Der Fredi an meiner Brust

Bei unserer ersten Begegnung klotzte er ziemlich, hielt sich aber dennoch diskret im Hintergrund.

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Danach begegnete mir sein kleiner Bruder mit geschwellter Brust. Das war nun wirklich zuviel des Guten; ich sah mich genötigt, ihm etwas Luft abzulassen. Fortan stand einer ungetrübten Beziehung nichts mehr im Wege und ich liess ihn sich an meine Brust schmiegen.

Wir wurden eins, während wir durch die Wogen glitten.

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Dreiviertel Stunden später allerdings, da übergab ich ihn bereits der Konkurrenz. Eine ebensolche duldete der liebe Bergler nicht und liess Fredi vollends die Luft ab.

Das war’s dann auch schon wieder vom 55. Limmatschwimmen.

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Hat Spass gemacht. Und da die Limmat ziemlich viel Wasser führte, waren wir viel schneller im Ziel als letztes Jahr.

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Ein Tag der Überraschungen

Ich geb’s zu, eine leise Ahnung hatte ich, was mich erwarten könnte an meiner Geburtstags-Überraschungs-Runde. Zumindest in kulinarischer Hinsicht. Das – notabene vegane – Badesalz und der Hinweis, ich würde vielleicht von einem Vorurteil abkommen, liess mich darauf schliessen, dass ich möglicherweise mit veganem Essen abgefüttert werden würde. Aber schön der Reihe nach.

Als erstes unternahmen wir einen Stadtspaziergang in Zürichs verrufenstem Quartier. Dieser bot Einblicke in Hinterhöfe, spezielle architektonische Perlen und dank Verkehrsberuhigung aufgewertete Siedlungen. Wir vier Frauen waren uns einig, dass dies ein sehr lohnenswerter Rundgang durch den Kreis 4 ist, insbesondere, wenn er ohne Männer durchgeführt wird, die die Runde einfach nur abspulen. Aber die veranschlagte Zeit reichte uns nie und nimmer.

Dennoch kamen wir pünktlich im Restaurant Marktküche an, wo meine Freundinnen einen Tisch reserviert hatten und wir in den Genuss eines fünfgängigen Überraschungs-Menus kamen. Was es dort zu essen gab war nicht nur sehr kreativ, alles andere als alltäglich und wie ein Kunstwerk angerichtet.  Oh nein, es schmeckte auch sehr gut.

Als krönenden Abschluss des Überraschungs-Tages durfte musste ich noch eins paffen. Und zwar keine Zigi, sondern eine Niele. Sehr stilgerecht am Rande der Bäckeranlage, wo sich seit jeher Alkis und Randständige treffen. Jetzt bin ich auch im hehren Kreis der Nielen-Qualmerinnen aufgenommen. Wäääk!

Herzlichen Dank an Rita, Eveline und Andrea für den gelungenen Tag. Es ist so wertvoll für mich, in eurem Kreis aufgenommen zu sein.

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Hier der Link zu den  sehr empfehlenswerten Stadtwanderungen durch Zürich.

Und das Restaurant Marktküche.

Kaffee und Cafés

Hättet ihr gewusst, dass in Zürich bis ins 18. Jahrhundert Kaffee trinken verboten war? Es waren die Zünfte, die sich dagegen wehrten.

Das und noch viel mehr über die Geschichte der Kaffeehauskultur an der Limmat habe ich heute auf einem geführten Rundgang durch die Altstadt erfahren.

Eine höchst interessante Führung, durchgeführt von der Kunsthistorikerin Yvonne Höfliger, die ich gerne weiterempfehle.

Weitere Infos gibt es HIER

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Innige Umarmung mit Susi

… oder: Das grosse Dümpeln.

Darf ich vorstellen: Das ist Susi, das Seepferdchen (um Verwechslungen auszuschliessen: es ist hier die Rede von der Dame links im Bild). Mit einem seiner vielen kleinen Schwesterchen hatte ich heute ein Rendez-vous.

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Heute fand nämlich in Zürich dass alljährliche Limmat-Schwimmen statt, zu dem ich mich auch habe hinreissen lassen.

In Gesellschaft von über 4’500 Schwimmerinnen und Schwimmern habe ich mich von der Frauenbadi aus die Limmat hinabtreiben lassen. Das Limmatschwimmen ist ein perfekt durchorganisierter Event, bei dem man fast auf die Sekunde genau zur auf dem Ticket aufgedruckten Zeitpunkt ins Wasser springen kann.

