verstaut.

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Auf der Westseite des Monte Croce liegen die kläglichen, zum Teil vereisten Überreste des Schneefalls vom Sonntag.

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Ein prächtiger Aussichtpunkt 350 m über dem komplizierten Lago di Lugano.

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Frühlingsboten.

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Was für ein unerwartetes Idyll: Lago di Muzzano.

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Trinkpause am Ufer des Lago di Lugano bevor es in den Schlussspurt geht.

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Pflanzliche Bielmann-Pirouette

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Erinnerungen werden wach. Hier war ich in der 3. Sek im Klassenlager. Und die Hütte steht trotzdem noch.

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Die letzten Meter sind schnurgerade und stinklangweilig. Und das alles ohne Kaffee im Bauch!!!

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Die SBB hält für uns noch eine besondere Überraschung bereit. Und als gratis Zugabe wird der Zug über Boswil bei Bünzen umgeleitet.

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Trotzdem: Der Ausflug in den Süden hat sich gelohnt.

Danke an Beat für die Wanderleitung und die endlose Geduld mit den fünf Hühnern.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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359 Grad Burgdorf

Ausnahmsweise führte uns eine Wanderung wieder an den Ausgangspunkt zurück. Dazwischen: viel Auf und Ab, Zickzack, jede Menge ignorierter Wegweiser und immer wieder der Blick auf Burgdorf, wo alles begann.

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Es liegt ein Hauch von Schnee, die Temperaturen sind noch deutlich im Minus.

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Wir wandern querfeldein.

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Schon wieder Burgdorf. Diesen Kirchturm werden wir heute noch öfters fotografieren.

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Kunst am Wegesrand. Erkennt ihr all die Tierli? Ich habe sie extra für euch etwas abgestaubt.

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Eule, Specht, Eichhörnli, Reh, Dachs. Und ein paar Steinpilze.

Der Weg ist häufig mit einem feinen Flaum bedeckt. An abschüssigen Stellen ist Vorsicht angesagt.

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Und schon wieder Burgdorf.

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Wenn das – wie ich vermute – Haareis ist, ist es das erste, wenn auch ziemlich dreckige Haareis, das ich in Natura sehe.

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Immer noch Burgdorf…

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Fürs beste Fotosujet muss man sich etwas vor wagen.

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Überraschende Sandstein-Formationen.

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Noch viel überraschender: Diese Höhlen im Sandstein in der Nähe des Ufers der Emme.

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Wir sind nun viiiiiel weiter weg von Burgdorf…

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… und wandern unserer Mittagsrast entgegen.

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Keiner zu klein, ein Wanderer zu sein.

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Es bestätigt sich einmal mehr: Auch vermeintlich banale Wanderungen haben landschaftliche und architektonische Perlen zu bieten.

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Wir stampfen durch den Wald, der – den Spuren nach zu schliessen – auch von kälteresistenten Bikern benutzt wird.

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Irgendwie habe ich den Eindruck, diese Kirche schon mehrmals gesehen zu haben. Einziger Unterschied: So nahe kamen wir ihr noch nie.

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Schlussaufstieg zur Rothöhe

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mit gleichnamigem Restaurant, wo es einen Kafi gibt.

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Nun kennen wir dieses Burgdorf bald von allen Seiten.

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Aussicht Richtung Schrattenflue und Berner Alpen.

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Die letzten Meter in der freien Natur im Licht der untergehenden Sonne.

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Am Bahnhof schliesst sich der Kreis wieder.

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Wir haben die vorgesehene Route ganz leicht abgekürzt. Dennoch: Wir haben dieses Städtchen am Eingang zum Emmental grossräumig und in gut 5 Stunden umwandert.

Vielen Dank an Beat für die Pfadfinder-Leistung und allen Mitwanderern für die gute Kameradschaft.

Mehr Infos und Bilder gibt es HIER abzuholen.

Wenn ich mir die rot eingezeichnete Route genauer anschaue, muss ich zugeben, dass gewisse Ähnlichkeiten mit einem amerikanisches Grossmaul nicht von der Hand zu weisen sind.

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