La vita è bella

Es war noch dunkel, als ich ihn zum ersten Mal sah. Uns stand eine lange Reise bevor und eine Wanderwoche in den Abruzzen. Er war wie ich einer der vier Teilnehmer dieser Wanderwoche. Er war nett. Aber nicht mehr.

Nie hätte ich gedacht, dass ich mit ihm zusammen exakt ein Jahr später die Ausstellung des Pilzvereins in Einsiedeln besuche. Als Paar.

La vita è bella!

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See statt Schnee

Weil es zwei Tage vor Beginn der geplanten Tour noch so ausgesehen hatte

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musste die geplante Tour auf den Pazolastock mit Überschreitung auf den Rossbodenstock abgesagt werden. Die Tourenleiterin entschied sich für eine Bergtour in der näheren Umgebung. So fanden sich zehn Teilnehmer am Wägitalersee ein, Frau Flohnmobil als Gast einer Sektionstour des SAC Einsiedeln.

Ob wir auch noch Schnee antreffen werden? Zumindest als wir aus dem Wald kommen, sieht es nicht danach aus.

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Unser Ziel, der 2’097 m hohe Zindelspitz, wirkt aus der Ferne ziemlich unnahbar. In den Schattenlöchern können wir letzte Schneereste des Wintereinbruchs von vergangener Woche ausmachen.

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Etwa die Hälfte des Aufstiegs verläuft um diese Jahreszeit im Schatten. Wir sehen Gämsen, Brennnesseln, Schafe und viel blauen Himmel.

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Der Aufstieg zum Zindelspitz ist rot-weiss markiert und für geübte Berggänger kein Problem. Etwas kniffliger ist der Übergang zum Rossalpeli. Der luftige Grat ist teilweise mit massiven Ketten gesichert, an denen wir uns dankbar runter hangeln.

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Die gesamte Truppe entscheidet sich, auch noch den Rossälplispitz in Angriff zu nehmen. Die Zeiten auf dem Wegweiser sind allerdings ziemlich sportlich.

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Bereits wieder im Abstieg. Auch hier sind die heiklen Stellen mit einem Drahtseil entschärft.

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Noch stehen fast 1’000 Höhenmeter Abstieg bevor, die wir uns mit der Einkehr in der Hohfläsch-Hütte verkürzen.

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Zufrieden und nicht mehr taufrisch kommen wir zum Parkplatz zurück. Das war eine würdige Ersatztour, vielen Dank, Edith.

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Mail-Schrott oder Schrott-Mail

Über Spam wurde schon viel geschrieben. Auch in diesem Blog.

Dem Übel ist wohl mit sämtlichen Filtern nicht Herr zu werden. Dennoch erstaunt es mich immer wieder, mit was für plumpen Tricks und/oder dämlichen Texten versucht wird, Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Mails unten habe ich schon zum xten Mal erhalten.

Die Hohlen Lowen machen mich trotz den Deutschen Burgern (Currywurst mit Spreewaldgurke in Schwarzbrot oder was?) nicht an.

Gartenprojekte (2)

Pflanzen, die über mehrere Wochen aneinander sich selber überlassen sind, müssen robust und pflegeleicht sein. Alles andere geht ein, verkümmert, wird von den Vögeln ausgegraben oder von den Schnecken gefressen.

Ich dachte eigentlich, dass ein Thymian, mit dem die Natur in seiner Heimat auch nicht gerade zimperlich umgeht, über die nötigen Eigenschaften verfügen sollte, um sich selbst überlassen zu werden. Also hoben wir ein Pflanzloch aus, jäteten drum herum, gaben etwas frische Erde hinzu und buddelten das Gewürzkraut an einem sonnigen, eher trockenen Plätzchen ein.

Einen knappen Monat später…

…. war – wie schon bei den Kürbissen – nur noch das Pflanzengerippe zu sehen.

Ich begann mich zu fragen, ob in diesem Garten wirklich nur Berufskraut gedeiht.

