Unendlich lange haltbar

Ich war mal wieder die Erste und vermutlich Einzige, der es auffiel. Solche Sachen entgehen mir halt nicht.

Die meisten der Wandergruppe kauften wie ich auch so ein Plastik-Trückli. Gefüllt mit saumässig guten Mandel-Guezli. Gemäss unserer Reiseleiterin “die Besten von ganz La Gomera”. Nun, an diese Superlative hatten wir uns allmählich gewöhnt und nahmen sie nicht mehr ganz so ernst.

IMG_9125

Was jedoch ganz sicher ist, es sind die am längsten haltbaren Guezli von ganz La Gomera. Um genau zu sein sind sie sogar ewig haltbar. Ich wüsste jedenfalls nicht, wann der 30. Februar kommen sollte.

Dazu eine ganz ähnliche, wenn auch weniger harmlose Geschichte.

Die Ohneschneeschuh-Wanderung

Die Schwägalp liegt um diese Jahreszeit selbst gegen 10.30 Uhr im Schatten.

IMG_9006

Da hilft nur eines: Losmarschieren, der Sonne entgegen.

IMG_9004

Der Weg ist schon angetrampelt. Von Wanderern wie wir, aber auch von zwei Schneeschuh-Läufern.

IMG_9008IMG_9009

IMG_9010

Im Tal schlottert man unter der Nebeldecke und wir können uns eine Tenue-Erleichterung erlauben. Handschuhe, Mütze, Jacke,  alles wird im Rucksack verstaut.

IMG_9014IMG_9012

Um ein Haar wäre mir dieses Kunstwerk der Natur plattgewalzt worden.

IMG_9015

An Schnee und blauem Himmel werde ich mich nie sattsehen können, aber der erste Schneekontakt des Winters hat immer wieder etwas Magisches an sich.

IMG_9019

Es liegt mehr Schnee als erwartet. Schneeschuhe hätten gute Dienste erwiesen.

P1240122IMG_9023

Kein Wölklein trübt die Sicht vom Hinderfallenchopf aus.

IMG_9026

Über dem Toggenburg liegt leichter Dunst, der langsam etwas ansteigt.

IMG_9033

Wir verbleiben bis zum Schluss in der Sonne

IMG_9032

und können von der Postauto-Haltestelle aus einen letzten Blick zum Alpstein werfen. Leider ist das anvisierte Restaurant vorübergehend geschlossen, sodass der ersehnte Kafi vertagt werden muss.

IMG_9037

Danke an Beat für die Idee und Durchführung dieser als Winterwanderung gedachten Tour. Wie erwähnt, Schneeschuhe hätten gute Dienste geleistet. Stattdessen stapften wir durch den Schnee, was mitunter etwas anstrengend wurde. Aber me isch ja fit!

Mehr Infos und Fotos zur Tour gibt es HIER.

Karte

Neulich im Fitness-Center

Da lag etwas. Es gehörte nicht dorthin. Von weiblicher Neugierde getrieben schaute ich genauer hin. Ach so, ein Akku am Strom. Hmmm.

Nun ist es ja ein Widerspruch in sich, wenn man mit dem E-Bike ins Fitness-Center fährt. Allerdings dürfte ich dann dort gar nie mehr hin, fahre ich doch meist mit dem Auto oder mit ÖV. Bestimmt jedoch nicht aus eigener Kraft.

Na jedenfalls fand und finde ich es ziemlich dreist, wenn man die (Haartrockner-)Steckdose missbraucht, um daheim Strom zu sparen. Es kann mir niemand weis machen, dass die Betroffene gerade noch mit dem letzten Hauch Strom das Fitness-Center erreichen konnte. Und rein zufällig das Ladekabel dabei hatte .

Bild 037

Wo ist die Ferienlaune hin?

Ich habe heute zum Kaffee das Edelweiss Biberli vertilgt, das auf dem Heimflug verteilt wurde.

