Die Ohneschneeschuh-Wanderung

Die Schwägalp liegt um diese Jahreszeit selbst gegen 10.30 Uhr im Schatten.

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Da hilft nur eines: Losmarschieren, der Sonne entgegen.

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Der Weg ist schon angetrampelt. Von Wanderern wie wir, aber auch von zwei Schneeschuh-Läufern.

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Im Tal schlottert man unter der Nebeldecke und wir können uns eine Tenue-Erleichterung erlauben. Handschuhe, Mütze, Jacke,  alles wird im Rucksack verstaut.

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Um ein Haar wäre mir dieses Kunstwerk der Natur plattgewalzt worden.

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An Schnee und blauem Himmel werde ich mich nie sattsehen können, aber der erste Schneekontakt des Winters hat immer wieder etwas Magisches an sich.

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Es liegt mehr Schnee als erwartet. Schneeschuhe hätten gute Dienste erwiesen.

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Kein Wölklein trübt die Sicht vom Hinderfallenchopf aus.

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Über dem Toggenburg liegt leichter Dunst, der langsam etwas ansteigt.

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Wir verbleiben bis zum Schluss in der Sonne

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und können von der Postauto-Haltestelle aus einen letzten Blick zum Alpstein werfen. Leider ist das anvisierte Restaurant vorübergehend geschlossen, sodass der ersehnte Kafi vertagt werden muss.

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Danke an Beat für die Idee und Durchführung dieser als Winterwanderung gedachten Tour. Wie erwähnt, Schneeschuhe hätten gute Dienste geleistet. Stattdessen stapften wir durch den Schnee, was mitunter etwas anstrengend wurde. Aber me isch ja fit!

Mehr Infos und Fotos zur Tour gibt es HIER.

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Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

Oben angekommen?

Heute sollte er oben sein. Nach all den Strapazen und Entbehrungen sollte er oben ankommen.

Heute, am 5. Tag seit Aufbruch, und in etwa jetzt, wo dieser Beitrag online geht, sollte er den Gipfel erreicht haben. So sah es der Plan vor. Dass sich das Wetter, die Gesundheit und weitere unberechenbare Faktoren nicht an solche Vorgaben halten, liegt auf der Hand. Und mit der Brechstange erreicht man dort oben gar nichts. Es sind nur spärlich Informationen durchgerieselt, der Handy-Empfang basiert auf dem Zufalls-Prinzip. Ich vergizzle beinahe und hätte ihm so sehr gewünscht, dass er sich im Adrenalinschub des Gipfelerlebnisses suhlen kann.

Was immer sich dort oben heute abspielt, für mich zählt nur eines: Dass der liebe Bergler gesund runter kommt. Und ich endlich wieder etwas von ihm höre.

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Eine teure Wanderung

Es war zum vornherein klar gewesen, dass diese Wanderung anders werden würde als bisherige Wanderungen. Es war auch klar gewesen, dass sie etwas kosten würde. Aber so viel…!

Dabei fing alles so gut an. Egal ob ausgeschlafen oder nicht, wir mussten in aller Herrgottsfrühe aus den Federn, damit wir kurz nach 9.00 Uhr in Zernez waren. Ein Prachtstag stand in den Startlöchern.

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In Zernez wartete nicht nur unser zehnköpfiges Wandergrüppchen, sondern noch weitere sieben Personen darauf, mit zwei Kleinbussen zur Alp Zeznina hochgekarrt zu werden. Die Exkursion “Seenplatte Macun” konnte beginnen.

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Im Aufstieg hielten wir Ausschau nach Tieren. Doch man konnte schauen, so lange mal wollte, da liess sich kein Bein blicken.

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Nach rund zwei Stunden Fussmarsch erreichten wir den Rand des Nationalparks.

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Längst nicht alle Teilnehmer waren so fit wie unsere Truppe. Wir mussten immer wieder warten und das Feld zog sich in die Länge. Echli müehsam!

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Am Lai d’Immez auf 2’613 m machten wir eine ausgiebige Pause.

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Unser Wanderführer erzählte uns etwas über Blockgletscher, die Entstehung des Nationalparks, dessen Werte und Gesetze.