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Wir liessen uns nicht entmutigen, kauften mitten im Sommer nochmals ein Thymian-Pflänzchen, rupften das alte, dörre Gewächs aus, redeten dem Neuen gut zu und hofften, dass es gut anwachse. Was es tatsächlich auch tat. Aber wir müssen es gut im Auge behalten, sonst wird es vom Gras überwachsen. Und somit besteht die latente Gefahr, dass er liebe Bergler es übersieht, wenn er mit dem Rasenmäher durch die Gegend eilt.

Eine teure Wanderung

Es war zum vornherein klar gewesen, dass diese Wanderung anders werden würde als bisherige Wanderungen. Es war auch klar gewesen, dass sie etwas kosten würde. Aber so viel…!

Dabei fing alles so gut an. Egal ob ausgeschlafen oder nicht, wir mussten in aller Herrgottsfrühe aus den Federn, damit wir kurz nach 9.00 Uhr in Zernez waren. Ein Prachtstag stand in den Startlöchern.

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In Zernez wartete nicht nur unser zehnköpfiges Wandergrüppchen, sondern noch weitere sieben Personen darauf, mit zwei Kleinbussen zur Alp Zeznina hochgekarrt zu werden. Die Exkursion “Seenplatte Macun” konnte beginnen.

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Im Aufstieg hielten wir Ausschau nach Tieren. Doch man konnte schauen, so lange mal wollte, da liess sich kein Bein blicken.

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Nach rund zwei Stunden Fussmarsch erreichten wir den Rand des Nationalparks.

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Längst nicht alle Teilnehmer waren so fit wie unsere Truppe. Wir mussten immer wieder warten und das Feld zog sich in die Länge. Echli müehsam!

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Am Lai d’Immez auf 2’613 m machten wir eine ausgiebige Pause.

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Unser Wanderführer erzählte uns etwas über Blockgletscher, die Entstehung des Nationalparks, dessen Werte und Gesetze.

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Dann nahm das Übel seinen Lauf.

Einige von uns stiegen noch ein paar Meter auf, um einen besseren Überblick über die Seenplatte zu haben. Gar passend bot sich dabei die Anhöhe mit dem von weither sichtbaren Steinmann an.  Und tatsächlich war der Blick auf die in die Landschaft eingesprenkelten Seen begeisternd schön.

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Als wir von diesem kurzen Abstecher zurück kamen, wurden wir von einem Parkwächter in Empfang genommen. Mit freundlichen aber bestimmten Worten machte er uns darauf aufmerksam, dass wir im wahrsten Sinn des Wortes eine grobe Übertretung begangen hatten. Im Nationalpark darf man sich nämlich nicht von den bestehenden Wegen entfernen! Bei netten Worten blieb es leider nicht. Der Ranger zückte seinen Block und nahm die Personalien auf. Es wird eine saftige Busse folgen. Au weia, das werden teure Fotos! Der Bitte des Rangers, keine der gemachten Bilder zu posten, kamen wir kleinlaut nach.

Natürlich war damit das Gesprächsthema für den Rest der Tour gegeben. Ohne Zweifel, unser Führer hatte uns schon mehrmals, aber offenbar mit zu wenig Nachdruck, darauf aufmerksam gemacht, dass man auf dem Weg bleiben muss. Gewohnt, auch mal weglos zu gehen, hatten wir uns gegenseitig verleiten lassen. Wäre nicht dieser Steinmann gewesen, der schon stand, bevor die Macun Seenplatte 2010 zum Nationalpark erklärt wurde, wäre vielleicht alles anders gekommen.

Auch unser Führer muss wohl einen Schuh voll rausgezogen haben. Künftig dürfte er seinen Gruppen kaum mehr so viel Auslauf gewähren.

Nachdem wir wieder vollzählig waren, begingen wir die kleine Runde an einigen der Seelein vorbei – wohlbedacht keinen falschen Schritt zu machen.

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Dann erfolgte der Abstieg auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren. Das Feld zog sich einmal mehr endlos in die Länge und ich sah längst den anvisierten Zug ohne uns davonfahren.

