Lust auf Luft

Man kauft ja mitunter Sachen, die man vielleicht gar nicht braucht. Umgekehrt aber stösst man plötzlich auf Sachen, die man – so man denn davon gewusst hätte – schon lange gekauft hätte.

In die zweite Kategorie gehört der Ventilator, den der Bergler und ich uns jüngst angeschafft haben. Noch sind wir zwar nicht dazu gekommen, das Teil auszuprobieren. Wir versprechen uns aber eine ganze Menge davon. Eine ganze Menge warmer Luft, um genau zu sein. Denn der Ventilator soll die Wärme, die der Holzofen im Ferienhaus abgibt, besser im Raum verteilen.

Wenn das wirklich funktioniert, und davon sind wir so ziemlich überzeugt, sonst hätten wir den Kauf nicht getätigt, würde unserer Heizerei im 300-jährigen Haus wesentlich effizienter.

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Wir sind gespannt, ob all die Versprechen eingehalten werden.

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Auch dieses:

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Corona-Guezli

Auch in Corona-Zeiten – oder erst recht in Corona-Zeiten – lasse ich es mir nicht nehmen, Weihnachts-Guezli zu backen. Dies unter leicht veränderten Vorzeichen. Mit neuer Küche, teilweise neuen Gerätschaften und neuer Unterstützung. Dazu die altbewährten Rezepte.

Ich erkundigte mich vorsichtig beim lieben Bergler, welche Guezli-Sorten denn genehm seien und prompt fielen die Mailänderli durch die Maschen. Dafür wünschte der Bergler Kokos-Makrönli.

Die konnte er gerne haben, aber ich erklärte mich lediglich bereit, den Teig bereitzustellen. Wie hier schon mal zu lesen war, stehe ich mit dem Spritzsack und Gänggeli-Guezli auf Kriegsfuss. Es sollte sich herausstellen, dass die Makrönli-Masse auch nach mehreren Verdünnungs-Versuchen für den Spritzsack zu dick war. Also begann der Bergler, mit zwei Kafilöffeli Guezli zu formen. Er verfügt über die notwendige Geduld, wenngleich die Makrönli immer grösser und grösser wurden und das “li” langsam nicht mehr verdienten.

Als die Teilchen dann endlich aus dem Backofen kamen, musste ich mich schon sehr wundern. Die Guezli glichen eher Labormäusen. Oder einer Herde Schafe. Schmecken tun sie trotzdem. Nicht nur dem Bergler.

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Corona ausblenden

Kann ich am einfachsten und wirkungsvollsten auf einer Wanderung. Unter dem blauen Himmel fühle ich mich frei und unbelastet. Hier ein Querschnitt durch die drei vergangenen Wandertage dieses Spätherbstes.

Samstag, 21. November

Der erste Schnee beschert uns einen kalten Start in die Winter-Wandersaison. Nichts desto trotz war es ein herrlicher Tag mit zusehends weniger der weissen Pracht.

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Oberiberg – Ibergeregg – Brünnelistock – Furggelenstock – Furggelen – Oberiberg.
Ca. 3 1/2 Std.

Sonntag, 22. November

Tiefer gelegen und stets darauf bedacht, ja nicht in den Schatten zu kommen…

… was uns dank sorgfältiger Routenwahl weitestgehend gelungen ist.

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Illgau – Tristel – Muotatal – Tritt – Illgau
Ca. 3 1/2 Std.

Montag, 24. November

Bei dem schönen Wetter daheim bleiben? Kommt nicht in Frage!

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Gribsch – Gnipen – Ochsenboden – Spitzibüel – Gribsch
Nomal öppe 3 1/2 Std.


So kommt man auch in Corona-Zeiten über die Runden und bleibt bei Verstand.

