Und es werde Kraft!

Es gibt Orte, denen hat man die Bezeichnung “Kraftort” verliehen. Was immer da wirken mag, ich bin dagegen gänzlich immun.

Heute war ich an so einem Kraftort. In einem unbewohnten Seitental es ohnehin schon abgelegenen Weisstannentals. Würde die Kraft diesmal ihre Wirkung zeigen?

Ich war beeindruckt von der Szenerie, die sich mir im Felsenkessel von Batöni bot. Drei Wasserfälle donnerten über die Felswände. Es war mächtig. Spektakulär. Voller Energie. Steinig. Nass. Rauschend. Aber ein Kraftort? Mit diesem Eso-Zeugs kann ich wirklich nichts anfangen.

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Aber, wer weiss, vielleicht war doch etwas dran. Denn meine Kollegin, die üblicherweise mit sehr mulmigem Gefühl über solche Hängebrücken schreitet, fühlte sich für einmal sogar zu Spässen aufgelegt. Vielleicht wurde ihre Lockerheit auch dadurch befeuert, dass sie wusste, dass sie nicht zwingend über diese erst vor wenigen Tagen eröffnete Hängebrücke gehen musste.

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Ich habe noch ein Video über diese Brücke und den Weg dorthin gefunden, muss aber gestehen, dass ich keine Ausdauer hatte, die ganzen 12 Minuten anzuschauen.

Blumen waren gestern – heute ist wandern

Es zeichnete sich schon bei der Anfahrt ab, dass es stotzig-chrachig werden würde. Die Serpentinen von Amsteg hoch nach Bristen reihten sich beinahe überhängend in der Wand ein. Möglich war die kühne Streckenführung nur, weil die Spitzkehren in Tunnels in den Fels gehauen worden waren.

Der Weg war das Ziel, und dieses Ziel hiess Maderanertaler Höhenweg. Eine tolle Wanderung in ursprünglicher Umgebung. Sehr rau, ziemlich abgelegen, reichlich Wasser, viel frische Luft, prächtige Aussicht hüben wie drüben.

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Golzernsee

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Die kläglichen Überreste des Hüfifirns

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Der Höhenweg im hintersten Teil des Tals, ab hier geht’s bergab.

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Zahlreiche Bäche und Wasserfälle am Weg…

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… die mehr oder weniger umständlich überquert werden müssen.

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Auch Blumen erfreuten das Wanderer-Herz. Hier Türkenbund-Lilie. Da wir zu viert unterwegs waren, hielt ich mich etwas mit fotografieren zurück. Aber nur etwas. Sonst könnte ich euch die stiebenden Bergbäche, die sich zum Chärstelenbach vereinen, nicht zeigen.

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Fazit: Eine sehr lohnende, gut markierte Wanderung auf bestens unterhaltenen Bergwegen.

Danke für den Tipp, Jürg. Es hat fast ein Jahr gedauert, doch gestern haben wir das lange gehegte Vorhaben in Tat umgesetzt.