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Dann nahm das Übel seinen Lauf.

Einige von uns stiegen noch ein paar Meter auf, um einen besseren Überblick über die Seenplatte zu haben. Gar passend bot sich dabei die Anhöhe mit dem von weither sichtbaren Steinmann an.  Und tatsächlich war der Blick auf die in die Landschaft eingesprenkelten Seen begeisternd schön.

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Als wir von diesem kurzen Abstecher zurück kamen, wurden wir von einem Parkwächter in Empfang genommen. Mit freundlichen aber bestimmten Worten machte er uns darauf aufmerksam, dass wir im wahrsten Sinn des Wortes eine grobe Übertretung begangen hatten. Im Nationalpark darf man sich nämlich nicht von den bestehenden Wegen entfernen! Bei netten Worten blieb es leider nicht. Der Ranger zückte seinen Block und nahm die Personalien auf. Es wird eine saftige Busse folgen. Au weia, das werden teure Fotos! Der Bitte des Rangers, keine der gemachten Bilder zu posten, kamen wir kleinlaut nach.

Natürlich war damit das Gesprächsthema für den Rest der Tour gegeben. Ohne Zweifel, unser Führer hatte uns schon mehrmals, aber offenbar mit zu wenig Nachdruck, darauf aufmerksam gemacht, dass man auf dem Weg bleiben muss. Gewohnt, auch mal weglos zu gehen, hatten wir uns gegenseitig verleiten lassen. Wäre nicht dieser Steinmann gewesen, der schon stand, bevor die Macun Seenplatte 2010 zum Nationalpark erklärt wurde, wäre vielleicht alles anders gekommen.

Auch unser Führer muss wohl einen Schuh voll rausgezogen haben. Künftig dürfte er seinen Gruppen kaum mehr so viel Auslauf gewähren.

Nachdem wir wieder vollzählig waren, begingen wir die kleine Runde an einigen der Seelein vorbei – wohlbedacht keinen falschen Schritt zu machen.

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Dann erfolgte der Abstieg auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren. Das Feld zog sich einmal mehr endlos in die Länge und ich sah längst den anvisierten Zug ohne uns davonfahren.

Alles in allem kann ich die geführte Exkursion zu der Macun Seenplatte empfehlen. Sie ist landschaftlich einmalig schön. Ohne Taxifahrt auf den bewilligungspflichtigen Strassen mutiert die Wanderung zu einer achtstündigen Mammut-Tour. Allerdings stimmen die Angaben, die das Tourismus-Büro macht, nicht. Die Exkursion fällt entschieden länger aus. Insgesamt sind es 11 km und je 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, was für manchen Wanderer schlicht zu viel ist.

Natürlich ist die Busse jetzt nicht gerade das, worauf wir gewartet haben. Aber letztlich sind wir Alle wieder gesund und wohlbehalten am Bahnhof Zernez angekommen. Und nur das zählt.

Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spass gemacht.

Mehr Bilder und Infos zur Tour gibt es HIER nachzulesen.

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Völkerwanderung im Bregenzerwald

Er wird als “Hausberg des Bregenzerwalds” bezeichnet und logiert unter dem Namen “Kanisfluh”. Dank der Gondelbahn von Mellau ist der 2’044 m hohe Berg in zwei Stunden zu erreichen. Diese relative Nähe verleitet so manchen Wanderer, diesen Aussichtsberg zu erklimmen.

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Tatsächlich ist die Aussicht von dort oben spektakulär, auch wenn das Gipfelerlebnis durch das viele Volk arg getrübt wird (merke: Touristen sind immer die Anderen). In unserem Falle waren nicht nur Zwei- sondern auch Vierbeiner oben. Und diese können mitunter ziemlich aufdringlich sein, wenn sie Futter in einem Rucksack ausmachen.

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Wir zogen es deshalb vor, unser Picknick in ziegenloser Umgebung abzuhalten und stiegen wieder in den Sattel ab.

Zuvor jedoch genossen wir den Rundblick.

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Blick auf das letzte Stück des Aufstiegs.

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Ohne Zweifel, die Österreicher haben auch ganz nette Berge.

