Auf dem grössten Stein Italiens

Eine ganze Woche hatten wir in den Abruzzen verbracht. “Wir”, das sind ein Bergführer und vier Gäste. Was für ein Privileg, diesem hehren Kreise anzugehören!

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Jeden Tag wanderten wir auf einen der umliegenden Gipfel. Jeden Tag eine neue Aussicht (ich deutete das in diesem Beitrag an).

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Der absolute Höhepunkt erfolgte jedoch gestern mit der Besteigung des 2’912 m hohen Corno Grande, dem höchsten Gipfel der Abruzzen.

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In den vergangenen Tagen hatten wir jeweils keine Menschenseele angetroffen. Am Samstag war das ziemlich anders. Am Parkplatz am Ende der Strasse beim Campo Imperatore war um 8.30 Uhr schon Hochbetrieb. Es brauchte keinen Feldstecher, um die Karawanen auszumachen, die bergwärts zogen.

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Der Anfang des rund 2 1/2 stündigen Aufstiegs war noch eher von der harmlosen Sorte. Je näher wir dem felsigen Gipfelaufbau kamen, desto anspruchsvoller wurde das Gelände. Wer etwas damit anzufangen weiss: T4.

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Auf dem Gipfel mussten wir beinahe Platzkarten lösen.

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Der Abstieg erforderte nochmals volle Konzentration, zumal sich noch viele Gipfelstürmer im Aufstieg befanden. Teilweise mit haarsträubendem Schuhwerk!

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Das war der überaus gelungene Abschluss einer überaus gelungenen Wanderwoche. Die sieben Wandertage dürften sich zu über 7’000 Höhenmetern, gut 100 Kilometern und 150’000 Schritten summiert haben.

Frau Flohnmobil wird aus diversen Gründen in den nächsten paar Tagen keine Wanderschuhe schnüren. Überdruss ist keiner davon.

Wie tönen Hormone?

Ich hatte das komische Geräusch mehrmals gehört, konnte es aber nicht zuordnen. Erst dank einem Input aus unserer Wandergruppe wurde mir bewusst: Das waren Brunftschreie von Hirschen. Mitten in der Nacht waren sie zu hören. Und auch tagsüber vernahmen wir sie gelegentlich.

Nie jedoch hatten wir so ein Vieh zu Gesicht bekommen. Bis gestern. Da dröhnte und rohrte es aus dem grasigen Hang zu uns rüber. Die Hirsche waren von blossem Auge auszumachen und wir von Aufregung ergriffen. So etwas sieht man nicht alle Tage! Mindestens zehn Stück waren es.

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Im Verlauf der Wanderung hörten wir diese Brunftschreie noch mehrmals. Im Abstieg von der Wanderung versuchten wir, uns den Tieren vorsichtig zu nähern. Das gelang uns auch bis auf etwa fünfzig Meter. Doch dann war Ende Feuer. Für ein Bild reichte es nicht. Aber dies hier ist auch ein Stück Hirsch:

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Bevor mir noch die Hand abfault

Diese Hotelföns gehen mir ganz ordentlich auf den Wecker. Abgesehen davon, dass sie in der Regel wenig leistungsfähig sind, sind sie häufig ausgestattet mit einem Knopf, den man gedrückt halten muss, damit die heisse Luft daher kommt. Ich kann gut nachvollziehen, weshalb das so ist. Manch einer käme wohl sonst noch auf die Idee, den Fön als Heizung zu benützen.

Wenn ich meine Haarpracht mit so einem Ding trocknen will, fault mir jedes Mal fast die Hand ab vor lauter Drücken. Das regt mich gelinde gesagt etwas auf.

Abhilfe schafft da ein Riemchen, notfalls auch ein Schuhbändel, BH-Träger oder eine Kabelbride.

Einfach nicht vergessen, nach Gebrauch wieder zu lösen, sonst macht das Hotel-Fönchen eher früher als spät die Schraube!

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Beschildert geschildert (123)

Ohne Zweifel, es hat viele Wanderwege und sie sind gut beschildert.

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Was mich aber etwas ratlos zurücklässt, ist diese Tafel am Ende der ganzen Wander-Litanei.

Nicht nur, dass ich keine Video-Kamera ausmachen konnte. Okay, die Dinger sind mittlerweile ja ziemlich klein, kann also gut sein, dass ich sie im Gestrüpp übersehen habe. In erster Linie fragte ich mich aber, wo derart fernab der Zivilisation der Strom für eine Überwachungskamera herkommen sollte.

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Messerscharf

Es ist weder eine gänzlich neue Erkenntnis, noch ist sie auf meinem Mist gewachsen. Aber es soll einfach mal wieder gesagt sein:

Es geht nichts über das richtige, scharf geschliffene Messer.

Jeder Koch wird das bestätigen können. Und auch am Tisch ist das richtige Messer von entscheidender Wichtigkeit. Selbst das perfekt gegarte Rindsfilet fühlt sich nämlich nicht ganz so perfekt gegart an, wenn man mit einem stumpfen Messer daran sägt.

Bei einer Freundin von mir brauchte es mehrere, durchaus als unzimperlich zu bezeichnende Vorstösse, bis sie endlich einsah, dass die Investition in gute Steakmesser lohnend ist. “Soll ich dir welche von Frankreich heim bringen”, hatte ich seinerzeit noch gefragt. Wohlwissend, dass sie einen sehr eigenen Geschmack hat und ich mit ziemlicher Sicherheit die falschen Hegel gebracht hätte. Mittlerweile hat sie Steakmesser angeschafft und wir lachen jedes Mal darüber, wenn sie sie aus der Schublade holt. Es ist nämlich erwiesen, dass man das Fleisch als wesentlich zarter empfindet, wenn das Klinge wie durch Butter schneidet.

Langfristig gesehen zahlt sich die Investition aus, weil man durchaus etwas zäheres Fleisch servieren kann und es keiner merkt….

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Uneinig

Unsere Beziehung – sie dauert nun schon eine ganze Weile an – war von Beginn weg mit gewissen Makeln behaftet. Immer wieder stritten wir uns aus dem gleichen Grund: wir konnten uns nicht einigen in Bezug auf Gut und Böse. Letztlich jedoch lag es immer an mir, die Weltordnung wieder herzustellen.

Ich frage mich ernsthaft, aufgrund welcher Kriterien ein eingehendes Mail auf direktem Weg in den Spam-Ordner versenkt wird. Von Absendern notabende, denen ich schon mehrfach geschrieben hatte. Andererseits schaffen es mit grosser Regelmässigkeit immer wieder Mails mit irgendwelchen Gewinnversprechen, Dating Platformen und dergleichen in meinen Posteingang. Besonders hartnäckig ist “Leonie von exurbe cosmetics”. Ich befördere all diese unerwünschten Mails aus dem Posteingang ungelesen in den Spam-Ordner. Im guten Glauben, dass Sunrise, mein Mail-Provider, früher oder später irgendwelche Konsequenzen daraus zieht.

Leider muss ich berichten, dass sich meine Erwartung, meinem Mail-Provider würde irgend eine Art von künstlicher Intelligenz, um nicht zu sagen Verstand, zu Grunde liegen, jüngst total zerschlagen hat. Ich entdeckte nämlich selbst die neuste e-Rechnung von Sunrise im Spam-Ordner. Ein hoffnungsloser Fall, wie mir scheint.

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