Die Ballenberg-Wanderung

Als uns das Postauto beim Altersheim in Kühlewil ausspuckt (hier möchten wir aller Beschaulichkeit zum Trotz aus verschiedenen Gründen nicht leben), ist es ganz schön frisch. Wer hat, zieht Mütze und Handschuhe an.

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Mit dem leichten Nebel verbreitet sich eine mystische Stimmung.

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Als zum ersten Mal der Blick auf die Berner Alpen frei wird, entfährt wohl Jedem von uns ein “boah!”.

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Wir wandern durch die beschauliche Landschaft und erfreuen uns an den zahlreichen schönen Anblicken, die die Natur für uns bereit hält.

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Aber nicht nur, denn auch der Mensch hat hier seit Jahrhunderten Hand angelegt und entstanden sind prächtige Gehöfte, die für die Gegend so typisch sind.

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Ganz besonders erfreut uns der Anblick derartiger Gebäude. Wer würde sich angesichts dieses Stöcklis nicht gleich ins Freilichtmuseum Ballenberg versetzt fühlen?

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Das überwältigende Panorama rückt immer näher und der Himmel hält so manche Überraschung für uns bereit.

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Allerdings ist auch der Weg nicht gänzlich überraschungsfrei. Wegen eines Felssturzes wird der Original Gürbetaler Höhenweg grossräumig umgeleitet. Die Alternative führt etwas weniger attraktiv und und heute reichlich matschig durch den Wald.

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Unverhofft stossen wir auf ein Restaurant und entschliessen uns spontan, dort etwas Kleines zu essen.

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Der Weg führt buchstäblich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

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Eine Holunder-Plantage? Haben wir noch nie gesehen. Aber wer hat’s erfunden…?

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Wir nehmen hier zwar nur den Schrott zur Kenntnis, nicht aber Platz, finden dennoch die Idee ganz sympathisch.

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Wir nähern uns unserem Ziel in Riggisberg.

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Dort steht die Kirche nicht im Dorf, sondern erhaben darüber.

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Und der Beck hat nicht nur eine sonnige Terrasse, sondern auch leckere Sachen, die uns die Wartezeit aufs Postauto in angenehmster Weise verkürzen.

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Mein Dank gebührt Beat, der einen lange gehegten Wandertraum von mir umgesetzt hat und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

Weitere Infos und Fotos zum (nicht ganz im Original gewanderten) Gürbetaler Höhenweg gibt es HIER.

Karte


Alte Freuden mit neuem Gerät

Unsere Wanderung in der Jurassischen Hauptstadt Delémont beginnt dort, wo es sommers ziemlich nass sein dürfte: Auf dem aktuell stillgelegten Wasserspiel.

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Die paar hundert Meter durch die Altstadt machen Lust darauf, diesem Städtchen mal einen ausführlicheren Besuch abzustatten.

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Heute jedoch haben wir ein anders Ziel und streben durch Wohnquartiere dem freien Feld entgegen.

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Nach welchem System wohl hier die Bepflanzung vorgenommen wurde?

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Mehr breit als hoch, diese Föhre, und deshalb im Fokus meiner Kamera.

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Im Jura sind die nächsten Felsen nie weit entfernt.

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Noch ist es im Wald ziemlich kahl. Doch mit geschärftem Auge lässt sich das eine oder andere Grünzeug entdecken.

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Solche schmalen Wege liebe ich!

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Mittagspause beim Naturfreundehaus bei Haute Borne

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mit einem Panorama, das irgendwo weit weg selbst die Jungfrau im Dunst versteckt.

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Ohne diese Tafel würde man glatt verpassen, dass man auf dem höchsten Punkt angelangt ist.

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Der Weg zeigt sich recht vielfältig. Mit Dreck, Laub, Panorama.

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Auf dem Aussichtspunkt Le Béridier.

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Nur noch eine Ruine: Château du Vorbourg

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Ich bin entzückt ab den Narzissen, die mitten im Wald wachsen.

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Und natürlich auch ab den Blausternchen. Und dem Bärlauch, aber den haben wir ja selber.

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Krönender Abschluss dieser schönen Frühlings-Wanderung ist der Besuch in der Konditorei Werth in Delémont.

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Herzlichen Dank an Beat für die Organisation dieser Tour und allen Mitwanderinnen für die gute Unterhaltung.

Falls sich jemand nun wider Erwarten noch an den Titel des Beitrags erinnern sollte, hier die Auflösung: Das neue Gerät sind Frau Flohnmobils Wanderschuhe. Sie haben sich in den gut vier Stunden Wanderung bewährt und dürfen fortan auch auf längere bzw. mehrtägige Touren mitkommen, pardon mitgehen.