Im Abstieg nach Au, zurück in unser Hotel, konnten wir die Kanisfluh von der anderen Seite bewundern. Was für Schichtungen und steile Flanken!

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Die Wanderung ist ab der Bergstation Rossstelle gut beschildert. Der Weg auf den Gipfel erfordert insbesondere im Bereich der felsigen Passagen, die von Abertausenden von Schuhen poliert wurden, Trittsicherheit, die wir gewiss nicht jedem der anwesenden Wanderern attestieren konnten. Vom passenden Schuhwerk ganz zu schweigen.

Mehr Infos zur Kanisfluh gibt es unter anderem HIER nachzulesen.

Wandern zwischen Himmel und Erde

Nach einer vierstündigen Fahrt quer durchs Land kommen wir in Grimentz an. Husch die Koffer im Hotel deponiert und schon geht es mit der Gondelbahn hoch nach Sorebois.

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Das Wetter ist okay um nicht zu sagen ideal zum wandern, doch mein besorgter Blick gilt in schöner Regelmässigkeit dem Radarbild. Wird es noch vier Stunden halten?

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Die erste halbe Stunde befinden wir uns noch im Bereich der Skipisten, dem entsprechend langweilig planiert ist auch das Gelände.

Das ändert sich schlagartig, als wir beim Col de Sorbois ins nächste Tal blicken können. Wow! Der kitschig türkisfarbene Stausee Lac de Moiry war mir gleichentags einen kurzen Blog-Beitrag wert.

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Die Wanderung auf dem Chemin 2500 ans Ende des Stausees begeistert mit ihren Blumenwiesen, der Aussicht und der Linienführung.

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Wir kommen trocken zurück ins Hotel. Erst in der Nacht beginnt es kräftig zu schütten, begleitet von Blitz und Donnern. Am nächsten Tag ist ein Alternativprogramm angesagt, die vorgesehene Wanderung würde niemandem Spass machen unter dem Regenschirm.

Wir schlendern zuerst durch das malerische Dorf Grimentz. Das tat ich übrigens im letzten Herbst schon einmal und beschloss damals, hier mal mehrere Tage zu verbringen. (-> Blogbeitrag).

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Obschon es von Anfang an regnet, beschliessen wir zu sechst, eine kurze Wanderung zu machen.

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Der Weg nach Vissoie auf der anderen Talseite ist auch bei Regenwetter gut zu begehen. An seinem Ende werden wir mit einer amächeligen Bäckerei/Café belohnt.

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Am dritten Tag können wir durchstarten. Nach einer Fahrt im vollgestopften Postauto (unsereins komfortabel im Sitzen) besteigen wir bei Chandolin die Sesselbahn nach Le Tsapé.

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Kaum sind wir oben, bleibt die Bahn – aus welchem Grund auch immer – für längere Zeit stehen. Wir möchten nicht tauschen mit all denen, die noch auf den Sesseln sitzen!

Obschon noch etwas Feuchtigkeit in der Luft hängt, sind wir auf Anhieb begeistert von den Ausblicken, die sich uns bieten.

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Der Weg – kurze Zeit noch im Bereich der Skipisten – schlängelt sich dem Hang entlang.

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Im Bereich der Standseilbahn von St. Luc nimmt die Personendichte rapide zu.

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Im historischen Hotel Weisshorn auf 2’337 m genehmigen wir uns eine Kaffeepause.

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Danach wird der Weg schmaler, abwechslungsreicher und noch aussichtsreicher.

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Nach 19 Kilometern, 5 1/2 Stunden und einem finalen Abstieg über mehrere hundert Höhenmeter mit glühenden Bremsmuskeln erreichen wir Zinal. Dort wird morgen auch der Zieleinlauf sein des berühmt-berüchtigten Bergrennens von Sierre nach Zinal. Wir haben schon mal vorgegriffen und sind über weite Strecken auf dieser Route gelaufen.

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Nach dieser herrlichen Wanderung, auf der ich vor Freude die ganze Welt hätte umarmen können, hätte ich nicht gedacht, dass noch eine Steigerung möglich ist. Weit gefehlt!