IMG_8979

Mag sein, dass es die meisten Passagiere auf 11’000 Metern Höhe gegessen haben. Ich habe es als nette Geste entgegengenommen und in den Rucksack gesteckt.

Beim Kauen musste ich feststellen, dass der Ferieneffekt bereits verpufft ist.

Wen wundert’s beim gegenwärtigen Huddelwetter!


Wandern mit den Kanarienvögeln

Wie angedeutet war ich (einmal mehr) eine gute Woche auf Wanderschaft. Diesmal in weiter Ferne, auf La Gomera.

Die zweitkleinste der kanarischen Insel würde locker auf einer Landeskarte 1:50’000 Platz finden. Wäre sie von unserer Landestopografie vermessen worden, sähe man entsprechend gut, dass sie aus über 50 Schluchten (“Barrancos”) besteht, die sternförmig von der Mitte aus gen Meer ziehen. Nur im Zentrum ist La Gomera grün, weil dort die Passatwolken für Feuchtigkeit sorgen. Sehr anschaulich wird dies anhand dieses Reliefs. Die roten Striche stehen für die wenigen, dafür umso kurvenreicheren Strassen, die immer übers Zentrum führen. Entsprechend sassen wir jeden Tag für eine Stunde oder auch mehr im Bus (pro Weg!), was mitunter etwas mühsam wurde, sich aber nicht vermeiden lässt, will man die Insel erkunden.

IMG_8889

Auf sechs offiziellen und einer inoffiziellen Wanderung führte uns unsere Reiseleiterin durch die schönsten Gegenden der Insel.

Hier ein Querschnitt aus mehreren hundert Fotos:

IMG_8516IMG_8550IMG_8566IMG_8573IMG_8579IMG_8629IMG_8652IMG_8676IMG_8733IMG_8740IMG_8747IMG_8753IMG_8762IMG_8777 - KopieIMG_8811IMG_8803IMG_8804IMG_8858IMG_8878IMG_8892IMG_8952IMG_8960

Letztes Jahr war ich auf La Palma, das grösser und grüner als La Gomera ist. Es wäre falsch, die beiden Inseln gegeneinander in die Waagschale werfen zu wollen. Jede hat ihren besonderen Reiz.

IMG_8560IMG_8576IMG_8657IMG_8660IMG_8664IMG_8845IMG_8898IMG_8965

Bye-bye, La Gomera! Es hat mir gefallen, dich zu erwandern, aber mich wirst du wahrscheinlich nicht mehr sehen. Es gibt auf dieser Welt noch zu viel zu entdecken.

IMG_8975

Hängende Pinsel

Es ist immer wieder erstaunlich, was man alles so sieht, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

IMG_8712

Auch wenn man mitunter seinen eigenen Augen kaum zu trauen wagt.

IMG_8713

Die Maler so am Seil runter zu lassen ist offenbar billiger, als ein Gerüst aufzustellen.

Nostalgie in Papierform

Früher war ES das Mass aller Dinge. Ich behaupte sogar, ES stand in vielen Haushaltungen. Und man konnte damit umgehen. Zugegeben, es konnte zur Zeit raubenden Angelegenheit werden. Aber mit etwas Routine war es im Idealfall im wahrsten Sinn des Wortes zielführend. Sofern man eine derart kleine Schrift zu entziffern vermochte und willens war, zig mal vor- und rückwärts zu blättern, sich mit Zeichenerklärungen, Wochen- und Feiertagen und zahllosen Abkürzungen auseinanderzusetzen.

Im Zeitalter von Smartphones ist dieses Teil ziemlich in Vergessenheit geraten. Und doch, es gibt ES immer noch.

20191109_161947

Man stelle sich bloss vor, man müsse damit eine Zugsverbindung heraussuchen! Obschon, ich traue mir das durchaus zu. Das aktuelle Kursbuch ist offenbar doppelt so gross wie früher, demnach dürfte auch die Schrift grösser seniorengerecht ausgefallen sein. Und Hand aufs Herz, wer ausser Senioren und Smartphone-Verweigerer würde sich diesen Schunken antun?