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Jeder bekommt ein aufblasbares Viech. Dieses Jahr war es Susi, das Seepferdchen. In dessen Gesellschaft hätte man sich genüsslich in die 25 Grad warme Limmat legen können und warten, bis man zwei Kilometer später im Oberen Letten angespült wird. Leider führt die Limmat dieses Jahr so wenig Wasser, dass das Dümpeln mit Strampeln unterstützt werden musste.

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Und so hat es denn ziemlich genau eine Stunde und zehn Minuten gedauert, bis unser achtköpfiges Grüppchen wieder festen Boden unter den Füssen hatte.

Es war eine riesen Gaudi. Wir waren bei den Ersten, die ins Wasser durften. Die Letzten kamen dran, da waren wir schon wieder daheim, denn das Massengeplantsche zieht sich weit in den Nachmittag hinein.

Der Anlass war ausgebucht. Nicht nur das, sämtliche 4’500 Tickets waren im Vorverkauf innert acht Minuten weg. Und Frau Flohnmobil mitten in diesem Grossanlass. Wär hätte das je gedacht!

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Nochmals herzlichen Dank an Eveline und Selina für ihre Beharrlichkeit beim Ticket ergattern. Es hat mega Spass gemacht!

Gummibärchen-Übergabe

Obschon ich mit dem ÖV Zürich in weniger als einer Stunde erreichen kann, zieht es mich nicht oft in die Metropole. Grundsätzlich scheue ich Menschenansammlungen und schon die Vorstellung, mich heute in die überhitzte S-Bahn setzen zu müssen, bereitet mir ehrlich gesagt Kopfweh.

Aber hey, ich habe einen triftigen Grund! Heute sehe ich meine Freundin mal wieder. Und für sie nehme ich weit mehr als eine überfüllte, überhitzte S-Bahn in Kauf.

Und ausserdem kommt es heute Abend zur angekündigten Gummibärchen-Übergabe. Wenn das kein Grund ist.

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Kunst-Stück

Da stand er.

In seiner ganzen abscheulichen Hässlichkeit.

Deplatziert wie ein Kühlschrank am Nordpol.

Er gab zu reden.

Viel zu reden.

Und wird weiterhin zu reden geben.

Muss man ihn deswegen mögen?

Ihn verstehen?

Nur weil er Kunst sein soll?

Ein Hafenkran an der Limmat!

 

Ja, ich habe ihn jetzt auch mit eigenen Augen gesehen, den Hafenkran von der Ostsee, der neuerdings in Zürich steht.

Das Bild mag nicht das Genialste sein, dazu war das Wetter zu trübe. Aber wer unbedingt ein besseres Bild des Rostocker Rosthaufens sehen will, wird im Netz sicher fündig.

Die vertane Chance

Ja, ich hätte es in der Hand gehabt. Für einmal hätte ich so quasi einen Freipass für Narrenfreiheit am Steuer des fremden Fahrzeugs gehabt.

Niemand hätte die Hände verrührt, wenn ich erst in letzter Sekunde den Blinker gesetzt und abgebogen wäre. Alle hätten mich verständnisvoll durchgewinkt, wenn ich zuvorderst am Rotlicht stehend, in der falschen Spur gestanden wäre. Kein Velofahrer hätte sich dran gestört, dass ich auf seinem Territorium fahre. Selbst das herannahende Tram hätte zwar geklingelt, aber in dem schrillen Ton wäre viel Mitgefühl erklungen. Und der Zürcher Stadtpolizist – ach, der hätte mich sicher tröstend an die Brust genommen, wenn ich mich nicht mehr zurecht gefunden hätte.

Aber ich brachte es nicht übers Herz, den verkehrstechnischen Ruf gewisser Landsleute weiter zu zementieren und drum bin ich trotz Bündner Nummer gefahren…

… wie immer.

Allen, die sich über diesen Blog-Beitrag etwas wundern, sei folgendermassen auf die Sprünge geholfen: Die Bündner mögen gute Autofahrer sein, solange sie in ihren Bergen rumkurven können. Sobald die Strasse aber mehr als eine Fahrspur hat, wird es – so die Legende – für die Bergler etwas schwierig. Ganz zu schweigen, wenn sie in die Stadt reinfahren.

Ach ja, und: Ich bin vieles, aber bestimmt keine Bündnerin.

Einfach so…

… und aus lauter Freude am schönen Wetter.

Auch wenn das Landei sich nicht freiwillig in die Stadt begeben hat, muss es doch zugeben, dass auch Zürich seine schönen Seiten hat.