Am vierten und letzten Tag lassen wir uns von der Gondelbahn nach Bendolla fahren. Anfänglich geht es relativ flach auf einer Fahrstrasse immer knapp im Bereich der Waldgrenze entlang, dann wird der Weg schmaler und steigt an.

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Es ist nahezu wolkenlos. Was sind wir doch für Glückspilze, an so einem Prachtstag wandern zu können!

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Bei La Brinta beginnt der absolut begeisternde Abschnitt dem Grat entlang zum Roc d’Orzival.

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Blick zurück. Über weite Teile sind wir dem Grat von rechts her gefolgt.

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Es folgt der Abstieg, teilweise über Skipisten, zurück nach Bendolla.

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Wir machen eine regelrechte Ziellandung und huschen ohne jegliche Wartezeit in eine der Gondeln, die nur alle Stunden fahren.

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Nach vier erlebnisreichen Tagen machen wir uns – gesättigt von vielen Eindrücken – auf den langen Heimweg.

Danke allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft. Ihr seid eine so pflegeleichte Truppe, dass es eine wahre Freude ist, mehrtägige Touren zu organisieren. Bis bald!

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Mehr Infos und Bilder zu diesen vier Wandertagen im Val d’Anniviers gibt es HIER.

Verflixt und zugewandert

Nach langer Anreise begannen die Wanderfreuden auf der Alp Flix. Das Wetter zeigte sich anfangs noch etwas zugeknöpft.

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Als geübte Wanderer erkannten wir jedoch rasch, was die Gegend für ein optisches Potential hat.

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Nicht ganz klar war dagegen, wo hier ein Weg durchführen sollte.

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Aus der Nähe erwies sich dieser aber als gut erkennbar.

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Unterhalb der Fuorcla dil Leget wurde es immer karger.

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Doch selbst auf 2’700 m wachsen noch Pflänzchen.

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Nichts für zarte Pflänzchen war ein Bad in diesem See. Frau Flohnmobil verzichtete leicht fröstelnd.

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Der höchste Punkt war erreicht.

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Am Julierpass endete der erste Wandertag und wir bestiegen das Postauto nach St. Moritz.

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In der Jugendherberge waren wir preisgünstig und verkehrstechnisch relativ gut untergebracht. Der nächtliche Lärm der Zimmernachbarn war im Preis inbegriffen.

Der zweite Wandertag begann mit einer Postauto-Fahrt über den Julier. In Bivio folgten wir der alten Handelsstrasse bis zum Septimerpass. Schon zu Römers Zeiten wurde dieser Pass begangen. Damals sah es wohl hier noch etwas weniger technisch aus.

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Statt dem Septimer weiter ins Bergell zu folgen,

bogen wir zum Pass Lunghin ab.

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Auf der einzigen dreifach Wasserscheide Europas tummelten sich derart viele Leute, man hätte meinen können, der nächste Parkplatz liege nur ums Eck.

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Auf 2’485 m lockte der Lägh dal Lunghin zum Bade.

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Frau Flohnmobil – bei derartigen Wassertemperaturen bekennend wasserscheu – freute sich derweil lieber an der winzigen Flora.

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Das Panorama beim Abstieg nach Maloja war absolut begeisternd schön.

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Und so endete dieser Tag wie er begonnen hatte: mit einer Postautofahrt.

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Am dritten Tag wollte das Wetter nicht mehr so recht. Improvisationstalent bei der Routenwahl war angesagt.

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Die immergleichen Unentwegten liessen sich auch im Regen nicht von einem Bad im Lägh da Cavloc abhalten.

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Hier entschieden wir aufgrund des Radarbildes, die Tour abzubrechen und nach Maloja zurückzukehren.

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Während die Einen noch einen Abstecher nach Chiavenna machten um violette Teigwaren zu kaufen

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entschied ich mich für den direkten Heimweg, der auch so noch lang genug wurde.

Ein lustiges Trüppchen waren wir. Vielen Dank an Barbara für die Idee und Organisation dieser dreitägigen Wanderung und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

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Mehr Infos und Fotos zu den Wanderungen gibt es HIER.