Mehr Infos und Fotos gibt es HIER anzuschauen.

Karte

Tunnel-Wanderung mit Panorama-Blick

Ausschlafen und wandern – das ist eine eher seltene Kombination. Gestern ward sie dank kurzer Anreise wahr.

In der Badener Altstadt schreiten wir die Marktstände ab. Es frühlingt allenthalben!

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Nach wenigen hundert Metern lassen wir die Stadt hinter uns. Soooo viele Wegweiser!

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Der Weg durch den Tüfels-Chäller fasziniert mich. So also sieht ein Wald aus, der seit 1999 nicht mehr bewirtschaftet wird.

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Immer wieder ein besonderer Anblick: der erste Seidelbast des Jahres.

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Lungenkraut – der violette Zwilling des Schlüsselblüemlis – habe ich schon mehrere Jahre nicht mehr angetroffen. Gemäss Kurt nennt man den Frühlingsboten in der Ostschweiz “Schlotterhose”.

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Die intensiven Niederschläge der vergangenen beiden Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Im Grossen Ganzen aber ist der Weg erstaunlich trocken.

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Dass wir auf unserem Weg gleich über mehrere Tunnels schreiten – die drei Röhren des Bareggs und den Heitersberg-Eisenbahntunnel – merken wir natürlich nicht. Hier der Blick über die Lägern.

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Auf der anderen Seite des Högerlis empfängt uns nicht nur ein giftiger Wind,

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sondern vor allem ein fantastisches Panorama über die Alpen.

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Die Suche nach dem optimalen Mittags-Plätzli gestaltet sich etwas schwierig, scheint doch die Sonne aus der gleichen Richtung wie der Wind pfeift.

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Wenn die Temperaturen so hoch bleiben, wird diese Wiese wohl bald goldgelb vor lauter Löwenzahn sein.

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Nur wenige Fahrstrassen queren den Heitersberg. Wir sind praktisch unbehelligt vom Verkehr.

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Wieder was dazugelernt: Die Aargauer haben auch einen Egelsee. Im Sommer vermutlich ein stark beanspruchtes Naherholungsgebiet.

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Der Üetliberg für einmal aus anderer Perspektive.

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Unseren Kafi-Gelüsten können wir in der sympathischen Selbstbedienungs-Cafeteria des Behindertenheims Morgenstern nachkommen.

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Ein Wanderer erzählt uns von den vielen Blausternen, die wie ein Teppich oben am Heitersberg vorkommen müssen. Da wir den Weg über den Egelsee statt über den Grat gewählt haben, haben wir sie verpasst. Oder doch nicht? Unterhalb der Cafeteria entdecken wir auch ein Wäldchen, wo es hüben wie drüben blaut.

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Unsere Wanderung endet an der Station Widen Heinrüti der Dietikon-Bremgarten-Bahn.

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Dort stehen auch die einzigen Miezen, die wir den ganzen Tag antreffen.

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Vielen Dank an Beat für diese Wanderung; es war genau passend für diesen Frühlingstag.

Weitere Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Wandern auf dem schwimmenden Blumentopf

Es gibt diverse Bezeichnungen für diese Insel weit draussen im Atlantik. “Blumeninsel” wird sie oft genant, auch “Garteninsel” oder „Insel des ewigen Frühlings“. Am besten gefällt mir “Schwimmender Blumentopf”.

Und fürwahr, Madeira verfügt besonders jetzt im Frühling über eine immense Blütenpracht. Einerseits als Pflanzungen in den Gärten. Was da nicht alles blüht, was bei uns teilweise mit grösster Sorgfalt meist nur eine Saison hält. Ganze Hecken von Hibiskus, Beete von Rittersternen (Amaryllis), regelrechte Geranien-Bäume. Umwerfend! Sehr eindrucksvoll, und leider schon fast vorbei, blühen die violetten Jacaranda (Palisanderbäume).

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So schön all diese Bepflanzungen sein mögen, viel mehr interessieren mich die wild wachsenden Pflanzen. An diesen kann ich ich kaum satt sehen.

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Dieser Hahnenfuss ist übrigens mindestens doppelt so gross wie bei uns daheim.

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Der Natternkopf gilt als die Blume Madeiras schlechthin.

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Und wie findet man all diese begeisternd schönen Blumen? Klar doch: auf Wanderungen. Und das sieht dann beispielsweise so aus:

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Frau Flohnmobil, frisch behutet, hat allen Grund zum Strahlen.

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Dieses Madeira ist so traumhaft schön, ich könnte heulen vor Freude.