Im Vorhof des veganen Olymps

Ich habe Verständnis für vegetarische Ernährung und respektiere diese Einstellung. Wer mir aber Mühe bereitet, sind die Veganer. Mir kommt das ganze Getue als Religion rüber. Und wieso muss es für alles ein Ersatzprodukt geben? Veganer Reibkäse. Vegane Wurst. Veganer Aufschnitt. Veganes Schnitzel. Wer gänzlich auf tierische Produkte verzichten will, soll es mit allen Konsequenzen machen. Dann gibt es halt kein Raclette und auch keine Wurst vom Grill, auch wenn sie noch so pflanzlich ist!

Nichts desto trotz, damit wir nicht zum hohlen Bauch heraus tröten, haben der liebe Bergler und ich heute einen Selbstversuch unternommen. Einfach so gwunderhalber. Mit relativ geringer Erwartungshaltung.

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Die Zutatenliste tönte jedenfalls nicht gerade Appetit anregend.

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Wir brieten das pflanzliche Konstrukt gemäss Anleitung, richteten es an, als sei es ein veritables Stück Fleisch, wünschten uns tapfer “En Guete” und bissen rein.

Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Bei weitem! Der Geschmack, der sich in unseren Mündern ausbreitete, hätte ebensogut von Holzspänen, gewürzt mit Bahnbord dritter Schnitt, Strassenstaub und einer Portion Tapetenkleister stammen können. Die ökologische Mehrweg-Gabel aus 100 Prozent Holzfasern, die ich vor kurzem an einem Take-Away erhielt, hätte sicher nicht schlechter gemundet.

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Fazit: Soll dieses vegane Zeugs essen, wer will. Wir bleiben bei richtigem Fleisch vom glücklichen Metzger.

Zum Glück gabs noch Pilzrisotto dazu. Nach altbewährtem Rezept von Frau Flohnmobil und mit selbstgesuchten Steinpilzen.

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Der Neuzugang

… in unserem herbstlichen Garten entzückt nicht nur den lieben Bergler und mich, sondern auch die Bienen auf ihrer Suche nach der immer spärlicher werdenden Nahrung.

Bis zu drei Bienen gleichzeitig sammelten in ein und derselben Blüte nach Pollen.

Eine wahre Freude nicht nur fürs Auge, diese Herbstkrokusse!

Der totale Wahnsinn

Ich schreite durch das Eingangstor des Baucenters. Dort heisst es “Fai da te”, da ennet dem Gotthard. Aber das Sortiment bleibt mehr oder weniger das gleiche wie bei uns zu Hause. Deshalb kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass auch der Schwach- und Wahnsinn der gleiche ist.

Ich sehe diese adrett hergerichteten Gestelle.

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Aufwändig gemacht, denke ich mir, und schaue etwas genauer hin. Das ist alles

… genau ….

V O G E L F U T T E R !

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Das darf doch nicht wahr sein! Meisenknödel im 6er-Pack, im 20-erPack,  im 10-Kilo-Eimer. Wer frisst denn das alles?

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Vogelfutter für Singvögel. Für Finken. Für schräge Vögel, Galgenvögel. Weichfutter, Insektenfutter (mit 3,6 % Insekten…), Mischungen, die Müesli verheerend ähnlich sehen, gehackte Nüsse, Sonnenblumenkerne.

Irgendwie scheint die Sache mit dem Vögel füttern, noch bevor sie richtig begonnen hat, total aus dem Ruder zu laufen. Und die Redewendung “der hat doch eine Meise” erklärt sich plötzlich wie von selbst.

Es bleibt alles unter uns allen

Mein lieber Bergler informierte sich auf seinem Tablet über Dusch-WCs. Einen Tag später blendete mir mein Handy Werbung für ebensolche Dusch-WCs ein.

Als ich mich auf dem Handy schlau machte über das Kaffee-Angebot bei Tchibo, erschien tags darauf eine Tchibo-Anzeige auf dem Tablet des  Berglers.

Mir wurde ganz anders, denn grundsätzlich sind mir Dusch-WCs buchstäblich scheissegal und der Bergler hatte sich bis anhin noch nie für Kaffee  aus dem Hause interessiert.

Trotzdem glaube ich nicht daran, dass die angezeigte Werbung Zufall war.

Aber wieso? Woher? Wer? Warum?

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