Verdächtig ruhig in Ascona

Was für ein Aufsteller, nach dem trüben, windigen Wetter auf der Alpennordseite unter stahlblauem Himmel in Ascona loszulaufen. Schon jetzt weiss ich: Die lange Anreise hat sich gelohnt.

Kontrastreicher geht’s fast nicht mehr: Weihnachtsbeleuchtung, Palmen, Olivenbäume und schneebedeckte Berge.

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Die Uferpromenade ist seltsam leer. Auch sonst ist nicht viel Betrieb in den Gassen. Des Rätsels Lösung: Im Tessin ist Feiertag. Maria empfing.

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Für dieses Khakis hatte offenbar niemand Verwendung.

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Auf dem Monte Verità begegnen wir allerlei Kunst. Oder was man halt so darunter verstehen mag…

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Warum nicht auch mal selber Teil eines Kunstwerks sein?

Was für ein wohlerzogenes Wandergrüppchen. Brav tippeln Alle das Mosaik-Weglein ab. Smile

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Ein Besuch auf dem frei zugänglichen Gelände des Monte Verità hat durchaus seinen Reiz.

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Nun gehen wir aber die Wanderung ernsthaft an. Unterwegs begegnen wir zahlreichen Holz-Skulpturen.

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Beat führt uns durchs Labyrinth der vielen Wege und Weglein zuerst auf den Gratena und dann auf den Balladrum.

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Super Aussicht Richtung Magadino-Ebene vom 483 m hohen Högerli.

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Ich verhelfe dem Steinmandli vorübergehend zu etwas mehr Höhe.

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Wir machen uns an den Abstieg und treffen zeitlich ideal in Ascona zum Kafi ein. Mittlerweile hat es etwas mehr Betrieb, ist aber im Vergleich zum Sommer sehr beschaulich.

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Es wird beinahe zu gemütlich, um wieder aufzustehen.

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Einsame Gestalten am Lido von Ascona.

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Unser Weg führt uns bis an die äusserste Spitze des Maggia-Deltas. Ich staune, dass noch nicht alles überbaut wurde und hier noch Landwirtschaft betrieben wird.

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Die Wege zuallervorderst am Delta stehen unter Wasser. Aber auch von hier aus haben wir herrliche Perspektiven.

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Die Sonne ist bereits hinter der Bergkette verschwunden, als wir gegen 16.00 Uhr bei der Bushaltestelle ankommen.

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Herzlichen Dank an Beat für die Idee und Durchführung dieser tollen Wanderung. Mein Dank gebührt auch meinen Mitwanderern für die gute Unterhaltung und die Sondereinlage auf dem Heimweg. Ich würde ja zu gern wissen, zu welchem Hokus-Pokus das Kabel noch fähig ist…

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung lassen sich HIER abholen.

Wer mehr über den Monte Verità wissen will, wird HIER fündig.

Karte

Beschildert geschildert (128)

Wir kamen heute unbeschadet durch. Auf dem Rheinuferweg zwischen Koblenz und Waldshut, wo ich das Schild fotografierte, wehte bestenfalls ein laues Lüftchen, viel zu warm für die Jahreszeit.

Dem Vernehmen nach soll es aber im Flachland ab dieser Nacht bis Montagmorgen zu Sturmböen bis 110 km/h kommen. Da dürfte dann durchaus der eine oder andere morsche Ast von den Bäumen fallen. Hütet euch vor Sturmtief Marilou, das übers 2. Adventswochenende ihr Unwesen treiben wird! Nicht überall, wo Gefahr lauert, hat es ein solches Schild.

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Samichlaus – gänzlich untierisch

Dem Samichlaus war Wind und Weh. Auf was hatte er sich da nur eingelassen? Er musste bei einer veganen Familie antraben. Sie hatten es noch ausdrücklich vermerkt. “Nicht nur keine tierischen Produkte, auch keine tierischen Bemerkungen!” Der bärtige Mann war gefordert.

Wie sollte er seine althergebrachten Sprüche dem veganen Nachwuchs beibringen? Er durfte ihnen nicht mehr sagen, sie sollten lammfromm sein im gegenseitigen Umgang. Dass sie nicht mehr wie die Hyänen übers Essen herfallen sollten, musste er genauso von seiner Liste streichen, wie die Bemerkung, sie sollten gefälligst häufiger den Saustall in ihrem Zimmer aufräumen. 

Er seufzte, der Mann in der nicht-veganen roten Kutte. Ob jemand merken würde, dass er nicht konform gekleidet war? Er schaute auf seine warmen Lederstiefel. Die konnte er notfalls gegen ein Paar schwarze Gummistiefel eintauschen. Bei dem Huddelwetter war das gar nicht die schlechteste Idee.

Er rückte seine Brille zurecht und begann, in sein Buch zu schreiben. Das würde ja vielleicht ein Eiertanz werden in diesem veganen Hause! Er schrieb in besonders grossen Lettern, damit er ohne sein Perlmutt-Nasenvelo auskommen würde. Diese blöde Kuh von einer Mutter, was bildete sich die eigentlich ein, was er bei ihrem verzogenen Nachwuchs ausrichten könnte. “Diese Zicke soll doch selber dafür schauen, dass ihre Brut nicht wie die Hühner über die Strasse läuft”, brummte er in seinen Bart.

