Abstieg mit Sorgenfalten

Schon bei der Ausschreibung der Wanderung dachte ich, dass dies wohl ein sehr knie- und gelenkunschonender Abstieg werden würde. Dass es für mich noch ärger als befürchtet kommen würde, konnte ich ja nicht ansatzweise ahnen…

Die Wanderung beginnt im Ausland. Genauer gesagt in Planken/FL. Der Postauto-Chauffeur hat uns freundlicherweise am richtigen Ort rausgeschmissen. Und so stehen wir buchstäblich auf der Strasse.

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Doch nicht lange und die unbefestigte Forststrasse beginnt in kontinuierlich steilem Aufstieg. Die als Bergwanderwege markierten Abkürzungen ignorieren wir geflissentlich, es ist auch so schweisstreibend genug.

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Zwischendurch gibt der steile Bergwald den Blick übers Rheintal und das Alpstein-Massiv frei.

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Und natürlich hat es auch das eine oder andere Blüemli am Wegesrand.

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Den Wald haben wir hinter uns uns nach der nächsten Wegbiegung kommt auch die Gafadura-Hütte in Sicht.

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Von dort aus haben wir ein eindrückliches Panorama auf die Berge am Horizont…

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… und auf feine Kuchen ganz in der Nähe.

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Denn dieser Aufforderung konnten nur die Wenigsten widerstehen.

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Die diversen Pilzskulpturen lassen die Vermutung aufkommen, dass man hier zu gegebener Zeit auch die wahrhaftigen Pilze findet.

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Mehr oder weniger frisch gestärkt geht es weiter auf dem Weg, der nun definitiv nicht mehr befahrbar ist.

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Sarojasattel. Unser höchster Punkt. Wir werden argwöhnisch betrachtet von zwei der drei Schwestern.

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Und so ziemlich genau hier muss es passiert sein. Auf diesem harmlosen Weg mache ich einen Fehltritt, zähle ein paar Millionen Sternchen, fluche innerlich, humple tapfer weiter. Meine Stöcke leisten dabei ungeahnte Dienste. Allmählich versurret mein übertretener Fuss, doch ich ahne schon, dass das Folgen haben wird.

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Endlich mal eine Hütte, wo es für alle einen Platz auf den Bänkli hat. Die Gruppe hätte durchaus noch grösser sein können. Alpe Sarojen, 1’474 m.

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Gemütlich geht es bergab. Das dürfte sich bald ändern.

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Waaaas, so weit runter müssen wir?

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Die ersten Abkürzungen im steilen Bergwald lassen wir noch aus. Dann machen wir den Feldversuch, und ein Teil der Gruppe steigt steil ab, während ich mit ein paar anderen auf dem Fahrweg bleibe. Natürlich brauchen wir gelenkschonenderweise länger.

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Doch dann müssen auch wir auf den Direktabstieg wechseln.

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Und endlich ist der schweisstreibende Abstieg geschafft. Hier befinden wir uns nur noch wenige hundert Meter vor dem Zollübergang in Schaanwald, den ich schon unzählige Male mit dem Auto durchfahren habe.

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Irgendwo da oben sind wir rumgewurzelt.

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Uff, ich bin froh, unten angekommen zu sein. In meinen Wanderschuhen fühlt es sich ziemlich unbehaglich an. Daheim wird sich zeigen, dass der Fuss ziemlich stark angeschwollen ist. Schmieren, salben und hochlagern ist angesagt. Die nächsten paar Tage werde ich wohl humpelnd durch die Gegend laufen. Dabei stünde doch morgen schon wieder eine Wanderung mit Freundinnen auf dem Programm!!!!

Danke an Beat für die Organisation dieser Wanderung. Ich werde sie wohl eher in zwiespältiger Erinnerung behalten.

Mehr Infos und Bilder gibt es HIER.

Karte

Ich war vor 6 Jahren schon einmal mit meinem Mann in der Gegend der Drei Schwestern am wandern. Wir waren damals auf dem Fürstensteig gewandert. Eine der imposantesten Wanderungen, die ich kenne! Das Foto in diesem Blogbeitrag ist auf dem Abstieg von den Drei Schwestern zum Sarojasattel entstanden.

14 Gedanken zu “Abstieg mit Sorgenfalten

  1. Autsch! Gute Besserung! Irgendwie habe ich gemeint, das sei eine Mehrtägige. Aber die kommt ja erst…
    Weisst du, was für eine Blume das violette „Schlüsselblüemli“ ist? ein Primeli? oder was sonst? Und dann würde ich noch gerne wissen, wieviele Ameisen im Ameisenkuchen waren. Hat den jemand versucht?
    Fragende Grüsse aus Canada
    Anitra

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  2. Gute Besserung Frau Flohnmobil und den Fussknöchel wirklich oben lassen.
    Oder, wenn noch übrig, ein Paar von den Ameisen ab dem Kuchen auflegen.
    Ameisensäure hilft immer! Oder doch nicht? Weis nicht.

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  3. Bea ich wünsche dir dass es dem Fuss bald wieder besser geht – nicht zu schnell forcieren, der Wandersommer hat erst begonnen ! Jetzt muss du mich noch über den Ameisenkuchen aufklären. Könnte mir gut vorstellen, dass du von diesem ein Stück probiert hast.

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  4. Der Ameisenkuchen ist ja wirklich ein Blickfang!
    Gute Besserung wünsche ich dir, vielleicht sind ein paar kleinere Velorunden momentan eine bessere Alternative zum bergab laufen …
    Gruss vom Werner und Timi

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