Zugfahrt mit Wiederholungs-Potential

Nichtsahnend stiegen wir aus dem Ponte-Tresa-Zügli, überquerten den Bahnhofplatz von Lugano und warfen einen Blick auf die Anzeigetafel. Vor lauter Plappern war es keiner von uns Dreien in den Sinn gekommen, den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Die SBB hielten wieder mal eine besondere Überraschung für uns bereit! Es scheint beinahe Programm zu sein, diesen EC, der von Mailand kommt, mit Verspätung laufen zu lassen. Aus den 14 Minuten Rückstand wurden im Verlauf der Fahrt immer mehr, da der Zug offenbar ohne jegliche Priorität geführt wurde.

Immerhin blieb es uns – im Gegensatz zu vor einem Monat – erspart, über Boswil bei Bünzen umgeleitet zu werden. Aber den Anschlusszug in Zürich konnten wir uns dennoch abschminken.

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Kindermund

Kürzlich im Zug. Eine Rasselbande steigt ein, mindestens zehn Kinder, wahrscheinlich Zweit- oder Drittklässler, zusammen mit zwei Betreuerinnen. Sie diskutieren heftig die Vor- und Nachteile der Schule.

Da verkündet einer der Knirpse vollmundig: “Ich will einmal intelligent werden.”

Mein Bauch tat weh vor lauter Lachen.

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Gummibärchen-Übergabe

Obschon ich mit dem ÖV Zürich in weniger als einer Stunde erreichen kann, zieht es mich nicht oft in die Metropole. Grundsätzlich scheue ich Menschenansammlungen und schon die Vorstellung, mich heute in die überhitzte S-Bahn setzen zu müssen, bereitet mir ehrlich gesagt Kopfweh.

Aber hey, ich habe einen triftigen Grund! Heute sehe ich meine Freundin mal wieder. Und für sie nehme ich weit mehr als eine überfüllte, überhitzte S-Bahn in Kauf.

Und ausserdem kommt es heute Abend zur angekündigten Gummibärchen-Übergabe. Wenn das kein Grund ist.

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