Plötzlich wurde es dem Samichlaus zu viel. Trotzig stampfte er mit dem Fuss. “Ich werde grad z’Leid mit dem Esel bei diesem veganen Rudel aufmarschieren.” Und sollte der Vierbeiner die vegane Weihnachts-Deko abfressen, war ihm das so lang wie breit.

i.swisscows.ch

Sessel des Schreckens

Auf dem Bummel durchs Lausannes Gassen letzte Woche entdeckte ich ein gar seltsames Fell-Konstrukt.

Ich traute meinen Augen kaum angesichts dieser Grässlichkeit. Wie kommt man nur auf die Idee, so etwas herzustellen? Schlimmer noch, wie kann man auf die Idee kommen, so einen unnützen Staubfänger in seinem Heim aufzustellen?

Wie meine Freundin richtig bemerkte, lässt sich so etwas wohl nur gegenüber eines Fünfsternehotels verkaufen.

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Wie ein Blick in die Homepage des Belgischen Herstellers beweist, habe ich mit den Flamingos noch lange nicht das grässlichste Stück der Kollektion fotografiert.

Und es ward Nacht in Lausanne

Wir wollten zusammen wieder mal etwas unternehmen. Und das taten wir, indem wir uns in den Zug setzten und quer durch die Schweiz fuhren. Mit der Idee, einerseits einen Weihnachtsmarkt und andererseits das Lichtspektakel Lausanne Lumières zu besuchen, quartierten wir uns in der Stadt am Genfersee ein und warteten, bis es dunkel wurde. Und das wird es um dieser Jahreszeit bekanntlich ziemlich früh.

Die Lausanner haben sich nicht lumpen lassen. All die folgenden Bilder sind “normale” Weihnachtsbeleuchtung. Bei der Kathedrale gehe ich davon aus, dass sie ganzjährig beleuchtet wird.

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Palais de Rumine

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Kathedrale

Der Event “Lausanne Lumières” besteht aus 14 Objekten, die in der Innenstadt ihr Bestes geben. Wir haben die meisten gefunden, längst nicht alle fotografiert bzw. fotografieren können.

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Transformation

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Dancing Grass

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Lustre chrominéral

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Double mètre

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Les yeux de la nuit

In Lausanne scheinen Weihnachtsmärkte – etwas anders als bei uns – in erster Linie dem kulinarischen Wohle zu dienen. Nebst Raclette, Maronni, Glühwein, Austern, Churros und Mohrenköpfen gab es vergleichsweise wenig Stände, die Waren anboten.

Wenn man mich nun fragt, ob sich die Reise quer durchs Land gelohnt hat, so muss ich klar sagen: Wegen den paar Lichtlein alleine eher nicht, aber wenn man eine Übernachtung einbaut und wie meine Freundin und ich anderntags beispielsweise das Olympische Museum besucht, dann unbedingt. Lausanne, das waren wir uns einig, ist schon seiner Lage wegen eine Reise wert.

Mehr Infos zu Lausanne Lumières.

Im Anti-Stubenhocker-Modus

Ich mutierte in den letzten Tagen und Wochen zusehends zum Stubenhocker. Wohl nie ganz untätig, schon gar nicht sportlich, aber doch fauler als mir lieb war. So ergriff ich die Flucht nach vorne und schrieb eine Flachland-Wanderung aus, für die sich zwei weitere Stubenhocker fanden.

Start ist in Reigoldswil, einer mir absolut unbekannten Ecke des Baselbietes. Um ehrlich zu sein: Es gibt grundsätzlich sehr wenig mir bekannte Ecken in diesem Halbkanton.

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Der Weg ist abwechslungsreich, führt anfangs durch ein feuchtes, moosiges Töbeli.

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Theoretisch weitsichtet es, aber heute ist es etwas trübe, doch immerhin trocken. Im Frühling, wenn die Chriesibäume blühen, muss es hier ganz nett sein.

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Die Farbtupfer sind eher in der Nähe zu suchen.

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Ein besonderer Baustil – und ausserdem am Ende einer ziemlich maroden Leiter.

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Eine stattliche Eiche, die bereits auf dem weitläufigen Areal von Schloss Wildenstein steht.

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Wir machen Mittagspause beim Hoflädeli, das zum Gutsbetrieb des Schlosses gehört. Eigentlich hätten wir ja gedacht, dass wir drinnen etwas an der Wärme sitzen können. Doch das “Lädeli” ist nichts weiter als eine Ecke des riesigen Kuhstalls. Und stinkt entsprechend nach Mist. Wir ziehen den Aufenthalt im Freien vor.

Mit vollen Bäuchen geht es nur noch bergab.

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Wir bestaunen ein paar alt-ehrwürdige Gebäude in Bubendorf und nehmen das letzte Teilstück nach Liestal unter die Füsse. Unsere Schuhe kann man danach nicht mehr als sauber bezeichnen. Immerhin: Die Reinigungs-Arbeit wird sich daheim in bester Stubenhocker-Manier ausführen lassen. 