Alles in allem kann ich die geführte Exkursion zu der Macun Seenplatte empfehlen. Sie ist landschaftlich einmalig schön. Ohne Taxifahrt auf den bewilligungspflichtigen Strassen mutiert die Wanderung zu einer achtstündigen Mammut-Tour. Allerdings stimmen die Angaben, die das Tourismus-Büro macht, nicht. Die Exkursion fällt entschieden länger aus. Insgesamt sind es 11 km und je 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, was für manchen Wanderer schlicht zu viel ist.

Natürlich ist die Busse jetzt nicht gerade das, worauf wir gewartet haben. Aber letztlich sind wir Alle wieder gesund und wohlbehalten am Bahnhof Zernez angekommen. Und nur das zählt.

Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spass gemacht.

Mehr Bilder und Infos zur Tour gibt es HIER nachzulesen.

Karte

Nicht schon wieder!

Im Posthäufchen,
das ich nach meinen Ferien durchackerte,
fand ich,

und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen,

eine Einladung für ein “exklusives Dekorationsseminar”.

Nicht etwa für herbstliche Gestecke oder verunstaltete Kürbisse,

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Nein für Weihnachts-Dekorationen!

Meine Freude darüber hielt sich in engen Grenzen.

Die Pilz-Armee

Schopftintlinge sichtet man relativ häufig. Und relativ häufig haben sie ihre besten Zeiten schon hinter sich (was je nach Temperatur ziemlich rassig gehen kann).

Diese stattliche Ansammlung nahezu gleich grosser Pilze hat mich in Entzücken versetzt. Ich wollte euch die kleine Pilz-Armee am Wegesrand nicht vorenthalten.

Hübsch, gäll?

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Beschildert geschildert (142)

Ein kleines Souvenir aus der Bike- und Wanderwoche im Bregenzerwald.

An der besagten Stelle kamen wir 2 x vorbei. Das erste Mal ausgestattet mit Wanderschuhen, Fotoapparat und Rucksack, das zweite Mal mit dem Mountain-Bike.

Ich bin erleichtert, dass man dort ab dem 1. Januar wieder nahezu ungehindert Radfahren darf. Ob das allerdings “jede Jahre” im Sinne der Bergbahn-Betreiber ist, darf bezweifelt werden, steht die Tafel doch mitten im Skigebiet von Mellau-Damüls.

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Völkerwanderung im Bregenzerwald

Er wird als “Hausberg des Bregenzerwalds” bezeichnet und logiert unter dem Namen “Kanisfluh”. Dank der Gondelbahn von Mellau ist der 2’044 m hohe Berg in zwei Stunden zu erreichen. Diese relative Nähe verleitet so manchen Wanderer, diesen Aussichtsberg zu erklimmen.

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Tatsächlich ist die Aussicht von dort oben spektakulär, auch wenn das Gipfelerlebnis durch das viele Volk arg getrübt wird (merke: Touristen sind immer die Anderen). In unserem Falle waren nicht nur Zwei- sondern auch Vierbeiner oben. Und diese können mitunter ziemlich aufdringlich sein, wenn sie Futter in einem Rucksack ausmachen.

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Wir zogen es deshalb vor, unser Picknick in ziegenloser Umgebung abzuhalten und stiegen wieder in den Sattel ab.

Zuvor jedoch genossen wir den Rundblick.

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Blick auf das letzte Stück des Aufstiegs.

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Ohne Zweifel, die Österreicher haben auch ganz nette Berge.

Im Abstieg nach Au, zurück in unser Hotel, konnten wir die Kanisfluh von der anderen Seite bewundern. Was für Schichtungen und steile Flanken!

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Die Wanderung ist ab der Bergstation Rossstelle gut beschildert. Der Weg auf den Gipfel erfordert insbesondere im Bereich der felsigen Passagen, die von Abertausenden von Schuhen poliert wurden, Trittsicherheit, die wir gewiss nicht jedem der anwesenden Wanderern attestieren konnten. Vom passenden Schuhwerk ganz zu schweigen.

Mehr Infos zur Kanisfluh gibt es unter anderem HIER nachzulesen.