Es geht auch ohne Corona

Es erscheint mir in diesen Tagen nicht so sehr wichtig, wo man wandert, sondern dass man wandert. Und dass man dieses “dass” am besten in Gesellschaft macht, liegt sehr auf der Hand.

So starteten wir denn heute unsere Wanderung zu siebt an den Gestaden des Zürisees, folgten diesem einige hundert Meter  und schwenkten alsbald ins Landesinnere. Dort erwartete uns das Horgener Aabachtobel mit viel, viel Bärlauch

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und einigen topografischen Überraschungen.

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Nach Überqueren der lautstarken A3 “erklommen” wir den Zimmerberg und enterten eine Feuerstelle am Horgener Bergweiher.

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Mit vereinten Kräften entfachten wir ein Feuer, um nach alter Schweizer Tradition Würste zu bräteln. Bevor die Würste auf den Rost kamen, offerierte uns Esther den Apéro.

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Als Tüpfli auf dem I konnten wir auf dem gutbesuchten Picknickplatz in perfektem Corona-Abstand Kafi trinken.

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Unspektakulär aber sonnig und heiteren Mutes gings weiter, vorbei am Thalwiler Waldweiher

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am Gattiker Weiher

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und  zu guter Letzt über die Sihl nach Langnau zum Bahnhof.

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Wie schön, dass es auch in diesen Tagen Momente, gar Stunden gibt, in denen man keinen einzigen Gedanken an Corona verschwendet.

Danke vielmals allen, die dabei waren und zum Gelingen dieses Tageswerks beigetragen haben. Wir haben nicht zum letzten Mal zusammen gebrätelt. Versprochen!

Beschildert geschildert (94)

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Zu diesem Schild schrieb mir Tom von „Einfach Tom“:

Ich habe da bei uns in Grassau in der Nähe unseres Wertstoffhofes auch ein nettes Schild entdeckt. Hier rechnet man wohl damit, dass Jesus vorbeikommt!?

Ich weiss natürlich nicht, was sich euer Angelverein dabei gedacht hat, Tom. Aber wenn ich die schittere Gondel im Hintergrund sehe, ist es vielleicht wirklich sicherer, übers Wasser zu gehen. Herzlichen Dank für das Bild!

Unkenrufe

Als ich auf unserem Spaziergang wenige Meter neben dem Weg die grüne Tafel entdeckte, packte mich die Neugierde. So eine grüne Tafel steht nämlich hierzulande für „Naturschutzgebiet“ und verheisst ein Stück Natur, das es nicht mehr so häufig gibt in unserer zivilisierten Welt.

Je näher mein innig geliebter Mitbewohner und ich dem Tümpel kamen, desto deutlicher konnten wir die Laute der Kröten hören. Allerdings auch ein Geräusch, das unmissverständlich darauf hinwies, dass die Amphibien, welcher Gattung auch immer sie sein mochten, am Abtauchen waren. Wir schlichen uns heran und waren erstaunt zu sehen, dass sich im flachen Wässerchen nicht nur ganz, ganz viele Kröten tummelten, sondern auch schon sehr viel Laich an der Oberfläche schwamm. Und das immerhin auf 800 m über Meer. Dem Mitbewohner und mir ging die Fantasie durch. Hatten wir auf unserem Spaziergang eine heisse Quelle entdeckt? Es musste doch einen Grund geben, weshalb die Kröten hier schon so vermehrungsfreudig am Werk gewesen waren.

Unsere Theorie wurde am anderen Tag erhärtet, als wir feststellten, dass sich im Weiher in unserer Nähe, der dem Meeresspiegel 250 Meter näher liegt, noch nichts regte.

Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, solchen Laich zu essen? So viel anders als Froschschenkel dürfte das ja kaum schmecken. Und um Fischeier reissen sich Feinschmecker schliesslich auch.