Diese spätherbstliche Wanderung, die sich bei sonnigem Wetter bestimmt mehr gelohnt hätte, ist etwa 16 Kilometer lang. Reine Wanderzeit 3 1/2 Stunden.

Mehr Infos zur Wanderung gibt es HIER (umgekehrte Richtung).

Treue Seele

Schon bei unserer ersten Begegnung zeichnete sich ab, dass es eine lange Beziehung werden würde.

Ich war total angetan von ihm, musste ihn mir unbedingt angeln. Seine Ausstrahlung! Sein perfekt geformter Körper! Und nicht zuletzt sein Duft! All das legte eine solide Basis für einen langen, gemeinsamen Weg.

Er hat nicht nur mein Herz, sondern auch mein Gäste WC erobert. Und dort steht er nun stramm und tut seine Pflicht.

Einer Hochrechnung zu Folge wird er mir noch mindestens zehn Jahre erhalten bleiben. Denn entweder habe ich zu wenig Besuch oder meine Gäste waschen sich nach dem Gang zur Toilette die Hände nicht. Ich kann nur Ersteres beeinflussen.

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“Er”, der Seifenspender

Sieben Prozent

Man erhält ja so Manches zugeschickt über Mail oder WhatsApp, das man weiterleiten soll an „seine Freundinnen”, “intelligente Frauen”, “humorvolle Mitmenschen”. Meist nehme ich es zur Kenntnis, beteilige ich mich aber nicht an der digitalen Kettenbrief-Aktion.

Heute mache ich mal wieder eine Ausnahme. Eine liebe Freundin schickte mir folgenden Text:

Geschrieben von Regina Brett, 90 Jahre alt:

Um mein Altern zu feiern, habe ich die folgenden 33 Lektionen geschrieben. Denn dieses Leben hat mich gelehrt.

  1. Das Leben ist nicht fair, aber immer noch gut.
  2. Wenn du Zweifel hast, mach einfach den nächsten kleinen Schritt.
  3. Das Leben ist zu kurz, um jemanden zu hassen.
  4. Deine Arbeit wird sich nicht um dich kümmern, wenn du krank bist.
    Nur wer dich liebt, kümmert sich um dich.
  5. Man muss nicht jedes Mal gewinnen. Stimme auch mal zu, nicht einverstanden zu sein.
  6. Schreie mit jemandem. Das heilt besser, als alleine zu weinen.
  7. Was Schokolade angeht, ist es sinnlos, zu widerstehen.
  8. Mach Frieden mit deiner Vergangenheit, damit sie deine Gegenwart nicht stört.
  9. Es ist gut, wenn deine Kinder sehen, dass du weinst.
  10. Vergleiche dein Leben nicht mit dem der anderen. Du hast keine Ahnung, wie es bei denen wirklich aussieht.
  11. Alles kann sich im Handumdrehen ändern.
  12. Atme tief durch. Es beruhigt den Geist.
  13. Befreie dich von allem, was nicht nützlich, schön oder fröhlich ist.
  14. Alles, was dich nicht umbringt, wird dich stärker machen.
  15. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Aber das zweite Mal liegt es bei dir und keinem anderen.
  16. Zünde die Kerzen an, benutze die schönen Laken, trage schicke Dessous. Spare das nicht für einen besonderen Anlass. Heute ist etwas Besonderes.
  17. Bereite dich mehr als nötig vor, dann folge dem Fluss.
  18. Sei jetzt exzentrisch. Warte nicht auf das Alter, um lila zu tragen.
  19. Das wichtigste Geschlechtsorgan ist das Gehirn.
  20. Niemand sonst ist verantwortlich für dein Glück, nur du .
  21. Was andere Leute von dir denken, geht dich nichts an.
  22. Die Zeit heilt fast alles.
  23. Egal wie gut oder schlecht eine Situation ist, sie wird sich ändern.
  24. Nimm dich nicht zu ernst. Niemand macht das.
  25. Glaube an Wunder.
  26. Gott liebt dich, weil er Gott ist, nicht wegen irgendwas, was du getan oder nicht getan hast.
  27. Prüfe das Leben nicht. Schaue geradeaus und geniesse es jetzt in vollen Zügen.
  28. Am Ende zählt nur, was du geliebt hast.
  29. Wenn wir alle unsere Probleme auf einen Haufen legen und die der anderen sehen, würden wir unsere eigene Probleme zurückholen.
  30. Neid ist Zeitverschwendung. Du hast schon alles, was du brauchst.
  31. Das Beste kommt noch.
  32. Egal wie du dich fühlst, steh auf, zieh dich gut an und zeige dich.
  33. Das Leben ist nicht mit einer Schleife gebunden, aber es ist immer noch ein Geschenk.

Es wird geschätzt, dass 93% dies nicht weiterleiten werden. Deshalb der Titel.

Falls es dir gefallen hat, sende es an die, die für dich etwas Besonderes sind.
Warte nicht bis 90!

Man mag von diesen 33 Sprüchen halten, was man will. Es ist wie mit einem Horoskop – irgend etwas trifft immer zu.

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